Lehrkräfteausbildung

Qualifizierung der Leiter/innen der Schulpraktischen Seminare Jan ­ Dez Fortbildung von Schulleiter/innen Jan ­ Dez Fortbildung von Beratungslehrer/innen Jan ­ Dez Fortbildung von Suchtprophylaxeberater/innen Jan ­ Dez Fortbildung von Schulpsycholog/innen Jan ­ Dez Fortbildung der Leiter/innen der Fachpraktischen Seminare AH-Beschlussnummer 3: Maßnahmentitel: Befähigung von Lehrkräften zum pädagogischen Umgang mit sexueller Vielfalt und Diversity im Rahmen der Ausbildung Grundausbildung / 1. Phase der Lehrkräfteausbildung:

Die Abteilungen für Studienangelegenheiten der Berliner Universitäten wurden in der Sitzung der Verwaltungs-AG am 24. September 2010 über den Senatsbeschluss informiert und haben in entsprechenden Sitzungen darüber beraten. Zur Zeit der Berichtslegung standen einzelne Rückmeldungen noch aus.

Eine Wissenschaftlerin der Freien Universität Berlin wird die Berliner Universitäten bei der Umsetzung des Senatsbeschlusses unterstützen. Die bestehenden Studien- und Prüfungsordnungen werden gesichtet und Module im Rahmen der Lehramtsstudiengänge (Bachelor und Master) erweitert oder, wenn möglich, neu konzipiert. Wegen der laufenden Erprobungsphase der Bachelor- und Masterstudiengänge bis 30. September 2012 und einer anschließenden externen Evaluation können die Inhalte jedoch nicht zeitnah verändert werden. Empfehlungen für die Veränderung nach 2012 sind in Koordination mit den Evaluationsergebnissen zu erarbeiten.

Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Begleitung wurde für 2010 und 2011 zunächst auf die Lehrkräfteausbildung gesetzt.

Vorbereitungsdienst / 2. Phase der Lehrkräfteausbildung:

Die Leiter/innen der Schulpraktischen Seminare wurden am 12. November 2010 zu zwei Veranstaltungen Ende November/Anfang Dezember 2010 eingeladen, an denen sie von dem beauftragten Bildungsträger über den Senatsbeschluss und eine Qualifizierungsreihe in 2011 informiert wurden. Die Bildungsinitiative QUEERFORMAT konzipiert die Qualifizierung und führt sie durch. Den etwa 400 Fachseminarleiter/innen werden in 2011 gesonderte Fortbildungen angeboten. Die Qualifizierung der Leiter/innen der Schulpraktischen Seminare ist obligatorisch; die Fortbildungen der Fachseminarleiter/innen ist 2010/2011 fakultativ im Rahmen der vorhandenen Mittel.

AH-Beschlussnummer 4: Maßnahmentitel: Aufarbeitung von Materialien und Ansprechpartner/innen für den Bereich sexuelle Vielfalt und Diversity

Die Maßnahme wurde in mehreren Aufträgen vergeben (Bildungsinitiative QUEERFORMAT, LSVD Berlin-Brandenburg und eine TV-Firma). Im November 2010 wurde ein Motivationsfilm für die Qualifizierungen der Schlüsselpersonen im Bereich Schule produziert, der bereits erfolgreich eingesetzt werden konnte.

Für den Bereich Kinder- und Jugendhilfe hat die Bildungsinitiative QUEERFORMAT Materialien für den Einsatz im Bereich Schule und Kinder- und Jugendhilfe erarbeitet. In Arbeit sind derzeit Materialien zu Homophobic Bullying bzw. Mobbing und eine kultursensible Handreichung für Eltern. Beide Dokumente werden vom LSVD Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung erstellt.

Die Handreichung „Lesbische und Schwule Lebensweisen" aus der Reihe Bildung für Berlin wird vom Autor Martin Fuge (QUEERFORMAT) überarbeitet und so gestaltet, dass die Unterrichtsvorschläge jeweils in Fächermodulen veröffentlicht werden können und damit direkt in die jeweiligen Fachbereiche der Schulen Eingang finden.

In einem Fachgespräch am 30. November 2010 zur Umsetzung der Initiative im Bereich Schule wurde über den weiteren Bedarf an Materialien gesprochen. Daraus werden weitere Aufträge für 2011 abgeleitet. Die Bildungsinitiative QUEERFORMAT erstellt einen Überblick über vorhandene Medien für die Bildungsarbeit. Ziel ist die Erstellung einer Datenbank, die an zentraler Stelle, z. B. dem Bildungsserver Berlin-Brandenburg verfügbar gemacht wird.

Für die Einrichtung von Ansprechpersonen für Diversity und sexuelle Vielfalt wurde ein Konzept erstellt, dessen Umsetzung im 1. Halbjahr 2011 in einer Fachrunde diskutiert werden soll.

AH-Beschlussnummer 5: Maßnahmentitel: Leitbilder, Konzeptionen, Standards

Die Umsetzung dieses Beschlusses ist für 2011 vorgesehen. Die zuständigen Fachabteilungen in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sind über den Senatsbeschluss informiert worden und erste Fachgespräche im Hause haben stattgefunden.

AH-Beschlussnummer 6: Maßnahmentitel: Geschichtsdokumentation und -bildung

Die Umsetzung des Beschlusses ist Richtlinie der laufenden Arbeit der Kulturverwaltung:

Mit der institutionellen Förderung und der Bereitstellung investiver Mittel unterstützt das Land Berlin die Arbeit des Schwulen Museums Berlin zu Leben, Werk und Verfolgungen aufgrund der sexuellen Orientierung von Schwulen und Lesben.

Mit der Errichtung des Denkmals für die homosexuellen Opfer der NS-Verfolgung in der Regie der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde im Tiergarten ein von der Öffentlichkeit sehr gut angenommenes Denkmal gesetzt.

Im Rahmen des Berliner Gedenktafelprogramms sowie innerhalb des Projektes „Stolpersteine" wird auch an Persönlichkeiten erinnert, die infolge ihrer sexuellen Orientierung einer Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt waren.

In den Dauer- und Sonderaustellungen sowie thematischen Einzelveranstaltungen der Gedenkstätten Stiftung Topographie des Terrors, Haus der Wannseekonferenz sowie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wird die Verfolgung dieses Personenkreises als integraler Bestandteil der Vermittlungsarbeit dargestellt.

Im Rahmen des Projektes „2013" anlässlich der Jahrestage 80 Jahre Machtübertragung an die Nationalsozialisten sowie 75 Jahre Reichspogromnacht wird auch die Verfolgung von Berlinern wegen deren sexueller Orientierung thematisiert werden.

AH-Beschlussnummer 7: Maßnahmentitel: Akzeptanzförderung sexueller Vielfalt in Senioren-, Pflege- und Wohneinrichtungen

In den Rahmenfördervertrag zwischen dem Land Berlin und den Wohlfahrtsverbänden, der am 16. Dezember 2010 abgeschlossen wurde, und die dazugehörigen Kooperationsvereinbarungen zum Integrierten Sozialprogramm (ISP), zum Infrastrukturförderprogramms Stadtteilzentren (IFP-STZ) und zum Integrierten Gesundheitsprogramm (IGP), ist die Implementierung des Antidiskriminierungsansatzes als übergeordnetes Ziel aufgenommen worden.

Die Anlage 1 formuliert allgemeine wohlfahrtspflegerische Ziele der Verbände, u.a.: 12. die Förderung der Akzeptanz sexueller Vielfalt

- Entwicklung von Standards für die Förderung der Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt; Verpflichtung der Träger, sich mit der kulturellen Vielfalt.