Präambel Vielfalt und Weltoffenheit sind wichtige Kennzeichen der Metropole Berlin

Zu den Herausforderungen und Verpflichtungen zählt es, Verschiedenheit anzuerkennen und sich konsequent für die Etablierung einer Kultur der Antidiskriminierung einzusetzen. Das hier vorgelegte Maßnahmenpaket für einen Landesaktionsplan gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung mit Schwerpunkt auf den Arbeits- und Handlungsfeldern der Senatsverwaltungen leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Es handelt sich um ein erstes Ergebnis in einem fortlaufenden Prozess.

Der Berliner Aktionsplan gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung ist politische Botschaft und Handlungsorientierung zugleich. Ziel ist es, einen an konkreten Maßnahmen orientierten Beitrag der Berliner Verwaltung zur Bekämpfung von Rassismus und ethnischer Diskriminierung zu leisten. Der hier vorgelegte Landesaktionsplan für Berlin ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des ZehnPunkte-Aktionsplans der Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus.

Die Berliner Verwaltung hat sich bereits in einer Vielzahl von Handlungsfeldern aktiv gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung engagiert. Das vorliegende Maßnahmenpaket soll diese Bemühungen verstärken.

Im Zuge der Erstellung des vorliegenden Aktionsplanes hat der Berliner Senat eng mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren zusammen gearbeitet. Diese haben durch ihr Engagement und ihre konstruktive Kritik dazu beigetragen, dass der Landesaktionsplan in seiner jetzigen Form vorliegt. Es ist auch zukünftig wichtig, Akteurinnen und Akteure der Zivilgesellschaft mit ihrer Expertise aus der täglichen Antidiskriminierungsarbeit für die Weiterentwicklung und Implementierung von Maßnahmen gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung einzubeziehen.

Wie zahlreiche Studien belegen, sind Rassismus und Diskriminierung gesellschaftliche Problemlagen, die auch in der „Mitte der Gesellschaft" gegenwärtig sind. Aus diesem Grund ist die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung in jedweder Form nicht nur Aufgabe der Verwaltung, sondern stellt eine dauerhafte gesamtgesellschaftliche Herausforderung und damit eine wichtige gesamtstädtische Querschnittsaufgabe dar. z. B. Heitmeyer (Hrsg.): Deutsche Zustände, Folge 8., Suhrkamp 2010; Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Hrsg.): Diskriminierung im Alltag ­ Wahrnehmung von Diskriminierung und Antidiskriminierungspolitik in unserer Gesellschaft, Nomos 2008.

Der Berliner Senat ist sich der Verantwortung bewusst, die der Politik und der öffentlichen Verwaltung in Bezug auf die Bekämpfung von Rassismus und ethnischer Diskriminierung zukommt. Sensibilität für Rassismus schließt Sprache mit ein: daher wird der Berliner Senat prüfen, inwiefern der umstrittene Begriff der „Rasse" in Gesetzen und Veröffentlichungen vermieden werden kann.

Mit dem hier angestoßenen Prozess ist die Erwartung verbunden, dass in den nächsten Jahren auch außerhalb der Verwaltung verstärkte Anstrengungen zur Bekämpfung von Rassismus und ethnischer Diskriminierung unternommen werden.

Das Land Berlin wird weiterhin einen aktiven Beitrag zur Etablierung einer Kultur der Antidiskriminierung und Wertschätzung leisten und signalisieren, dass es keinerlei Akzeptanz gegenüber Vorstellungen und Praktiken gibt, die ethnische und rassistische Diskriminierungen zur Folge haben.