Bereich Wirtschaftsförderung Europäische Strukturfondsförderung. In den operationellen Programmen des EFRE und des ESF für die Förderperiode 20072013 sind zur Umsetzung der Interventionen folgende Querschnittsziele vorgesehen

Die BGZ hat Innerhalb ihres EU-Projekts „INTI - Erfolg durch Migration" in den letzten beiden Jahren einen Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen europäischen Partnerorganisationen zu Integrationsmodellen für Hochqualifizierte initiiert. Ziel war es dabei, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger für die Problematik zu sensibilisieren sowie über Best-Practice-Transfer zum Abbau von Integrationshemmnissen bei Hochqualifizierten beizutragen.

Das Förderprogramm der LEZ für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit im Handlungsschwerpunkt Globales Lernen trägt dazu bei, individuelle und kollektive Handlungskompetenzen zu fördern, die zu weltweiter Solidarität befähigen. Schon junge Menschen werden dazu befähigt, die Ursachen und Wirkungen von Klimawandel und Umweltzerstörung, von Menschenrechtsverletzungen und gewaltsamen Konflikten, der Benachteiligung von Frauen, von Armut und Migration einzuschätzen. Die Multiperspektivität und Werteorientierung der von der LEZ unterstützten Initiativen leisten so einen wichtigen Beitrag gegen ethnische Diskriminierung.

Bereich Wirtschaftsförderung Europäische Strukturfondsförderung

In den operationellen Programmen des EFRE und des ESF für die Förderperiode 2007-2013 sind zur Umsetzung der Interventionen folgende Querschnittsziele vorgesehen: "Nachhaltigkeit", "Integration und Migration" sowie "Chancengleichheit".

Die Datenerhebung zum Monitoring und zu den Indikatoren zur Umsetzung dieser Querschnittsziele wird nach Einführung und Inbetriebnahme des neuen ITBegleitsystems zur Begleitung der Strukturfondsinterventionen im Laufe des Jahres 2010 begonnen. Mit ersten Ergebnissen ist im Jahr 2011 im Jahresbericht zu 2010 zu rechnen.

Bereich Frauen und Gleichstellung

Im Rahmen der Beratung zu Fällen der Diskriminierung wegen des Geschlechts wird berücksichtigt, dass gleichzeitig auch eine Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft oder der Rasse im Sinne des AGG vorliegen kann (sog. Mehrfachdiskriminierung). Die weitere Beratung nimmt darauf Rücksicht und schlägt angemessene Lösungswege ­ auch in Zusammenarbeit mit der LADS - vor.

Auch der Umgang mit dem LGG ist ­ ohne dass dies direktes Ziel ist ­ im Rahmen der Förderung aller Frauen im Geltungsbereich des Gesetzes, d.h. im öffentlichen Dienst, ein Beitrag zum Abbau ethnischer Diskriminierung im wichtigen Bereich Arbeitsleben.

Bei gleichstellungspolitischen Überprüfungen von Maßnahmen der Senatsverwaltungen sowie Bundesratsvorgängen wird - im Rahmen der Zuständigkeitsverteilung mit Referat C (intern) sowie der LADS (extern) - als Diskriminierung von Frauen auch die Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft oder Rasse wahrgenommen und beanstandet Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Migrantinnen

Ein wichtiges Anliegen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen ist die Förderung der sozialen und beruflichen Integration von Migrantinnen sowie ihres Rechts auf ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Die Abteilung Frauen und Gleichstellung finanziert daher eine Vielzahl von Projekten mit unterschiedlichen Bildungs- und Beratungsangeboten für Migrantinnen. Sie haben das Ziel, die spezifischen Ressourcen der Frauen zu stärken und ihre Kompetenzen zu erhöhen. Zudem sollen die Voraussetzungen für eine berufliche Integration verbessert und die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden.

Das Bildungsangebot umfasst Kurse zum Spracherwerb, Maßnahmen zur Vorbereitung auf Schulabschlüsse, berufsorientierende Maßnahmen und ausbildungsbegleitenden Unterricht.

Die Angebote zur beruflichen Qualifizierung und Beratung sowie Informations- und Orientierungskurse zur besseren Integration von Migrantinnen in das Erwerbsleben werden durch spezifische und zielgerichtete Angebote ergänzt. Probleme ergeben sich häufig aus sprachlichen, familienbedingten, übergangsbezogenen bzw. qualifikationsdefizitären Hemmnissen von Migrantinnen, die vor allem im Bereich des Nachholens von Bildungsabschlüssen unterstützt werden müssen, um so die soziale Selbstständigkeit zu verbessern. Ziel ist es, Frauen in der beruflichen Integration in zukunftsfähigen Wachstumsfeldern zu unterstützen. Die Besonderheiten der jeweiligen Zielgruppe und der beruflichen Zielrichtung werden dabei in den Vordergrund gestellt.

Das Beratungsangebot orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der Frauen und umfasst alle Bereiche des täglichen Lebens, insbesondere jedoch soziale, familiäre und aufenthaltsrechtliche Probleme, Fragen der Existenzsicherung etc..

Neben der Unterstützung in besonders kritischen Lebenssituationen werden kulturelle und Informationsveranstaltungen angeboten.

In der Regel stehen die Angebote der Projekte Frauen aller Nationalitäten offen, auch wenn einige der Projekte ihren Schwerpunkt auf die Arbeit mit Frauen aus bestimmten Herkunftsländern gelegt haben. Alle Projekte arbeiten aufgrund der zum Teil spezifischen Arbeitsschwerpunkte bezirksübergreifend und sind in den Stadtteilen ansässig, in denen besonders viele Migrantinnen leben und die sich durch besonders große soziale Probleme auszeichnen.

Neben den ausgewiesenen Migrantinnenprojekten stehen weitere Frauenprojekte wie Frauenzentren, Anti-Gewalt-Beratungsstellen, Frauenhäuser etc. Migrantinnen offen und werden von diesen genutzt.

Aufgrund der Vielzahl der Projekte wird hier auf eine vollständige Darstellung verzichtet. Im Anschluss an diesen Abschnitt finden sich Kurzbeschreibungen ausgewählter Angebote aus dem Bereich der beruflichen Beratung und Qualifizierung.

Die Senatsverwaltung für Frauen achtet zudem in Kooperation mit dem Beauftragten des Senats für Integration und Migration darauf, dass bei der Bearbeitung frauenpolitischer Themen wie beispielsweise der Bekämpfung von häuslicher Gewalt die spezifischen Belange von Migrantinnen bei der Entwicklung von Maßnahmen berücksichtigt werden: Wichtig ist ihr hierbei ein Klischees vermeidender und nicht-diskriminierender Ansatz unter Beachtung der Heterogenität der Zielgruppe.

In den vergangenen Jahren standen Mädchen mit Migrationshintergrund im Fokus besonderer Anstrengungen bei den Aktivitäten zum Girls Day. Ziel war und ist es weiterhin, den Anteil von Migrantinnen stärker in die Angebote am Aktionstag einzubeziehen und ihnen beruflich neue Perspektiven, eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des Arbeitsmarkts zu bieten und damit ihre berufliche und soziale Integration zu unterstützen.

Ausgewählte Beispiele für Projekte aus dem Bereich der beruflichen Bildung und Beratung Initiative selbstständiger Immigrantinnen e.V.

Die Initiative selbstständiger Immigrantinnen e.V. bietet seit fast 20 Jahren Qualifizierungsmaßnahmen an. Zielgruppe sind Migrantinnen, die sich selbständig machen wollen und über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Viele Frauen stammen aus der Türkei und dem Iran; andere aus Indien, Jamaica, Rußland, Polen und vielen anderen Ländern. Ein entscheidender Aspekt des I.S.I.-Konzeptes ist, dass allen ­ Teilnehmerinnen wie Dozentinnen ­ die Erfahrung der Migration gemeinsam ist, und dies Nähe und Verbindung zwischen den Lehrenden und Lernenden Frauen schafft. In dieser Maßnahme werden die Kompetenzen von Migrantinnen berücksichtigt und es werden nicht permanent die Defizite betont.

Den Sprung in die Selbstständigkeit schaffen ca. 15 % der Absolventinnen. Aber vielen Frauen wird erst durch die Maßnahme klar, dass sie als Unternehmerinnen nicht geeignet sind; sie suchen daher nach anderen Wegen. Seien es Wege in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten oder in andere Qualifizierungen. Davon haben im Laufe der fast 20 Jahre 75 % profitiert.

Treff- und Informationsort TIO e. V.

Der Treff- und Informationsort TIO e. V. bietet modularisierte Qualifizierungs- sowie Beratungsangebote für Frauen mit Migrationshintergrund an. Überwiegend sind die Teilnehmerinnen älter als 25 Jahre. Diese Zielgruppe scheitert oft bereits an den fehlenden schulischen sowie sprachlichen Voraussetzungen für eine nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Die Teilnehmerinnen erhalten einen Berufsgrundbildungskurs, in dem neben grundsätzlichen Kenntnissen und Fähigkeiten für eine Erwerbstätigkeit in pflegerischen, sozialen und Dienstleistungsberufen ausreichende Deutschkenntnisse als Voraussetzung für das Nachholen einer Berufsausbildung vermittelt werden. Gleichzeitig wird eine Vorbereitung auf die Externenprüfung für den Haupt- bzw. Realschulabschluss unterstützt. TIO e. V. führt darüber hinaus die Maßnahme zur Interkulturellen Öffnung der Berliner Verwaltung für junge Migrantinnen mit dem Ziel eines nachhaltigen Beitrags zur interkulturellen Öffnung der Berliner Verwaltung durch.

Programm zur Berufsorientierung und Beratung für Frauen