Vorlage zur Kenntnisnahme Berliner Masterplan Qualifizierung. Der Senat von Berlin IntArbSoz II

16. Nur mit qualifizierten Arbeitskräften können Unternehmen innovative und konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen hervorbringen und zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand beitragen.

Die von den Ländern Berlin und Brandenburg in Auftrag gegebene „Gemeinsame Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg" aus dem Frühjahr 2010 zeigt vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen und des demografischen Wandels den zukünftigen Fachkräftebedarf in der Region auf. Bis zum Jahr 2030 kann dieser Prognose zufolge eine zusätzliche Nachfrage nach Fachkräften für rund 460 Tsd. Arbeitsplätze in der Region Berlin ­ Brandenburg entstehen (2015: für 273.000 Arbeitsplätze, 2020: für 362.000 Arbeitsplätze). Ein entsprechendes Angebot von Fachkräften muss dann den Unternehmen zur Verfügung stehen.

Mit dem Berliner Masterplan Qualifizierung haben die Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik unter der Federführung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales ein Maßnahmebündel entwickelt, das auf der Grundlage der Empfehlungen der Fachkräftestudie die Fachkräftesicherung im Bereich der beruflichen Bildung stärkt und voranbringt. Der Masterplan umfasst 24 Maßnahmen in den Handlungsfeldern duale Ausbildung, Übergang Schule ­ Beruf, berufliche Weiterbildung, hochschulische Weiterbildung für beruflich Qualifizierte, berufsbezogene Bildungsberatung und Wachstumsregion Flughafen Berlin-Brandenburg.

- 2 Kostenauswirkungen auf Privathaushalte und/oder Wirtschaftsunternehmen: Keine.

Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg:

Die Entwicklung des Masterplans Qualifizierung erfolgte in Abstimmung mit dem Land Brandenburg mit dem Ziel, auf dem Gebiet der beruflichen Bildung eine engere Zusammenarbeit zu erreichen. Es werden positive Auswirkungen erwartet. Insbesondere trifft das auf das Handlungsfeld Wachstumsregion Flughafen Berlin-Brandenburg zu. Sind hier die Interessen des Landes Brandenburgs betroffen, werden die entsprechend zuständigen Verwaltungen oder Partner über die Umsetzungen informiert bzw. einbezogen.

Auswirkungen auf den Haushaltsplan und die Finanzplanung:

a) Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben:

Die Finanzierung der Projekte/ Maßnahmen auf Landesebene erfolgt im Rahmen der im Bereich Arbeit/ Berufliche Bildung und Bildung, Wissenschaft und Forschung unter Berücksichtigung des Konsolidierungsbedarfs zur Verfügung stehenden Mittel.

b) Personalwirtschaftliche Auswirkungen:

Die Bearbeitung erfolgt im Rahmen der bestehenden personalwirtschaftlichen Möglichkeiten.

Berlin, den 05. April 2011

Der Senat von Berlin Klaus Wowereit. Carola Bluhm Regierender Bürgermeister Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales