Strom

Stadtentwicklungsplan Verkehr Seite 98 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ­ Abt. VII Abbildung 11: Szenarienvergleich: Ortsveränderungen 2025 nach Verkehrsmitteln Gegenüber dem Basis-Szenario ergeben sich in allen drei Szenarien weitere Abnahmen beim MIV und Zunahmen beim Umweltverbund. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Szenarien nur gering.

Hinter diesen Ergebnissen für die Gesamtstadt können jedoch erhebliche teilräumliche Unterschiede stehen.

Abbildung 12 zeigt die Verteilung der Kfz-Verkehrsbelastung im Netz (StEP-Szenario). Dabei ist besonders hervorzuheben, dass ­ gegenüber der Verteilung im Basis-Szenario ­ Rückgänge in der Innenstadt erzielt werden (Abbildung 13). Deutlich wird die weitergehende flächendeckende Entlastungswirkung, die auf die nicht-infrastrukturellen Maßnahmen (z.B. Parkraumbewirtschaftung) zurückgeführt werden kann. Ebenfalls erkennbar sind die teilräumlichen Entlastungswirkungen einzelner Maßnahmen und hier vor allem der TVO, die die einzige infrastrukturelle Veränderung zwischen Basis- und StEP-Szenario darstellt. Ihre Bündelungswirkung zeigt sich an den rot dargestellten Zunahmen, die mit den (blau dargestellten) Entlastungen im Umfeld korrespondieren. VII

Die Betrachtung des Aufkommens im ÖPNV (Abbildung 14) zeigt vor allem die Wirkung der bis 2025 als realistisch betrachteten Maßnahmen (Infrastrukturvorhaben des StEP Verkehr 2003 inkl. S21, U5, Straßenbahnstrecke Alexanderplatz ­ Kulturforum, Straßenbahnstrecke Nordbahnhof-HauptbahnhofTurmstraße). Auf den entsprechenden Relationen sind Fahrgastgewinne zu verzeichnen, allerdings ergeben sich diese eher aus Verlagerungen (vor allem vom Bus zu den attraktiveren Schienenverkehrsträgern) als aus der Neugewinnung von Fahrgästen.

Dies wird durch die Gegenüberstellung des StEP-Szenarios mit dem erweiterten ÖV-Szenario nochmals bestätigt (Abbildung 15). Hier führen die weiteren Infrastrukturmaßnahmen (u.a. die Verlängerung der Straßenbahn nach Steglitz) ebenfalls zu einer Verlagerung der Nachfrageströme auf die neuen Angebote, insgesamt bleibt die Nachfrage jedoch im Wesentlichen konstant. Anhand des Eckwertes ÖV-Anteil am Modal Split zwischen Basis- und StEP-Szenario lässt sich zudem nachweisen, dass Maßnahmen, die auf eine Beschleunigung der Oberflächenverkehre sowie die Verbesserung der Umsteigebeziehungen zielen, in der Überlagerung aller Maßnahmen deutlich effektiver sind. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass infrastrukturelle Einzelmaßnahmen keinen Nutzen haben. Diese liegen jedoch stärker in der Attraktivitätssteigerung des Gesamtnetzes, in Komforterhöhungen und Zeitgewinnen des ÖV insgesamt als in einer starken Zunahme der Fahrgäste.