Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm

Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes berücksichtigen.

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, bei der Entwicklung des Tempelhofer Feldes

- an das Konzentrationslager im Columbia-Haus, eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager in Berlin,

- die Zwangsarbeiterlager für die Rüstungsproduktion,

- die Nutzung des bei Kriegsbeginn fast fertiggestellten Flughafenbaus als Fliegerhorst der Luftwaffe durch die Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes am Columbiadamm dauerhaft zu erinnern und diese Aspekte angemessen in das Gesamtkonzept zur Darstellung der historischen Entwicklung des Tempelhofer Feldes einzubeziehen.

Begründung:

Im Konzentrationslager Columbia-Haus waren zwischen 1933 und 1936 mehr als 8.000 Häftlinge, vor allem politische Gegnerinnen und Gegner des NSSystems inhaftiert. Das Columbia-Haus war auch Zentrum der Homosexuellenverfolgung in Berlin. Die späteren Kommandanten der Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald, Flossenbürg, Lublin-Majdanek, Ravensbrück, Riga und Sachsenhausen taten hier mitten in Berlin Dienst.