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Dritter Berliner Innovationsbericht 2 ­ 1BWeiterentwicklung der Berliner Innovationsstrategie in Zusammenarbeit mit Brandenburg dellregion Elektromobilität eingereicht, die im Juni 2009 vom Bundesverkehrsministerium neben sieben anderen Anträgen zur Umsetzung ausgewählt wurde.

Seither laufen die Vorbereitungen für den Start erster Module (Teilprojekte), die zum Ziel haben, integrierte Konzepte für den Einsatz von elektrisch betriebenen Fahrzeugen zu planen und zu erproben ­ einschließlich der dahinter stehenden Geschäftsmodelle, dem Zusammenspiel zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur und der Einpassung in die verkehrspolitischen Leitbilder der Länder/Kommunen. Das Teilvorhaben „BeMobility" unter Leitung von DB Rent ist Ende 2009 gestartet; das Projekt e-Mobility Berlin (RWE/Daimler) wurde Anfang 2010 in die Modellregion integriert. Teilprojekte zum Themenfeld E-City-Logistik begannen in der zweiten Jahreshälfte 2010. Weitere Praxisvorhaben im Kontext neuer Mobilitätsangebote ­ z. B. Verknüpfung mit Wohnungsdienstleistungen - sollen im Frühjahr 2011 in die Umsetzung gehen.

Als regionale Projektleitstelle der Modellregion Berlin-Potsdam fungiert TSB-FAV mit Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und vorgesehener Kofinanzierung beider Länder.

In Erweiterung dieses Ansatzes hat der Regierende Bürgermeister der Bundeskanzlerin anlässlich des Spitzentreffens der „Nationalen Plattform Elektromobilität" Anfang Mai 2010 das Konzept „Berlin ­ Modellstadt für Elektromobilität in Europa" übermittelt. Inzwischen ist die Agentur eMO errichtet worden, die die Koordinierung und weitere Strategiefindung im Bereich der Elektromobilität sicherstellen wird.

Perspektiven

Das Zukunftsfeld Verkehrssystemtechnik repräsentiert den innovativen und wachstumsorientierten Kern des in Entwicklung befindlichen Clusters Verkehr, Mobilität und Logistik in Berlin-Brandenburg. Es versteht sich als Kristallisationspunkt für die weitere strategische Entwicklung von Verkehr und Mobilität in einem breiteren Kontext regionaler Wertschöpfung, die das erste Halbjahr 2011 prägt. „Verkehr, Mobilität und Logistik" erfüllt die Kriterien eines Clusters im Sinne der innovationspolitischen Definition, insbesondere gekennzeichnet durch

· kritische Anzahl von Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen in räumlicher Nähe zueinander,

· überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven,

· überregionale, internationale Ausrichtung auf Wachstumsmärkte,

· Synergieeffekte aus Kooperationen, die inhaltliche und räumliche Nähe nutzen.

Der Entwicklungsprozess der nächsten Monate konzentriert sich auf die Umsetzung des Clusters Verkehr, Mobilität und Logistik, wozu einerseits die Schärfung der strategischen Klarheit und der inhaltlichen Stoßrichtungen und andererseits der Aufbau einer geeigneten Cluster-Managementstruktur zählen. Die Umsetzung soll im Jahr 2011 erfolgen.

Den gesamtstrategischen Ansatz der Clusterentwicklung unterfütternd, verfolgen die Handlungsfelder spezifische Zielsetzungen, die den individuellen Bedingungen in den (Teil-) BranDritter Berliner Innovationsbericht

Die Zukunftsfeldstrategie benennt die Maßnahmen, die der jeweiligen Zielerreichung dienen. Die derzeit im Vordergrund stehenden Ziele in den Handlungsfeldern seien an dieser Stelle noch einmal hervorgehoben:

· Berlin-Brandenburg unter den drei führenden Bahntechnikregionen Europas,

· Europas modernstes Verkehrsmanagement,

· Berlin-Brandenburg ­ Deutschlands führende Modellregion für intermodale Mobilität,

· Berlin: Testfeld stärkt Entwicklungskompetenz für zukünftige Antriebstechnik,

· Berlin-Brandenburg etabliert auf Platz 3 der deutschen Luftfahrtregionen,

· Berlin-Brandenburg europaweit führend im Kleinsatellitensektor.

3 Verbesserung der Attraktivität der Berliner Wissenschaft

Innovation ermöglichen Wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung sind entscheidende Triebkräfte des Berliner Innovationssystems. Die Steigerung der Attraktivität und Qualität der Berliner Wissenschaft trägt wesentlich zur Stärkung des Berliner Innovationsgeschehens bei und eröffnet der Industrie Optionen für Wissenszuwachs und Wertschöpfung. Die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre an den Berliner Hochschulen wurden in den letzten Jahren durch den landeseigenen Masterplan, den bundesweiten Hochschulpakt 2020 und die Umsetzung der Exzellenzinitiative entscheidend verbessert.

Der Prognos Zukunftsatlas Branchen 2009 stellt umfassend dar, dass vornehmlich solche Branchen sehr gute Zukunftsaussichten aufweisen, die durch eine hohe Integration in den Weltmarkt gekennzeichnet sind, industrierelevante Querschnittstechnologien anbieten und durch Forschung und Entwicklung in hohem Ausmaß Produkt- und Prozessinnovationen generieren. Es wurden sieben Zukunftsfelder identifiziert, die eine hohe Bedeutung für die deutsche Wirtschaft aufweisen und langfristig an Relevanz und Wirtschaftskraft gewinnen werden. Tendenziell verfügen Großstädte über eine stärker diversifizierte Struktur, die sie weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen machen. In der bundesweiten Analyse der Regionen kommt Berlin dabei auf einen herausragenden zweiten Platz. Zur Stabilisierung und Ausbau dieser Position setzt der Senat weiterhin auf einen qualitativ orientierten Ausbau der Hochschulen, stabile soziale Rahmenbedingungen des Studiums und eine hohe Durchlässigkeit im Bildungswesen.

Berliner Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft!"

Der Masterplan „Wissen schafft Berlins Zukunft!" wurde im Sommer 2007 gemeinsam vom Regierenden Bürgermeister und vom Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Masterplan wird die Hauptstadt zu einem führenden Wissenschaftsstandort in Deutschland ausgebaut ­ es wird in Berlin mehr Studienplätze und eine stärkere Spitzenforschung geben. Bis 2011 stehen für Lehre und Forschung 185 Mio. zusätzlich zur Verfügung.

Die für den Zeitraum 2010 bis 2013 abgeschlossenen Hochschulverträge sichern den Aufbau von bis zu 6.000 zusätzlichen Plätzen für Studienanfängerinnen und -anfänger zu. Parallel dazu verpflichten sich die Hochschulen zu Maßnahmen, die den Studienerfolg verbessern und das Potenzial an Studierwilligen besser ausschöpfen. Mit der Einrichtung von mehr berufsbegleitenden und weiterbildenden Studienangeboten werden insbesondere beruflich Qualifizierte ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung angesprochen. Doch auch für Schulabgängerinnen und -abgänger aus bildungsfernen Elternhäusern und Familien mit Migrationshintergrund werden die Beratungsangebote zielgerichtet ausgebaut.

Ausbildungsinitiative

Im Rahmen der Ausbildungsoffensive werden ­ anknüpfend an den von Bund und Ländern geschlossenen Hochschulpakt 2020 ­ zusätzliche Plätze für Studienanfängerinnen und