Im Zentrum der Umsetzungsvorschläge steht ein Maßnahmekonzept zu den folgenden

Stadt, orientiert an den Prognosen für den demografischen Wandel und den Klimawandel.

Im Zentrum der Umsetzungsvorschläge steht ein Maßnahmekonzept zu den folgenden Einzelaspekten.

1. Grünanlagensanierung

Die zukunftsorientierte Neuausrichtung vorhandener Grünflächen bildet einen Schwerpunkt der Strategie Stadtlandschaft. Dabei geht es um die Sanierung und Profilierung bestehender öffentlicher Grünanlagen, damit diese Flächen für die Zukunftsaufgaben wie den Klimawandel, den demografischen Wandel und die vielfältigen Lebensansprüche der Stadtgesellschaft gerüstet sind.

Gute Beispiele mit Vorbildcharakter und besonderem Innovationsgehalt sollen entwickelt und gefördert werden. Als Grundlage ist die Erarbeitung von Freiraumkonzepten sinnvoll, die auf bezirklicher Ebene erstellt werden können.

2. Stadtbäume Bäume in der Stadt haben vielfältige Funktionen. Sie prägen maßgeblich die Gestaltung der Berliner Straßenräume und Parkanlagen, durch ihre grünen Schattendächer wird die Nutzung der Straßenräume auch im Klimawandel gewährleistet.

Vorrangig ist die Sicherung der Qualität des vorhandenen Straßenbaumbestandes, die nachhaltige Pflege muss deshalb integraler Bestandteil künftiger Maßnahmen sein. Daneben stellt die kontinuierliche Nachpflanzung abgängiger Straßenbäume und damit in gewissem Umfang die Steigerung der Quantität eine wichtige Aufgabe dar. Hier sollten auch neue Formen der Einbeziehung bürgerschaftlichen Engagements entwickelt und dauerhaft genutzt werden.

3. Mischwaldentwicklung

Eine Jahrhundertaufgabe ist unter besonderer Berücksichtigung der Klimaprognosen die Umgestaltung der instabilen Kiefernwaldbestände zu naturnahen Mischwäldern.

Die naturnahe Waldbewirtschaftung der Berliner Forsten wird weitergeführt. Der Waldumbau muss aber als Investition in die Zukunft und für die nachfolgenden Generationen zeitlich forciert werden. Dabei bedarf es der Verjüngung mit Laubbaumarten und Stabilisierung des Waldes auf ca. 50 % der Gesamtwaldfläche.

Die Mischwaldentwicklung soll in zwei Richtungen wirken: Die Sicherung des Waldes als Erholungs-, Natur- und Erlebnisraum im Sinne der Urbanen Natur und die Qualifizierung des Waldes im Sinne der Klimavorsorge und nachhaltigen Trinkwasserversorgung der Stadt.

4. Hofbegrünung Grüne Höfe, Fassaden und Dächer tragen zur klimatischen Verbesserung der verdichteten Innenstadt bei. Bestehende Initiativen sollten weiter unterstützt, Beratung, Information und Vernetzung gestärkt werden. Im Fokus stehen vor allem Siedlungsräume, für die der StEP Klima prioritäre Handlungsräume zur Verbesserung der bioklimatischen Situation darstellt.

5. Organisationsplattform Produktive Landschaft

Um für unterschiedliche Akteure freiraumbezogener Nutzungen ansprechbare Strukturen zu schaffen sowie Flächen und Akteure stadtweit zusammenzuführen, ist der Aufbau einer Organisationsplattform sinnvoll. Anhand einzelner Modellprojekte sollten Erfahrungen am Objekt und im Prozess gesammelt werden. Das Tempelhofer Feld bietet hierfür bereits heute ein geeignetes räumliches Experimentierfeld.

6. „Stadt der schönen Wege" Ziel ist die Vernetzung von Landschaftsräumen durch Wege im Grünen. Die Ergänzung des Grünverbindungsnetzes mit den „20 grünen Hauptwegen" und die Qualifizierung der großen Magistralen im Sinne des Leitbildthemas "Schöne Stadt" leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

7. Stadtnatur

Die Sicherung und Verbesserung der Erlebbarkeit naturnaher Freiflächen sind Kernziele der Strategie Stadtlandschaft. Aktuelle Themen wie Gesundheit und Bewegung sowie Natura 2000 erfordern neben den laufenden Natur- und Landschaftsschutzaufgaben eine Naturaktivierung und Stärkung der biologischen Vielfalt. Durch Öffentlichkeitsarbeit, wie zum Beispiel den „Langen Tag der StadtNatur" und den Berliner Umweltkalender wird sichergestellt, dass sich die Stadtgesellschaft umfassend über die Bereiche informieren kann.

Die Modernisierung der Schutzgebietsverordnungen im Sinne des Leitbildthemas „Urbane Natur" durch das Ermöglichen neuer, verträglicher Erholungsnutzungen, ist eine weitere Aufgabe im Rahmen dieses Themenfeldes.

Referenzprojekte - 2017

Mit Referenzprojekten kann die Strategie Stadtlandschaft auf die Umsetzungsebene heruntergebrochen werden. Die Leitbildthemen werden konkret. Sie sollen Erfahrungen ermöglichen, die hilfreich sind, um weitere Projekte im Sinne der Strategie anzustoßen und zu schärfen.

Die vorgeschlagenen Referenzprojekte sind Anregungen und sollen im weiteren Prozess weiterentwickelt werden. Grundlage sind Projekte, deren Realisierung bereits geplant und deren Finanzierung gesichert ist (z.B. Tempelhofer Freiheit/Tempelhofer Feld, Erweiterung Mauerpark, Beweidungsprojekt Hobrechtsfelde). Bezug zum Stadtentwicklungsplan (StEP) Klima

Der Stadtentwicklungsplan Klima mit einer zeitlichen Projektionsebene auf das Jahr 2050, stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels und betrachtet vor allem die Fragen der Anpassung an den Klimawandel (Adaptation). Damit greifen der StEP Klima und die Strategie Stadtlandschaft ineinander. Die Strategie Stadtlandschaft schließt weitere gesellschaftliche Herausforderungen und soziale Zukunftstrends in die Betrachtung ein.

Die Strategie Stadtlandschaft Berlin ­ natürlich.urban.produktiv ist als Anlage beigefügt

Kostenauswirkungen auf Privathaushalte und / oder Wirtschaftsunternehmen keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg

Die Ziele und Maßnahmen der Strategie Stadtlandschaft fügen sich in gemeinsame Themen der Länder Berlin und Brandenburg, wie zum Beispiel die Entwicklung der Kiefernforsten zu Mischwäldern und die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ein und wirken sich insgesamt positiv auf die Attraktivität der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg aus.

Auswirkungen auf den Haushaltsplan und die Finanzplanung

a) Auswirkungen auf Einnahmen und Ausgaben:

Die Maßnahmen können nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten künftiger Haushaltspläne umgesetzt werden und stehen insofern und hinsichtlich der zeitlich geplanten Realisierung unter einem Finanzierungsvorbehalt.

b) Personalwirtschaftliche Auswirkungen:

Es ergeben sich keine unmittelbaren Auswirkungen.