Die Luftschadstoffbelastung wird sich durch die Änderung der Bebauungsstruktur partiell verändern

Die Grenzwerte sind in der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (22. BImSchV) sowie in der technischen Anleitung Luft (TA Luft) festgeschrieben.

Die Luftschadstoffbelastung wird sich durch die Änderung der Bebauungsstruktur partiell verändern. Eine gutachterliche Beurteilung wurde durchgeführt, die Ergebnisse sind in den Umweltbericht eingeflossen.

Baumschutzverordnung

Wegen ihrer Bedeutung für die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes bestimmt die Baumschutzverordnung, dass die gemäß § 2 BaumSchVO geschützten Bäume erhalten und gepflegt werden müssen. Sie dürfen nicht ohne Genehmigung beseitigt oder in ihrem Weiterbestand beeinträchtigt werden. Gemäß § 3 Abs. 3 BaumSchVO ist bei der Planung und Durchführung von Vorhaben und Maßnahmen vom Vorhabenträger sicherzustellen, dass vermeidbare Beeinträchtigungen der geschützten Bäume unterbleiben.

Im Plangebiet sind 25 schutzwürdige Bäume vorhanden. 16 dieser Bäume befinden sich auf überbaubaren bzw. unterbaubaren Kerngebietsflächen und können nicht erhalten werden.

Beschreibung und Bewertung der Umweltauswirkungen

Bestandsaufnahme Schutzgut Mensch

Im Plangebiet und unmittelbar angrenzend auf der Ostseite der Friedrichstraße existiert keine Wohnnutzung. Kontinuierlich genutzte Arbeitsstätten sind im Gebiet ebenfalls nicht vorhanden.

Die Beeinträchtigung von Menschen in Wohn- und Arbeitsstätten ist somit ausgeschlossen, Defizite hinsichtlich der Versorgung der Nutzer und Nutzerinnen des Plangebietes mit wohnungs- und siedlungsnahen Grünflächen bestehen nicht.

Schutzgut Tiere und Pflanzen Arten und Biotope

Bei der Fläche handelt es sich um einen städtisch genutzten Raum mit einem hohen Anteil von versiegelten Flächen. Diese werden von Straßen, Gehwegen sowie Erschließungswegen und einem Parkplatz geprägt.

Von ca. 12.000 m² der Gesamtfläche sind nur ca. 2.000 m² nicht versiegelt und können den gärtnerisch geprägten „Grün- und Freiflächen", den „Staudenfluren und Rasengesellschaften" sowie den „anthropogenen Rohbodenstandorten und Ruderalfluren" zugeordnet werden.

Die Straßen und Verkehrsflächen sind bis auf wenige Ausnahmen vollständig durch Platten und Pflasterbelege versiegelt.

Bemerkenswert ist der Baumbestand auf der Fläche. Dieser setzt sich überwiegend aus Linden, einigen Pappeln und einer Zierkirschen-Allee an der Friedrichstraße zusammen.

Flächige Vegetationsstrukturen

Am 20.02.2006 ist die Biotop- und Vegetationsausstattung des Untersuchungsraumes kartiert worden. Dabei wurden folgende Biotoptypen ­ unversiegelt ­ festgestellt (im Plan 1 farbig gekennzeichnet):

· Vegetationsfreie und -arme Flächen (Rs(v)): Die Flächen befinden sich am Parkplatz angrenzend unter Bäumen. Aufgrund der hohen Verschattung, einer dichten Laubschicht und der hohen Verdichtung enthält dieser Bereich keinerlei Vegetation.

· Artenarmer Zierrasen mit locker stehenden Gehölzen (GZAG): In den gärtnerisch gestalteten Grünfläche des Tränenpalastes ist die Rasenfläche in Folge intensiver Pflege als artenarm einzustufen. Einige immergrüne Gehölze, wie Rhododendron und Eiben befinden sich vereinzelt in der Rasenfläche.

· Trittrasen, ruderalisiert (GL(r)): Auf verdichteten Böden regelmäßig betretener Flächen entwickeln sich Gesellschaften aus trittresistenten Pflanzen. Trittbelastung vertragen z. B. Vogelknöterich (Polygonum aviculare), Breit-Wegerich (Plantago major), aber auch rasenartige Flächen, die durch das deutsche Weidelgras (Lolium perenne) dominiert werden. Diese Flächen befinden sich um den Flachbau im Norden des Untersuchungsgebietes. An weniger genutzten Flächen bilden sich Hochstauden wie Beifuß (Artemisia vulgaris) und Goldrute (Solidago canadensis).

· Anpflanzung Strauchpflanzung und Hecke (PHS und PHH): Auf dem Gelände des Tränenpalastes wurden entlang dem Zaun Sträucher gepflanzt, die sich überwiegend aus Rhododendron und Kirschlorbeer zusammensetzen. Der rückseitige gärtnerisch genutzte Bereich des Tränenpalastes wird durch eine ca. einen halben Meter hohe Buchsbaumhecke umgrenzt.

· Wege, unbefestigt (OVWO): In dieser Kategorie wurden Flächen erfasst, die aufgrund hoher Trittbelastung ohne Vegetation sind. Flächen dieser Art befinden sich östlich des Einganges zur S-Bahn Friedrichstraße sowie im Bereich der Obstbaumallee entlang des Hochbeetes an der Friedrichstraße.

Darüber hinaus kommen im Untersuchungsgebiet folgende Biotoptypen ­ versiegelt ­ vor:

· Straße mit Asphalt und Betondecke (OVSB): Die Straßenflächen am S-Bahnhof Friedrichstraße, das Reichstagufer sowie die Friedrichstraße sind in üblicher Berliner Weise mit Betonsteinplatten, Mosaikseitenstreifen der Gehwege und Asphalt- und Betondecke der Straßenflächen ausgestattet. Sie gelten als vollständig versiegelt.

· Weg, versiegelt (OVWV): Die Verbindungswege innerhalb des Plangebietes sind mit Betonplatten versehen und gelten als vollständig versiegelt.

· Parkplätze, versiegelt (OVPV): Ebenso als vollständig versiegelt gilt der Parkplatz mit Betonpflastersteinen.

Alle unbefestigten Flächen im Plangebiet sind als geringwertig für Natur und Landschaft einzustufen. Aufgrund des starken anthropogenen Einflusses können sich nur sehr artenarme Vegetationsflächen entwickeln, die von Pflanzenarten besiedelt werden, die im städtischen Raum sehr häufig auftreten. Auch in den gärtnerisch genutzten Flächen überwiegen nicht autochthone Pflanzen. Das wertgebende Kriterium liegt vor allem in der Eignung als Versickerungsfläche für Niederschläge.

Die befestigten Flächen sind ohne Bedeutung für Natur und Landschaft.