Dem Unterricht liegen die Rahmenlehrpläne der Schulaufsichtsbehörde zugrunde

Im fachrichtungsübergreifenden und fachrichtungsbezogenen Unterricht können Projekte durchgeführt werden, die den Studierenden ermöglichen, sich durch anwendungsbezogenes Lernen auf ihre künftige berufliche Tätigkeit vorzubereiten.

(4) Dem Unterricht liegen die Rahmenlehrpläne der Schulaufsichtsbehörde zugrunde. Unterricht in geteilten Gruppen ist nach Maßgabe der Stundentafeln möglich.

§ 12:

Profilunterricht an der Fachschule für Heilerziehungspflege

Der im Teilzeitstudium durchzuführende Profilunterricht dient der Verstärkung des fachrichtungsbezogenen Unterrichts. Die Fachschule wählt die Lernfelder aus und entscheidet über die Aufteilung des in Anlage 1.2 genannten Gesamtstundenvolumens. Auf dem Zeugnis werden keine gesonderten Noten für den Profilunterricht ausgewiesen, die Leistungsbewertung ist Bestandteil des jeweiligen Lernfeldes.

§ 13:

Wahlunterricht an der Fachschule für Familienpflege:

(1) Das Fach Englisch wird grundsätzlich als fakultativer Wahlunterricht angeboten. Abweichend davon sind Studierende, die den mittleren Schulabschluss erwerben möchten und im Abschlussverfahren die Prüfung im Fremdsprachenfach Englisch ablegen, zur Teilnahme am Wahlunterricht im ersten und zweiten Semester verpflichtet. Die Noten des Wahlunterrichts sind auf den Semesterzeugnissen auszuweisen, sie bleiben bei den Versetzungsentscheidungen außer Betracht.

(2) Wer bis zum Ende des Studiums am Wahlunterricht teilnimmt, erhält eine Endnote, die auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen wird. Für die Bildung der Endnote gelten die Regelungen des § 30 Abs. 3 Satz 4 in Verbindung mit § 30 Abs. 2. Die Endnote des Wahlunterrichts bleibt bei der Entscheidung über den Fachschulabschluss außer Betracht.

(3) Absatz 1 und 2 berühren nicht die Pflicht zur Teilnahme am Zusatzunterricht für den Erwerb der Fachhochschulreife (§ 71). Kapitel 5

Lernerfolgskontrollen, Versetzung, Zeugnisse

§ 14:

Lernerfolgskontrollen:

(1) Lernerfolgskontrollen können mündlich und in Schriftform durchgeführt werden. Schriftliche Lernerfolgskontrollen sind Klausuren (Absatz 2 bis 4) und sonstige schriftliche Leistungsnachweise. Als Lernerfolgskontrollen kommen darüber hinaus Projektarbeiten und deren Präsentation (Absatz 5) sowie Hausaufgaben (Absatz 6) und andere geeignete Formen der Leistungsüberprüfung, auch praktische Leistungen, in Betracht. Die Mindestanzahl der an der Fachschule für Heilerziehungspflege durchzuführenden Lernerfolgskontrollen ist in den Anlagen 2.1 (Vollzeitstudium) und 2.2 (Teilzeitstudium) festgesetzt. An der Fachschule für Familienpflege sind in je Semester und Unterrichtsfach mindestens zwei Klausuren zu schreiben.

(2) Klausuren überprüfen fach- oder lernfeldbezogen den Stand der Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung der Studierenden im jeweiligen Ausbildungsabschnitt. Die Termine der Klausuren sind spätestens eine Woche vor deren Durchführung bekannt zu geben. Dabei sollen Hinweise auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit gegeben werden. An einem Unterrichtstag darf nur eine Klausur geschrieben werden.

(3) Die Ergebnisse der Klausuren sind der Schulleiterin oder dem Schulleiter mitzuteilen. Ist das Ergebnis bei mehr als einem Drittel der Arbeiten schlechter als „ausreichend", kann die Schulleiterin oder der Schulleiter im begründeten Fall und nach Anhörung der Semesterkonferenz festlegen, dass die Arbeit nicht gewertet und stattdessen eine neue Klausur geschrieben wird. Die Entscheidungsgründe sind schriftlich festzuhalten.

(4) Für versäumte Klausuren ist außer in den Fällen des § 15 Abs. 3 Satz 1 jeweils ein Nachschreibtermin anzusetzen.

(5) Projektarbeiten sind als Einzel- oder Gruppenarbeit erstellte Projektberichte oder praktische Projektergebnisse. Die am Projekt Beteiligten sollen die Projektarbeit im Unterricht prä24 sentieren. Die betreuenden Lehrkräfte haben darauf hinzuwirken, dass die Projektarbeit und die Präsentation die individuellen Anteile aller Beteiligten erkennen lassen. In Fällen fächerübergreifender Projekte sind die Leistungen fachbezogen zu bewerten.

(6) Schriftliche und mündliche Hausaufgaben unterstützen und vertiefen die schulischen Lernprozesse. Sie dienen der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Auf der Grundlage des Beschlusses der Schulkonferenz über den Umfang und die Verteilung der Hausaufgaben entscheidet die Semesterkonferenz insbesondere über zeitliche Vorgaben sowie über die Richtlinien für Kontrolle und Auswertung.

§ 15:

Leistungsbewertung:

(1) Leistungen werden durch Noten gemäß § 58 Abs. 3 Satz 2 des Schulgesetzes bewertet.

(2) Kann eine Studierende oder ein Studierender die geforderte Leistung aus nicht selbst zu vertretenden Gründen nicht erbringen, so ist anstelle einer Note der Vermerk „o. B." (ohne Bewertung) auszuweisen.

(3) In Fällen

1. der Leistungsverweigerung sowie

2. der Täuschung oder des Täuschungsversuches ist die Note „ungenügend" zu erteilen. Eine Leistungsverweigerung liegt auch vor, wenn sich die oder der Studierende durch unentschuldigtes Fernbleiben der Leistungsüberprüfung entzieht. Unleserliche Teile einer Arbeit gelten als nicht erbrachte Teilleistung.

§ 16:

Korrektur und Rückgabe schriftlicher Lernerfolgskontrollen:

(1) Korrekturen müssen nachvollziehbar sein. Vorzüge sowie Fehler und andere Beanstandungen sind zu kennzeichnen und durch Randnotizen zu erläutern; das Gewicht für die Bewertung ist auf den Arbeiten zu vermerken. Darüber hinaus müssen Mängel der sprachlichen Richtigkeit und äußeren Form gekennzeichnet und bei der Bewertung berücksichtigt werden; Näheres hierzu legt die Gesamtkonferenz der Lehrkräfte fest.