Pflege

Stellt sich während der Prüfung heraus, dass weitere Hilfen unentbehrlich sind, darf eine sachkundige Lehrkraft die erforderlichen Hilfen geben; hierüber ist im Protokoll ein Vermerk aufzunehmen.

(3) Die Prüfungsarbeiten sind spätestens mit Ablauf der zugelassenen Arbeitszeit zusammen mit allen Entwürfen und Aufzeichnungen sowie sämtlichen zur Verfügung gestellten Unterlagen und Hilfsmitteln abzugeben.

§ 43

Bewertung:

(1) Die Prüfungsarbeiten sind in der Regel binnen vierzehn Tagen unter Hinzuziehung der Entwürfe von der Lehrkraft zu bewerten, die die Prüflinge im betreffenden Unterrichtsfach oder Lernfeld zuletzt unterrichtet hatte. Im Verhinderungsfall ist diese Aufgabe einer anderen geeigneten Lehrkraft zu übertragen. Die Beauftragung der für die Bewertung zuständigen Lehrkräfte erfolgt durch die oder den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters.

(2) Durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ist eine weitere sachkundige und von der Schulleiterin oder dem Schulleiter vorzuschlagende Lehrkraft mit der Bewertung der Prüfungsarbeiten zu beauftragen,

1. in Fällen, in denen das Bewertungsergebnis einer Prüfungsarbeit schlechter als „ausreichend" lautet oder

2. wenn dies aufgrund besonderer Umstände zur Wahrung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe dringend geboten erscheint.

(3) Die Prüfungsnoten setzt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den für die Bewertung zuständigen Lehrkräften fest.

(4) Die Noten der schriftlichen Prüfungen sind den Prüflingen spätestens zwei Unterrichtstage vor Durchführung der Vorkonferenz zu den mündlichen Prüfungen bekannt zu geben.

(2) Wird die Wahlpflichtprüfung als mündliche Prüfung durchgeführt, sind die §§ 48 und 49 entsprechend anzuwenden, wird sie als schriftliche Prüfung durchgeführt, sind die §§ 41 bis 43 entsprechend anzuwenden.

Kapitel 5

Mündliche Prüfungen § 45

Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme an den mündlichen Prüfungen setzt voraus, dass

1. in keinem Fach oder Lernfeld der schriftlichen Prüfungen die Vornote und die Prüfungsnote schlechter als „ausreichend" lauten und

2. an der Fachschule für Heilerziehungspflege darüber hinaus im Lernfeld der Wahlpflichtprüfung die Vornote und die Prüfungsnote nicht schlechter als „ausreichend" lauten.

Wird eine der Voraussetzungen nicht erfüllt, ist die Fachschulprüfung nicht bestanden. Das Nichtbestehen ist dem Prüfling umgehend bekannt zu geben.

§ 46

Wahl von Prüfungen

Die Prüflinge können Anträge auf mündliche Prüfungen in von ihnen gewählten Unterrichtsfächern und Lernfeldern stellen. Die Anträge bedürfen der Schriftform und sind spätestens am letzten Unterrichtstag vor Durchführung der Vorkonferenz zu den mündlichen Prüfungen bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter einzureichen. Über die Anträge entscheidet die Vorkonferenz gemäß § 47 Abs. 2 Nr. 2.

§ 47

Vorkonferenz:

(1) Rechtzeitig vor Beginn der mündlichen Prüfungen ist vom Prüfungsausschuss die Vorkonferenz zu den mündlichen Prüfungen durchzuführen. Abweichend von § 31 Abs. 1 obliegt der Vorsitz der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Die Vorkonferenz entscheidet

1. über die Teilnahme an den mündlichen Prüfungen und

2. in welchem Unterrichtsfach oder Lernfeld ein Prüfling mündlich zu prüfen ist.

(2) Die Entscheidungen nach Absatz 1 Satz 3 Nr. 2 sind unter Beachtung folgender Maßgaben zu treffen:

1. Eine mündliche Prüfung muss in Unterrichtsfächern und Lernfeldern stattfinden, in denen

a) der Unterschied zwischen der Vornote und der Note der schriftlichen Prüfung größer als zwei Notenstufen ist oder

b) in einem Semester keine Semesterendnote vergeben werden konnte oder

c) aus anderen Gründen eine Prüfung für die abschließende Beurteilung erforderlich ist.

2. Anträgen nach § 46 ist für mindestens eine mündliche Prüfung zu entsprechen, es sei denn, der Prüfling wurde in dem betreffenden Fach oder Lernfeld bereits geprüft (schriftliche Prüfung oder Wahlpflichtprüfung) und die Vornote und die Prüfungsnote stimmen überein.