Die Anmeldung zur Prüfung ist schriftlich innerhalb der Anmeldefrist beim Pflanzenschutzamt Berlin einzureichen

§ 7

Vorbereitung der Prüfung:

(1) Das Pflanzenschutzamt Berlin führt die Geschäfte des Prüfungsausschusses, bestimmt Ort und Zeitpunkt der Prüfung und die Anmeldefrist und gibt dies mindestens zwei Monate vorher auf den Internetseiten des Pflanzenschutzamtes Berlin bekannt.

(2) Die Anmeldung zur Prüfung ist schriftlich innerhalb der Anmeldefrist beim Pflanzenschutzamt Berlin einzureichen. § 4 findet entsprechende Anwendung.

§ 8:

Durchführung der Prüfung:

(1) Der Prüfungsausschuss beschließt die Prüfungsaufgaben auf der Grundlage der §§ 2 und 3 der Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung.

(2) Die Prüfung wird unter Leitung des oder der Vorsitzenden vom Prüfungsausschuss abgenommen. Für den schriftlichen Prüfungsteil regelt das Pflanzenschutzamt Berlin im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss die Aufsichtsführung, die sicherstellen soll, dass der Prüfling selbständig und nur mit den erlaubten Arbeits- und Hilfsmitteln arbeitet.

(3) Der schriftliche Prüfungsteil soll nicht länger als 60 Minuten dauern.

Der mündliche Prüfungsteil und die fachpraktische Prüfung sollen jeweils nicht länger als 30 Minuten dauern.

(4) Die Prüfung einschließlich der Beratung und der Beschlüsse über das Prüfungsergebnis ist nicht öffentlich. Vertreter und Vertreterinnen der für den Pflanzenschutz zuständigen Senatsverwaltung können anwesend sein.

(5) Der Prüfling hat sich vor Beginn der Prüfung auszuweisen. Kann er sich nicht ausweisen, wird er zur Prüfung nicht zugelassen. Die Prüflinge sind vor Beginn des mündlichen und schriftlichen Prüfungsteils und der fachpraktischen Prüfung über den Prüfungsverlauf, die zur Verfügung stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel und die Folgen von Täuschungshandlungen zu belehren.

(6) Einem Prüfling, der sich einer Täuschungshandlung schuldig macht, kann die Aufsicht die weitere Teilnahme an der Prüfung unter Vorbehalt gestatten. Bei einer erheblichen Störung des Prüfungsablaufs kann die Aufsicht den Prüfling von der weiteren Teilnahme an der Prüfung vorläufig ausschließen. Über den endgültigen Ausschluss und die Folgen entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhörung des Prüflings.

(7) Über die Feststellung der Identität der Prüflinge, den wesentlichen Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse ist eine Niederschrift zu fertigen und von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.

§ 9:

Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung der Prüfungsergebnisse:

(1) Im schriftlichen und im mündlichen Prüfungsteil und in der fachpraktischen Prüfung sind jeweils maximal 50 Punkte zu erreichen. Der schriftliche Prüfungsteil wird durch ein Mitglied des Prüfungsausschusses bewertet. Der mündlich Prüfungsteil und die fachpraktische Prüfung werden durch den Prüfungsausschuss bewertet. Der Prüfungsausschuss stellt die Ergebnisse der Prüfungsleistungen zusammen und setzt das Gesamtergebnis fest.

(2) Die Prüfung zum Sachkundenachweis für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln und für die Beratung über deren Anwendung im Sinne von § 22 des Pflanzenschutzgesetzes ist bestanden, wenn im schriftlichen und im mündlichen Prüfungsteil jeweils mindestens 35 Punkte erreicht worden sind.

(3) Die Prüfung zum Sachkundenachweis für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Sinne von § 10 des Pflanzenschutzgesetzes ist bestanden, wenn im schriftlichen Prüfungsteil, im mündlichen Prüfungsteil und in der fachpraktischen Prüfung jeweils mindestens 35 Punkte erreicht worden sind.

(4) Die Ergebnisse des schriftlichen und mündlichen Prüfungsteils und der fachpraktischen Prüfung sind dem Prüfling unmittelbar nach Abschluss der Prüfung bekanntzugeben. Auf Verlangen sind dem Prüfling die Mängel seiner Leistungen zu eröffnen.

§ 10:

Zeugnis:

(1) Das Pflanzenschutzamt Berlin erteilt dem Prüfling ein Zeugnis über die bestandene Prüfung.

(2) Das Zeugnis enthält

1. die Bezeichnung der Prüfung,

2. Angaben zur Person (Name, Vorname, Geburtsdatum und ­ort) des Prüflings,

3. Ort und Datum der Prüfung,

4. Feststellung über das Bestehen der Prüfung.

§ 11:

Nicht bestandene Prüfung und Wiederholung der Prüfung:

(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhält der Prüfling einen schriftlichen Bescheid.

(2) Wird der mündliche oder schriftliche Prüfungsteil nicht bestanden, ist die fachtheoretische Prüfung in beiden Teilen zu wiederholen. Wird die fachtheoretische Prüfung bestanden, kann die fachpraktische Prüfung wiederholt werden.

§ 12:

Einsicht in Prüfungsunterlagen und Aufbewahrung

Auf Antrag ist dem Prüfling nach Abschluss der Prüfung Einsicht in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Die Prüfungsunterlagen sind mindestens zehn Jahre nach Abschluss der Prüfung beim Pflanzenschutzamt Berlin aufzubewahren.

§ 13:

Prüfungsgebühr, Prüfungsvergütung:

(1) Die Gebühren für die Prüfung werden gemäß der Pflanzenschutzgebührenordnung in der jeweils geltenden Fassung, erhoben.

(2) Die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten sind dem Pflanzenschutzamt Berlin auf Verlangen nachzuweisen.

Vierter Teil Ordnungswidrigkeiten, Schlussvorschriften

§ 15:

Ordnungswidrigkeiten Ordnungswidrig im Sinne von § 40 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a oder Nummer 2