Von den Verboten des Absatzes 1 bleiben unberührt 1 die gemäß § 4 gebotenen Pflege und

15. auf Feldern und Wiesen zu lagern oder sie außerhalb der vorhandenen Wege zu betreten.

16. motorsportliche Veranstaltungen durchzuführen, auch solche für Flugmodelle mit Motor, 17. außerhalb der hierfür gewidmeten Flächen mit durch Motorkraft angetriebenen Fahrzeugen zu fahren, Kraftfahrzeuge oder Pferdetransportwagen zu parken, Gespanne zu fahren oder außerhalb der hierfür von der zuständigen Behörde für Naturschutz und Landschaftspflege freigegebenen Flächen zu reiten, 18. die Ruhe der Natur durch Lärm oder auf andere Weise zu stören, 19. sonstige Handlungen vorzunehmen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.

(2) Von den Verboten des Absatzes 1 bleiben unberührt:

1. die gemäß § 4 gebotenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen.

2. die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechts,

3. die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gewässer, soweit sie nicht durch Absatz 1 Nr. 5, 7, 8 eingeschränkt wird,

4. die ordnungsgemäße Landwirtschaft, soweit sie nicht durch Absatz 1 Nr. 6, 11, 12, 13, 14 eingeschränkt wird.

§7 Genehmigungsbedürftige Handlungen:

(1) Es ist genehmigungsbedürftig:

1. Verkaufsstände, auch nur vorübergehend, zu errichten oder mobile Verkaufsstände zu betreiben,

2. bauliche Anlagen zu verändern oder zu erneuern, auch solche, die einer bauaufsichtlichen Genehmigung oder eines wasserbehördlichen Verfahrens nicht bedürfen,

3. Leitungen zu verlegen oder bestehende Leitungsanlagen zu verändern oder zu erneuern,

4. Bild- oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen,

5. sportliche oder sonstige Veranstaltungen, die nicht unter § 6 Abs.1 Nr.16 fallen, durchzuführen,

6. sonstige Handlungen vorzunehmen, die dem Schutzzweck dieser Verordnung zuwiderlaufen können.

(2) § 6 Abs. 2 gilt entsprechend.

§8

Ordnungswidrigkeiten Ordnungswidrig im Sinne des § 49 Abs. 1 Nr. 4 und 18 des Berliner Naturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

1. entgegen § 6 eine verbotene Handlungen vornimmt oder

2. entgegen § 7 eine Handlung ohne Genehmigung vornimmt.

§ 9: Inkrafttreten:

(1) Diese Verordnung tritt am 20. September 1989 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich der Niederungen am Tegeler Fließ im Verwaltungsbezirk Reinickendorf von Berlin vom 21. Februar 1955 (GVBI. S. 121), zuletzt geändert durch Verordnung vom 10. Oktober 1985 (GVBI. S. 2203), soweit sie das in § 2 Abs. 1 und 2 bezeichnete Gebiet betrifft, außer Kraft.