Umfassende energetische Sanierung Erneuerung und malermäßige Instandsetzung der Innenräume Erneuerung der

Errichtung Ballfangzaunanlage, Sanierung Pausenhoffläche (5.200 m²), Erneuerung Einfriedung einschließlich Tore.

· Kreativgymnasium, Rüdigerstraße 76

Umfassende Maßnahmen zur Erneuerung und Anpassung an zeitgemäße Standards.

Kindertagesstätten

· „Singemäuse", Gotlindestraße 36, 37

Freiflächen erneuern und neu ausstatten.

· Kita „Bunte Plonzstifte", Plonzstraße 22

Umfassende energetische Sanierung, Erneuerung und malermäßige Instandsetzung der Innenräume, Erneuerung der Freifläche.

· Kita „Kiezspatzen", Hubertusstraße 5

Umfassende Sanierungsmaßnahmen sowohl bei der Hülle als auch in den Innenräumen, Erneuerung und verbesserte Ausstattung der Freifläche, vermögensrechtliche Zuordnung der Spielfreifläche.

· Kita der ev. Kirchengemeinde, Schottstraße 6

Aufwertung der Freifläche.

· Kita „Sonnengarten", Rudolf-Reusch-Straße 57

Umfassende energetische Sanierung, Erneuerung und malermäßige Instandsetzung der Innenräume, Erneuerung der Freifläche.

Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden zusätzlich 200 Kita-Plätze benötigt. Infolge von Wohnungsneubau wird sich der Platzbedarf noch weiter erhöhen. Im Rahmen der Voruntersuchung werden alternativ drei Standorte für Kita-Neubau vorgeschlagen: im Blockinnenbereich des ehemaligen MfS-Areals, auf dem Standort des Lindenhofs oder auf dem unbebauten Block 62 (Nähe Vorplatz Zentralfriedhof). Jugendfreizeiteinrichtungen

· JFE Plexus, Siegfriedstraße 29

Umfassende energetische Sanierung, Umbau zur Erweiterung der Kapazität, Erneuerung und malermäßige Instandsetzung der Innenräume, Erneuerung der Freifläche.

· JFE „Die Linse", Parkaue 25 (Verflechtungsbereich) Sicherung des Standorts und Reduzierung von Konfliktpotenzial durch neue Erschließung.

Die Jugendverwaltung hat ermittelt, dass zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind, um dem Bedarf entsprechen zu können. Dafür wird eine Erweiterung auf dem Standort des „Plexus" bevorzugt. Im Rahmen der Voruntersuchung werden alternativ drei Standorte vorgeschlagen: im Block 28, im Blockinnenbereich des ehemaligen MfS-Areals oder auf dem unbebauten Block 62 (Nähe Vorplatz Zentralfriedhof). Sporteinrichtungen

· Sanierung Sporthalle Hagenstraße Dachsanierung.

· Sanierung Sporthalle Atzpodienstraße 19, „Grundschule auf dem lichten Berg" Grundinstandsetzung und energetische Sanierung der Sporthalle einschließlich Dach- und Fassade.

· Sanierung Sporthalle Rüdigerstr. 76, Kreativgymnasium Umfassende bauliche und energetische Sanierung der baulich integrierten und bereits seit einigen Jahren leer stehenden Sporthalle aus den 1950er Jahren.

· Sanierung Sporthalle „Oberschule am Rathaus" Grundinstandsetzung und energetische Sanierung der integrierten Sporthalle.

· Hans-Zoschke-Stadion Erneuerung Einfriedung, Sanierung Kassenhäuschen.

Kieztreffpunkt Schaffung eines Kieztreffpunkts durch Umbau der alten Kaufhalle Rüdigerstraße 75 (Alternativstandort) oder Neubau auf dem Gelände Hans-Zoschke-Stadion (Alternativstandort) Bibliothek, Frankfurter Allee 149.

Wohnen Entwicklungen im Bestand

Ein wesentliches Entwicklungsziel für das Gebiet ist es die Wohnfunktion des Untersuchungsgebietes zu erhalten und auszubauen. Die gute Erschließung des Gebietes und der hohe Anteil an Grünflächen lassen auf eine in der Zukunft wachsende Attraktivität als Wohnort schließen. Dafür ist das Gebiet für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen interessant zu gestalten. Für den größer werdenden Anteil von Senioren an der Bevölkerung im Untersuchungsgebiet sollte geeigneter, barrierefreier Wohnraum geschaffen werden. So sollte u. a. in der „Lockeren Stadt" eine mögliche Nachrüstung mit Aufzügen geprüft werden.

Bei Leerständen im Erdgeschoss-Bereich ist neben einer gewerblichen Nutzung bei entsprechender Wohnungsausstattung eine Eignung als Wohnung für Senioren oder Körperbehinderte oder für gemeinschaftliche Nutzung zu prüfen.

Des weiteren sollte der Anteil an größeren, bezahlbaren Wohnungen für Familien durch Umbau und Ergänzungen erhöht und damit die Fluktuation reduziert werden.

Bei den erforderlichen Erneuerungsmaßnahmen sollten Potenziale für energetische Sanierungen weitestgehend ausgenutzt (z. B. durch Wärmedämmung an Fassaden und Dächern und moderne Haustechnik) und somit die Nebenkosten für die Bewohnerinnen und Bewohner gesenkt werden. Für die Frankfurter Allee wird ein Umbau der Wohngebäude im Rahmen eines energetischen Modellprojektes vorgeschlagen.

Ein Schwerpunktbereich für die Beseitigung von Wohnungsleerstand und von Sanierungsmaßnahmen im Untersuchungsgebiet ist die Wohnanlage Frankfurter Allee 163 167/Ruschestraße 2 - 4. In den vielgeschossigen Plattenbauten aus den 1980er Jahren befinden sich 146 Wohnungen, von denen aufgrund umfassender Baumängel und in Folge von Problemen bei der Versorgung mit Heizenergie und Warmwasser eine große Anzahl an Wohnungen leer steht.

Neubaupotenziale

Durch Neubauten auf unbebauten Flurstücken oder die Umnutzung von Bestandsgebäuden könnten etwa 900 neue Wohnungen entstehen; durch die Umnutzung des Lindenhofs und des ehemaligen MfS-Areals weitere 250 Wohnungen. Mindestens 225 weitere Wohnungen wären durch den Ausbau von Dachgeschossen möglich.

Zum Neubaupotenzial kommen weitere 500 Wohnungen durch die Beseitigung des Wohnungs-Leerstands hinzu. Daraus ergibt sich ein Gesamtpotenzial an zusätzlichen Wohnungen von etwa 1.600 bis 1.900 Wohnungen. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 1,5 Einwohnern/Wohnung liegt der mögliche Bevölkerungszuwachs bei etwa 2.600 bis 3.

Einwohnern bzw. bei 20 % der gegenwärtigen Einwohnerzahl.

Maßnahmen Grün- und Freiflächen, Öffentlicher Raum Wesentliche Aufgabe ist, vorhandene Flächen und bestehende Räume zu qualifizieren, das Nutzungsangebot deutlich zu erweitern und den Flächenbestand an einzelnen Stellen zu ergänzen. Dies gilt insbesondere für die Neuanlage von öffentlichen Spielplätzen. Das gegenwärtige Defizit liegt hier bei rund 70 %.

Unter Berücksichtigung des Leitbildes bietet es sich an, bei der Ausstattung und Gestaltung der öffentlichen Grün- und Freiflächen einen Schwerpunkt auf gesundheitsfördernde und umweltrelevante Maßnahmen zu setzen.

Eine gebietsübergreifende Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes im Untersuchungsgebiet wird mit dem „Grünen Netz Nord" angestrebt. Grün- und Freiflächen sollen durch „innere", fußläufige Wegeverbindungen ergänzt und für Anwohner und Besucher vielfältig nutzbar gemacht werden.

Der Rathauspark ist die derzeit am intensivsten genutzte Grünfläche im Untersuchungsgebiet. Sowohl aktuelle Gestaltung als auch Nutzungsmöglichkeiten schöpfen das vorhandene Potenzial bei weitem nicht aus. Zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten sind Pflanzflächen, Einfassungen und Ausstattungen zu überarbeiten, der vorhandene Spielplatz zu erneuern und das Nutzungsangebot zu erweitern.

Einsatz planungsrechtlicher Instrumente und Verfahren

Für einige der Vorhaben sind zur Vorbereitung der Umsetzung weitergehende Untersuchungen erforderlich. Dazu gehören Machbarkeitsstudien, Planungsverfahren und Beteiligungsund Wettbewerbsverfahren. Daneben ist in Umstrukturierungsbereichen und für die Sicherung von öffentlichen Freiflächen und Gemeinbedarfsstandorten die Aufstellung von Bebauungsplänen erforderlich.

Im Untersuchungsgebiet gibt es derzeit verschiedene ungenutzte Gebäude und brachliegende Grundstücke. Solange an diesen Orten Nutzungen noch unbestimmt sind oder erst später zur Umsetzung kommen, können temporäre Nutzungen dazu beitragen, Orte zu beleben und „Adressen" zu bilden. Mit Zwischennutzungen können darüber hinaus Nutzungen erprobt und ggf. sogar Unterhaltungskosten eingespart werden. Lokale Initiativen

Begründung zur räumlichen Abgrenzung der Gebiete, Wahl des Sanierungsverfahrens

Die Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchungen belegen, dass für das Gebiet Frankfurter Allee Nord ein verlässlicher, stabiler Rahmen erforderlich ist, der die verfahrens- und förderrechtlichen Voraussetzungen für die Beseitigung der funktionellen, strukturellen und baulichen Missstände ermöglicht sowie eine äquivalente Beteiligung der Betroffenen aus dem Gebiet sichert. Im Gebiet Frankfurter Allee Nord ist eine Vielzahl untereinander verknüpfter Maßnahmen umzusetzen, die einer einheitlichen Vorbereitung und Durchführung durch die Gemeinde bedürfen. Erst durch eine verbindliche Gebietsfestlegung für die Durchführung der Gesamtmaßnahme werden erforderliche vertiefende Planungen und Konzepte, Planungsverfahren wie B-Pläne, Wettbewerbe und Standortkonzepte, aber auch die Ausarbeitung und Umsetzung eines gebietsbezogenen Bündels ökologischer Maßnahmen möglich.

Zur Umsetzung des integrierten Entwicklungs- und Maßnahmenkonzeptes wird vorgeschlagen, das Instrument des Sanierungsgebiets gem. § 142 BauGB flankiert durch ein Stadtumbaugebiet gem. § 171b BauGB anzuwenden.

Gebietsabgrenzung Sanierungsgebiet

Für drei nicht zusammenhängende Teilbereiche des Untersuchungsgebietes wird die Ausweisung als Sanierungsgebiet vorgeschlagen. Diese umfassen Flächen und Grundstücke, bei denen in erheblichem Umfang bauliche und funktionelle Neuordnungen sowie Neustrukturierungen und die Durchführung von Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen erforderlich sind. Insbesondere durch die erhöhten Abschreibungsmöglichkeiten gem. § 7h ff EStG werden, wie Erfahrungen aus anderen Sanierungsgebieten belegen, der Anreiz für und die Bereitschaft zu Investitionen durch die Eigentümer und Eigentümerinnen erhöht.