Kinder Kulturzeitung

Seit März 2003 erscheint monatlich als Beilage des „Hamburger Abendblatts" die von Frau Dr. Horáková ins Leben gerufene und die vom Senat bezuschusste „Kinder Kulturzeitung".

Bereits länger als die „Kinder Kulturzeitung" des Senats gibt es das Magazin „Bangerang" mit einer Auflage von 40000 Exemplaren, das im Zwei-Monats-Rhythmus erscheint und unter dem selbigen Namen auch im Internet zu finden ist. Es handelt sich dabei ebenfalls um einen Hamburger Veranstaltungskalender speziell für Kinder. Das Magazin „Bangerang" liegt im Gegensatz zu der vom Senat favorisierten „Kinder Kulturzeitung" an diversen Orten, wie Kindergärten, Horten, Touristikzentralen, Öffentlichen Bücherhallen usw., kostenlos aus.

Ich frage den Senat:

1. Ist dem Senat das Kinderkultur-Magazin „Bangerang" bzw. das Internetportal „Bangerang.de" bekannt?

Der zuständigen Behörde ist das Magazin bekannt.

2. Wird diese Einrichtung vom Senat finanziell unterstützt?

Nein.

3. Wurde vor der Entscheidung, eine „Kinder Kulturzeitung" als Beilage des „Hamburger Abendblattes" einzurichten und finanziell zu unterstützen, eine Marktanalyse durchgeführt hinsichtlich der bereits bestehenden Angebote auf dem Gebiet der Information über Kinderveranstaltungen? Wenn ja: Mit welchem konkreten Ergebnis? Wenn nein: Warum nicht?

4. Aus welchen Gründen hat sich der Senat dazu entschlossen, den nicht unerheblichen Zuwendungsbetrag von 140 000 Euro diesem Projekt zuzuwenden, obwohl sich das Magazin „Bangerang" in Hamburg längst etabliert hatte und einen umfassenden Veranstaltungskalender „rund ums Kind" darstellt, statt neue Projekte der Kinder- und Jugendkultur zu fördern?

Die Sichtung bestehender Informationsangebote einschließlich der zweimonatlich erscheinenden Broschüre „Bangerang" hat ergeben, dass es keine monatliche Veröffentlichung gibt, die im Hinblick auf die Auflage, Reichweite und die geforderte redaktionelle Arbeit mit der Beilage einer großen Tageszeitung vergleichbar wäre. (Siehe im Übrigen auch Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage Drucksache 17/2339.)

5. Teilt der Senat meine Auffassung, dass die Einrichtung einer käuflich zu erwerbenden „Kinder Kulturzeitung" keine sinnvolle Förderung der Kinder- und Jugendkultur darstellt, wenn es bereits ein etabliertes Magazin in Hamburg gibt, das umfassende Veranstaltungstipps für Kinder gibt und noch dazu an exponierten und öffentlich zugänglichen Orten kostenlos ausliegt?

Der Senat hat sich damit nicht befasst.