Medienstadt unter einem Dach

Zu 5.:

Die HafenCity besitzt gute Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen aus der Medien- und Informationstechnologiebranche. Die Erfahrung zeigt, dass diese Firmen häufig eine fußläufige Zentrumslage, leistungsfähige technische Infrastruktur sowie das maritime Ambiente schätzen, also besonderen Wert auf Standortfaktoren legen, die die HafenCity bietet. Die ersten attraktiven Büroflächen sind bereits bezogen. So hat das Software-Unternehmen SAP seine neue Geschäftsstelle und sein Schulungszentrum am Kopfende des Grasbrookhafens in Betrieb genommen.

Zweiter wichtiger Baustein des IT-Standorts HafenCity ist der geplante MediaCityPort im Kaispeicher A. In diese „Medienstadt unter einem Dach" mit insgesamt rund 55.000 m2 Bruttogeschossfläche werden Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche einziehen und Ausstellungs-, Veranstaltungsräume sowie Lofts integriert. Das von der Grundstücksgesellschaft MCP MediaCityPort GmbH & Co. KG getragene Projekt soll Hamburgs Bedeutung als Medien- und IT-Standort nachhaltig stärken und ausbauen. Derzeit werden die Planungsunterlagen für die Baugenehmigung erarbeitet und Vermietungsakquisitionsgespräche geführt.

Anders als in der Speicherstadt, die auf Grund des besonderen kommunikativen und architektonischen Ambiente seitens bestimmter Dienstleistergruppen der IT-Wirtschaft als Standort gut angenommen wird und in der laut Auskunft der HHLA zurzeit ca. 4.000 m2 an IT-Firmen vermietet sind, handelt es sich in der HafenCity um NeubauBüroflächen. Hierdurch entsteht die Chance, komplementär zum Angebot der Speicherstadt spezifische Bedarfe verschiedener Branchensegmente bedienen zu können.

3. Weitere Aktivitäten des Senats im IT-Bereich

Die Handlungsfelder und Maßnahmen zur Stärkung des ITStandorts Hamburg wurden aus der Stärken- und Schwächenanalyse des bereits erwähnten Gutachtens von KPMG abgeleitet. Dabei war eine Konzentration auf die Felder geboten, die überhaupt effizient beeinflusst werden können. Die Umsetzung eines strategisch angelegten wirtschaftspolitischen Maßnahmenplans wurde konsequent angegangen. Hierbei konnte auf die bestehenden Strukturen der im Bereich der Neuen Medien erfolgreichen Initiative „Hamburg newmedia@work" zurückgegriffen werden. Ihre Aktivitäten wurden in den zurückliegenden Monaten an die Bedürfnisse der Unternehmen der IT-Branche angepasst und erste Schritte zur Integration der Hamburger IT-Unternehmen in das Netzwerk der Initiative eingeleitet.

Zeitgleich mit der geänderten inhaltlichen Schwerpunktsetzung wurde die Initiative in „Hamburg@work" umbenannt. Hamburg@work wird getragen von der Freien und Hansestadt Hamburg sowie ca. 270 Hamburger Unternehmen, die im Förderkreis Multimedia zusammengefasst sind. Als Public Private Partnership bietet Hamburg@work ein umfangreiches Leistungsportfolio, das an den Empfehlungen von KPMG ausgerichtet wurde. Die Einzelmaßnahmen und die durch KPMG definierten Handlungsfelder werden im Folgenden dargestellt, soweit sie nicht bereits Gegenstand der speziellen Fragen des bürgerschaftlichen Ersuchens waren.

­ Handlungsfeld „Wirtschaftspolitik und Fördermittel"

Eine Handlungsnotwendigkeit ergab sich in diesem Feld aus der Wahrnehmung der Hamburger IT-Unternehmen, dass Hamburg kein angemessenes Renommee als ITStandort besitze. Dies wurde auf die fehlende Außenund Innendarstellung zurückgeführt. Darüber hinaus wurde durch die Branche das Fehlen eines Konzepts zur gezielten Ansiedlung von IT-Unternehmen, die mangelnde Transparenz beim gesamten Dienstleistungsangebot der wirtschaftsfördernden Institutionen sowie im Speziellen bei bestehenden Förderangeboten kritisiert.

Für die Verbesserung der Binnenkommunikation (lokale Kommunikationsaktivitäten) und der Vermarktung des IT-Standorts Hamburg auf nationaler Ebene konnte auf das Know-how und bestehende Strukturen sowie Plattformen der Multimedia-Initiative „Hamburg newmedia@work" zurückgegriffen werden. Zudem wurden neue Kommunikationskanäle zur Darstellung des Standorts entwickelt. So konnten kurzfristig folgende Maßnahmen umgesetzt werden, um die am Standort bestehenden Potenziale wirksam nach außen darzustellen und die Hamburger IT-Wirtschaft zu profilieren:

­ Ein neues IT-spezifisches Online-Informationsportal wurde unter www.hamburg-media.net eingeführt. Neben tagesaktuellen Branchennachrichten informiert das Online-Medium über branchenrelevante Termine und gibt Auskunft über Aus- und Weiterbildungsangebote sowie die Arbeitsmarktsituation in der IT-Branche. Darüber hinaus bietet das hamburg-media.net IT-Unternehmen die Möglichkeit, den Content mitzugestalten und sich damit aktiv einzubringen. Die Möglichkeiten des Internetauftritts sollen sukzessive ausgebaut werden.

Zu nennen sind:

· Die Vermittlung qualifizierter Business-Kontakte und Maßnahmen zur Geschäftsanbahnung.

· Vereinfachung und Weiterentwicklung des Event- und Kontaktmanagements.

· Erschließen von Erlösquellen zur Refinanzierung des Internetangebots.

Mit monatlich durchschnittlich 20.000 Visits und 66.

Page-Impressions sind die Zugriffszahlen für ein regionales „Special-Interest-Angebot" zufrieden stellend.

Die Besucherzahlen sollen durch die Entwicklung weiterer mehrwertiger Angebote ausgebaut werden. Sehr gut nachgefragt wird darüber hinaus der elektronische Newsletter des Webangebots, der bereits rund 10.000 Abonnenten hat.

­ Neu entwickelt wurde der Branchen-Newsletter ALWAYS ON mit Informationen und Hintergrundartikeln aus der IT-Branche Hamburgs. Das Printmagazin erscheint vierteljährlich mit einer Auflage von 7.500 Stück. Die bisherigen Ausgaben hatten ein ausgesprochen positives Echo.

­ Als Ergebnis der täglichen PR-Arbeit wurden in 2002 in der regionalen und nationalen Presse ca. 180 Artikel und Berichte zur Hamburger IT-Standortpolitik mit einem Mediagegenwert1) von rund 400.000 Euro publiziert. Ein probates Mittel zur kommunikativen Profilierung des ITStandorts Hamburg stellte dabei das Pilotprojekt HOTSPOT HAMBURG dar, Deutschlands größtes nichtkommerzielles Wireless-LAN-(WLAN)-Projekt. HOTSPOT HAMBURG ermöglicht seit Dezember 2002

Hamburgern und Besuchern der Stadt an zahlreichen ausgewählten Plätzen einen Gratis-Zugang ins Internet ­ mobil und drahtlos. Damit zählt die Hansestadt zu den

1) Der Mediagegenwert errechnet sich aus der Äquivalenzgröße für die Schaltung von Werbeanzeigen. ersten Metropolen weltweit, die mittels der boomenden Wireless-Technologie einen öffentlichen Nutzen generiert. Das Projekt der Initiative Hamburg@work wurde in Kooperation mit namhaften IT-Unternehmen (Deutsche Telekom, Fujitsu Siemens Computers, Datenlotsen, Siggelkow Computer) realisiert und unterstreicht die Möglichkeiten des Public-Private-Partnership-Ansatzes zur Stärkung des IT-Standorts Hamburg.

Zur Verbesserung der Transparenz der von verschiedenen wirtschaftsfördernden Einrichtungen angebotenen Dienstleistungen für IT-Unternehmen wurden die Zielgruppe und das Produktportfolio des Info-Office der Initiative „Hamburg@work" erweitert. Dieses ist als One-Stop-Shop für die NewMedia-Branche eingerichtet worden und hatte dadurch bereits eine gewisse Nähe zur IT-Wirtschaft. Das InfoOffice hat in der Vergangenheit erfolgreich operiert und besitzt die erforderlichen Kenntnisse und die Infrastruktur, um als zentrale Anlaufstelle für die IT-Branche zu fungieren. Das bei der HWF angesiedelte Office ist in der Lage, zu wichtigen Problemstellungen der IT-Unternehmen qualifiziert Auskunft geben und Hilfe vermitteln zu können (Immobilien, Ansprechpartner in Behörden, Businesskontakte, Ansiedlungsbetreuung etc.). So hat das Info-Office in 2002

­ 110 Unternehmen betreut,

­ durchschnittlich 20 telefonische Anfragen/Tag bearbeitet,

­ über 90 Auskünfte an Journalisten zum IT-Standort Hamburg gegeben und

­ den Standort Hamburg auf über 50 Veranstaltungen präsentiert.

Als weitere Maßnahme zur Optimierung der Beratung Hamburger IT-Unternehmen wurde in der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ein auf die spezifischen Bedürfnisse der IT-Branche ausgerichtetes Tool entwickelt, das die Fördermittelberatung für bestehende Landes-, Bundesund EU-Programme erleichtert.

Zugute kommen wird der IT-Branche die geplante Integration bestehender öffentlichen Wirtschaftsförderungseinrichtungen in einem Hamburger Wirtschaftszentrum, das die HWF ­ Hamburger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, die BG Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg, die Beteiligungsgesellschaft Hamburg und die Innovationsstiftung Hamburg vereinen soll. Die vorbereitenden Arbeiten zur Umsetzung wurden bereits aufgenommen.

­ Handlungsfeld „Netzwerke und Branchentreffs" (siehe oben Frage 3 des bürgerschaftlichen Ersuchens)

­ Handlungsfeld „Mitarbeiter"

Die Mitarbeiterqualifikation und die Qualität der Hochschulen hat eine zentrale Bedeutung für die Gründung und Ansiedlung von Unternehmen der IT-Branche. Für Hamburg wurde durch KPMG festgestellt, dass es zum Zeitpunkt der Untersuchung zwar bereits ein breites Weiterbildungsangebot gab, es jedoch gerade für die ITUnternehmen zu unübersichtlich sei. Die Analyse kam darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Informatik-Studienplätze in Hamburg zu gering sei, um den Bedarf der IT-Unternehmen am Standort zu decken.

Neben den geringen Absolventenzahlen wurden seitens der Wirtschaft vor allem die fehlenden Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wirtschaft und Hochschulen kritisiert.

Im Bereich der Qualifikation und Weiterbildung fungiert der ServiceDigitaleArbeit in enger Kooperation mit der Behörde für Wirtschaft und Arbeit, der Handelskammer Hamburg und dem Arbeitsamt Hamburg als zentrale Anlaufstelle. Ziel ist es, alle Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Hamburger IT- und Medienbranche allen potenziellen Nutzern zugänglich zu machen. Dem ServiceDigitaleArbeit ist es durch seine Aktivitäten gelungen, die Transparenz im Weiterbildungsmarkt ­ in Hamburg gibt es für die IT- und Medienbranche rund 1.300 Bildungsangebote ­ signifikant zu erhöhen:

­ Im Internet wird das für die IT-Branche relevante Bildungsangebot (www.it-medien-hamburg.de) umfassend präsentiert. Die Onlineplattform bildet rund 95 % der bestehenden Qualifizierungsofferten ab.

­ Auf Anregung von KPMG wurde mit Unterstützung der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ein „Firmenbereich" eingerichtet. Dort können Unternehmen gezielt nach spezifischen Firmenschulungsangeboten suchen und Online von allen für sie in Frage kommenden Trainer und Bildungsträger Angebote einholen.

­ Parallel zum internetgestützten Bildungsportal ist der ServiceDigitaleArbeit Herausgeber des Handbuchs „Medien- und IT-Berufe", das einen Überblick zu Berufsbildern und Hamburger Bildungsinstitutionen gibt.

­ Zudem veranstaltet der ServiceDigitaleArbeit kontinuierlich Foren, auf denen IT-Experten aktuelle Themen zur Aus- und Weiterbildung diskutieren. So hatte im November 2002 die Berufsinformationsmesse MULTIMEDIX 3.000 Besucher, die sich bei 42 Ausstellern und in 41 Workshops über Berufs- und Qualifizierungsangebote informieren konnten.

Eine verbesserte Koordination von Angebot und Nachfrage der Qualifikationsangebote erfolgt durch einen „Runden Tisch" von zuständigen Behörden, Ausbildungsanbietern und Abnehmern, der in regelmäßigen Abständen tagt.

Der Hochschulstandort Hamburg verfügt über ein breites Angebot im Bereich der IT-Ausbildung:

Die Hamburger Hochschulen haben dabei ihre Ausbildungskapazitäten nach dem Nachfragerückgang nach Informatik und IT-Studienplatzangeboten Mitte der neunziger Jahre mittlerweile wieder erhöht bzw. durch die Einführung neuer Abschlüsse (Bachelor und Master) modernisiert und attraktiver gestaltet. Aus Sonderprogrammen sind hierfür zusätzliche Mittel bereitgestellt worden. In den Empfehlungen der Strukturkommission „Strukturreform für Hamburgs Hochschulen ­ Entwicklungsperspektiven 2003 bis 2012 unter Vorsitz von Dr. Klaus von Dohnanyi wird zwar auf die weitere Entwicklung im Cluster IT- und Informatikstudiengänge nicht im Einzelnen eingegangen, jedoch darauf hingewiesen, dass durch gezielte Maßnahmen bei Erhalt der derzeitigen Studienanfängerkapazitäten die Studienabbruchquoten in der Fächergruppe nachhaltig reduziert und damit die Zahl der Hochschulabsolventen auch in den Informatik- und IT-Studiengängen erheblich erhöht werden könnte. Der Senat wird zur Umsetzung der Empfehlungen im Sommer d. J. die erforderlichen Leitentscheidungen treffen.

Im Übrigen strebt der Senat die ­ ebenfalls von der Kommission empfohlene ­ Rückführung des Fachbereichs Informatik vom „Informatikum Stellingen" auf den zentralen Campus der Universität Hamburg an.

­ Handlungsfeld „Gewerbeflächen" Ergänzende Stellungnahme zu Ziffer 5 des bürgerschaftlichen Ersuchens:

Ein hohes Potenzial Hamburgs liegt beim Standortfaktor „Preis und Verfügbarkeit von Gewerbeflächen". Diesem Punkt misst die Hamburger IT-Branche große Bedeutung bei, bewertete ihn aber im Rahmen der Untersuchung durch KPMG als „schlecht", da preiswerte Büro- und Gewerbeflächen nicht in ausreichender Anzahl verfügbar seien. Angeregt wurde eine stärkere Ausweisung von geeigneten Flächen sowie die Förderung der räumlichen Konzentration der IT-Branche, z. B. auch im Rahmen von Konzeptimmobilien.

Relativierend muss angemerkt werden, dass gegenüber dem Befragungszeitraum die Mietpreise unter Druck geraten sind und auch in naher Zukunft die Gewerbeund Bürovermietungsmärkte von einer flachen Entwicklungskurve gekennzeichnet sein werden. Der Bedarf der Branche kann derzeit vom Markt problemlos abgedeckt werden.

Aufgrund der besonderen Bedeutung des Standortfaktors „Gewerbeflächen" für die IT-Branche werden aber auch hier besondere Schwerpunkte gesetzt:

· „Themengewerbehöfe" haben insbesondere für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen wirtschafts- und strukturpolitische Bedeutung. Hierdurch lassen sich Synergieeffekte für dort angesiedelte Existenzgründer sowie kleine Unternehmen erzeugen und Standortvorteile entwickeln, welche gerade für innovative Dienstleister bedeutend sind. Mit ihnen wird jungen Unternehmen die besonders kritische Gründungsphase erleichtert und damit die Möglichkeit gegeben, Arbeitsplätze zu schaffen.

4. Fazit: Hamburg besitzt auf dem jetzt eingeschlagenen Weg der „wachsenden Stadt" die Chance, sich auch im Bereich der Informations- und Kommunikationswirtschaft als eines der führenden Technologiezentren in Deutschland zu profilieren. Die Hansestadt kann den Unternehmen dieser Wachstumsbranche beste Perspektiven bieten ­ und wird im Gegenzug weiterhin vom kontinuierlich wachsenden Markt der Zukunftstechnologien profitieren.

Um die Chancen für die Stadt optimal zu nutzen und den Unternehmen der IT-Branche gleichzeitig hilfreichen Service zu bieten, hat Hamburg im letzten Jahr die Weichen gestellt: So verfügt die Stadt mit der Initiative Hamburg@work über ein leistungsstarkes Netzwerk, das die Unternehmen der Informations- und Kommunikationswirtschaft in ihrer Entwicklung unterstützt und die Vernetzung der Branche erfolgreich vorantreibt. Dieses Konzept hat in der Vergangenheit auch auswärtige IT-Unternehmen überzeugt, sich in Hamburg niederzulassen, so z. B. den belgischen Netzwerkintegrator Telindus, der seine Deutschland-Zentrale von Frankfurt/Main an die Elbe verlegt hat.

Mit der HafenCity und dem breiten Angebot der Hamburger Hochschulen, das sich zukünftig durch die Arbeit der sog. Dohnanyi Kommission noch stärker an den Bedarfen der IT-Branche orientieren wird, verfügt Hamburg zudem über „harte" Standortfaktoren, die die Entwicklung der Branche begünstigen.

Für 2003 sind u. a. eine forcierte Vermarktung des IT-Standorts Hamburg auf nationaler und internationaler Ebene sowie die Entwicklung einer branchenspezifischen Akquisitionsstrategie durch die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung geplant. Dies soll die Voraussetzungen für die Akquisition neuer Unternehmen weiter verbessern.

Darüber hinaus wird die Professionalisierung und Öffnung der bestehenden Netzwerke/Plattformen vorangetrieben.

Hierbei wird es insbesondere darum gehen, IT-Unternehmen und die anwendende Wirtschaft noch konsequenter miteinander zu vernetzen, um Auftragspotenziale zu erschließen und Synergieeffekte zu induzieren. Einen ersten Schritt stellten hier die „Hamburger IT-Strategietage" dar.

Die Maßnahmen zur Weiterentwicklung der IT-Branche werden dabei laufend evaluiert und weiterentwickelt.

Damit wird die Grundlage für die Bestimmung und ggf. Korrektur der strategischen Ausrichtung des IT-Konzepts und seiner Handlungsfelder geschaffen. Dies ist umso notwendiger, als es sich bei der Förderung des IT-Sektors um eine strukturell ausgerichtete Schwerpunktsetzung handelt, die perspektivisch nur in einem längerfristigen Rahmen umzusetzen ist. Nur durch eine kontinuierliche Förderung der Branche werden sich die dargestellten Chancen für Hamburg nachhaltig realisieren lassen.

III. Petitum:

Der Senat beantragt, die Bürgerschaft wolle von den Ausführungen dieser Drucksache Kenntnis nehmen. produzenten" ­ nachdem vorher nur „allgemeine" Gewerbehöfe für alle Branchen realisiert wurden ­ als erster „Themengewerbehof" entwickelt. Hier sind zurzeit auf rund 15.000 m2 41 Firmen eines weiten Spektrums der Medien- und IT-Branche ansässig.

Das Haus vereint die Bausteine Betriebszentrum (technische Dienstleistung), Ausbildungszentrum, Know-how-Transfer durch Einbindung von Hochschulen, Veranstaltungsräume und Betreibergesellschaft. Aufgrund der starken Nachfrage im Bereich Multimedia wurde das Haus der Multimediaproduzenten um einen zweiten Bauabschnitt erweitert.

Innerhalb kürzester Zeit sind auch hier, trotz der in der Multimediabranche aktuell herrschenden Konsolidierungsphase, schon 69 % der Flächen an 8 Firmen vermietet. Die Gesamtauslastung sieht wie folgt aus.