Förderung des Kulturtourismus

Zukünftig wird es darum gehen, die bestehenden Angebote mit nationaler und internationaler Reichweite weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Durch die besondere Chance, durch attraktive und hochwertige Kulturangebote, die 4. Welche Maßnahmen hat der Senat seit 2005 ergriffen, und welche sind geplant, um den Kulturtourismus im Lande Bremen zu stärken?

Eine konzeptionell und finanziell hinterlegte Förderung des Kulturtourismus existiert im Lande Bremen respektive in den beiden Städten Bremen und Bremerhaven seit fast zwei Jahrzehnten über die Veranstaltungsförderung aus dem sogenannten Kultur-WAP. Der Kulturtourismus ist insofern Bestandteil des integrierten Standortmarketings in Bremen. Dabei erfolgt die projektbezogene Marketing Gesellschaft (BMG) respektive der BIS Bremerhaven und dem des Kulturmarketings in Verbindung mit Besucherbefragungen sowie Projektevaluationen (siehe zuletzt die regionalwirtschaftliche Analyse der Zudem ist der Kulturtourismus wie in nahezu allen anderen Kommunen und Ländern Bestandteil des Tourismus mit seinen verschiedenen Bereichen Sport, Freizeit, Umwelt, Kultur (siehe auch Antwort Frage 5).

5. Welche finanziellen Mittel fließen aus welchen Bereichen in die Förderung des Kulturtourismus und das entsprechende Marketing?

Die finanziellen Mittel für die Förderung des Kulturtourismus setzen sich Beratungs- und Projektentwicklungsleistungen der BMG sowie den Mitteln des Kultur-WAP für das Marketing einzelner Angebote. Diese belaufen sich für die Jahre 2005 bis 2008 auf rund 3 Mio.: 2005: 1011188, 2006: 524900, 2007: 465800, 2008: 1034300 (geplant).

Darüber hinaus sind die finanziellen Förderungen des Musikfestes in besonderem Maße unter dem Gesichtspunkt des Kulturtourismus zu sehen, da es sich hierbei um ein in der überregionalen Festivallandschaft fest etabliertes kulturtouristisches Leuchtturm-Angebot für Stadt, Land und die Region Nordwest handelt. Für das Musikfest wurden bzw. werden ausgezahlt in 2005: 882000, 2006: 882000, 2007: 700000, 2008: 700000.

Das Festival Maritim in Vegesack wird durch die BMG unterstützt und hat (rd. 100 T).

Hinzu kommen Mittel, die die Kultureinrichtungen selbst für ihre eigenen Marketingaufwendungen einsetzen.

6. und welche sind geplant?

Das Land Bremen ist Mitglied in der Deutschen Zentrale für Tourismus DZT und beteiligt sich, wie alle Bundesländer, am länderübergreifenden Marketing der DZT.

Die (DZT) bezeichnet das Thema Kultur als den Megatrend im Tourismus. Die werden Themen des Kulturtourismus bundesländerübergreifend von der DZT im In- und Ausland vermarktet.

Im Berichtsjahr integrierte die DZT die gesamte Bandbreite kultureller Aktionen Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft am 13./14. Juni in Lübeck gegründet wurde ­ sowie die einzigartigen Kulturschätze von Musik über Literatur der Aktivitäten. Mit dem Themenjahr knüpfte die DZT an die weltweit hohe Aufmerksamkeit an, die Deutschland aufgrund der FIFA-WM 2006 zugekommen ist und führte das zentrale Thema konsequent in ihren Marketingaktivitäten weiter. Kunst- und Kulturland Deutschland wurde unter anderem in den DZT-Printprodukten, im Internet und in Anzeigenkampagnen weltweit kommuniziert. www.deutschlandtourismus.de. Die Rubrik Kultur und Erlebnis wurde ausgebaut und ein neuer Bereich Museen in den Bereich Reiseland Deutschland Informationen.

Mit dem Themenjahr 2008 Schlösser, Parks und Gärten ­ Romantisches Erholungswert von Kulturgenüssen in der Natur. Als besondere Aushängeschilder für den Reichtum der deutschen Kulturlandschaft mit ihren Schlössern vielfachen Verbindungen der historischen Anlagen zu europäischen Königshäusern. Schlösser, Parks und Gärten in Deutschland schöpfen ihre Attraktivität oder beherbergen Museen. Beim Themenjahr Schlösser, Parks und Gärten ­ Romantisches Deutschland kommt das komplette unter www.deutschland-tourismus.de, der mit 360-Grad-Panoramen, über 300 Bildern und visuellen Rundgängen das Themenjahr emotional erlebbar macht. Im Printbereich steht die Imagebroschüre Schönheit genießen, Schlösser, Parks und Gärten im Vordergrund. Sie ist über die DZT und ihre 29 Auslandsvertretungen in acht Sprachen erhältlich und präsentiert anhand unterschiedlicher Themengruppen über 150 Schlösser, Burgen und Parkanlagen aus allen 16 Bundesländern. Umfangreiche Presse- und PR-Aktivitäten runden die und Entscheidungsträger zum Themenjahr sowie gesonderte Aktionen der Auslandsvertretungen in den jeweiligen Ländern. Im Jahr 2010 wird die Kulturhauptstadt Europas Ruhr im Mittelpunkt des Marketings der DZT stehen. Die Aktivitäten werden sich dabei nicht auf die Ruhrregion begrenzen, sondern wiederum länderübergreifend für ganz Deutschland das Thema im In-und Ausland vermarkten.

Neben diesen bundesweiten Kooperationen ist für das Land Bremen die Kooperation in der Nordwestregion von Bedeutung. Die Metropolregion hier einen guten Rahmen der Zusammenarbeit im Bereich des Kulturtourismus, der zukünftige mehr Bedeutung und Aufmerksamkeit finden wird. In Ansätzen bestehende Kooperationen zwischen Bremen und der Region wie z. B. beim Zusammenarbeit im Bereich der Gartenkultur und Festivals sowie bei großen Ausstellungen zwischen der Kunsthalle Bremen und den Museen der Region, sind weiter auf- und auszubauen.

7. und -bedarf, um den Kulturtourismus zu stärken?

Die unter Frage 6 dargestellten Aktivitäten der DZT im Bereich des Kulturtourismus sind für den Deutschlandtourismus und für das Land Bremen von besonderer Bedeutung, um Deutschland als Kulturreiseland im In-und Ausland zu positionieren. Die Kooperation zwischen der DZT, den Bundesländern, dem Bundeswirtschaftsministerium und den privaten Partner der DZT ist zu unterstützen und auszubauen.

Die Enquete Kultur in Deutschland 2007 empfiehlt die Erstellung eines Viele Länder und Städte haben die Bedeutung des strategischen Profilierung ihres Kulturangebots.

Die größte Wirkung des kulturtouristischen Marketings wird erzielt, wenn Städte und Regionen eine gemeinsame Marketingstrategie über die Fläche ihrer eigenen Verwaltungseinheiten hinaus entwickeln. Dieses kulturtouristische Regionalmarketing stellt eines der wichtigsten markt- und wettbewerbsorientierten Steuerungskonzepte zur Entwicklung einer Region dar kulturellem Anderssein, kulturellem Bildungsinteresse, regionalen kulturellen Traditionen und kultureller Identität befriedigt.