Fortbildung

Erste Erfahrungen mit dem Rauchverbot an Hamburgs Schulen

Seit dem 1. August 2005 herrscht ein generelles Rauchverbot an Hamburgs Schulen. Eine Umfrage des Hamburger Abendblatts an etwa 30 Schulen hat nun ergeben, dass sich die meisten Schüler und Lehrer an diese neue Vorschrift halten.

In diesem Zusammenhang frage ich den Senat:

1. Wie beurteilt die zuständige Fachbehörde generell die Einführung des Rauchverbots an den Hamburger Schulen?

Die zuständige Behörde beurteilt das Rauchverbot an Hamburger Schulen positiv.

2. Welche Erkenntnisse liegen der zuständigen Fachbehörde darüber vor, ob und in welchem Umfang die unterstützenden Angebote des Suchtpräventionszentrums zum Thema Rauchverbot von den Hamburger Schulen bislang abgerufen wurden?

Siehe nachfolgende Aufstellung:

· Im Rahmen von sieben dreistündigen Fortbildungen wurden Beratungslehrkräfte und andere von den Schulleitungen beauftragte pädagogische Ansprechpartner aller Gesamtschulen und Gymnasien und von 25 Haupt- und Realschulen qualifiziert, um Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern, nicht unterrichtendes Personal sowie Schülerinnen und Schüler bei der Realisierung der rauchfreien Schule zu beraten.

· Alle Schulleitungen der Förderschulen nahmen an einer Fortbildung zur Realisierung der rauchfreien Schule teil.

· Am Projekt „Rauchfreie Schule" zur Entwicklung eines systemischen Gesamtkonzeptes beteiligen sich neun weiterführende Schulen.

· Am Projekt „Bekifft in der Schule ­ Hilfen zur Vorbeugung und Problemlösung", mit dem in diesem Jahr gleichzeitig Hilfen zur Entwicklung eines systemischen Gesamtkonzeptes zur Realisierung der rauchfreien Schule angeboten wurden, nehmen fünf weiterführende Schulen teil.

· Es fanden vier zentrale und fünf schulinterne zwölfstündige Einführungstrainings zum neuen suchtpräventiven Unterrichtsprogramm „Selbständig werden ­ Eigenständig bleiben" mit Unterrichtseinheiten zur Nichtraucherförderung mit insgesamt etwa 200 Lehrkräften statt.

· Den interaktiven suchtpräventiven Stationen Parcours des SPZ mit zwei Stationen zur Nichtraucherförderung nahmen seit Ankündigung des Rauchverbots fünf berufliche Schulen mit etwa 1500 Schülerinnen und Schülern in Anspruch. Vier weitere Schulen forderten ihn bis März 2006 an.

· An der vom SPZ mitveranstalteten Fachtagung „Stand und Perspektiven der Tabakprävention in Deutschland" im November 2005 nahmen etwa 150 Personen teil.

· Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung stellte in Absprache mit dem SPZ ihren diesjährigen Wettbewerb schulischer Gesundheitsförderung unter den Titel „Die gesunde Schule weiterentwickeln und rauchfrei gestalten!".

· Für den diesjährigen europäischen Wettbewerb schulischer Nichtraucherförderung „Be smart ­ Dont start" bewarben sich 385 Hamburger Schulklassen.

· Der vom SPZ entwickelte Motivationskurs für rauchende Schülerinnen und Schüler „Rauchfrei" wurde von 28 Schulen angefordert.

· Es wurden 4500 Exemplare der vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) herausgegebenen Handreichung „LI-Impulse: Rauchfreie Schule ­ Hinweise für die Realisierung der rauchfreien Schule in Hamburg" an den Hamburger Schulen verteilt.

3. Gibt es Probleme bei der Durchsetzung des Rauchverbots auf dem Schulgelände?

­ Wenn ja, wie sehen diese Probleme aus?

Der zuständigen Behörde bekannt gewordene Probleme beziehen sich im Wesentlichen auf die Umgebung der Schulen.