Ausbildung

Im Änderungsbereich ist mit Kampfmitteln zu rechnen. Im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung wird deren Beseitigung vor Aufnahme der planmäßigen Nutzung sichergestellt.

c) Geowissenschaftliche Informationen

Der Geologische Dienst Bremen hat Folgendes mitgeteilt: Für die Bearbeitung wurden 36 Bohrungen aus dem Archiv des Geologischen Dienstes für Bremen ausgewertet, die überwiegend gut über das Gelände verteilt liegen. Zudem wurden die Baugrundkarte Bremen (1980/81) sowie die Geochemische Kartierung Bremen mit zur Auswertung herangezogen.

Die natürliche Geländehöhe des Planungsgebietes liegt bei 2 bis 2,5 m NN. Im Planungsgebiet liegen geringfügige anthropogene Auffüllungen vor, die in der Regel aus Sanden bestehen, in denen geringfügige Einlagerungen von Bauschutt, Schlacke o. ä. auftreten können.

Diese oberste Schicht ist überwiegend als Mutterboden zu bezeichnen und zwischen 0,2 m und 0,5 m mächtig (schwach humoser Sand).

Als jüngste geologische Schicht stehen unter den Auffüllungen in von 0,5 m bis 1 m an. Stellenweise fehlen diese Weichschichten, sie sind ersetzt durch schwach schluffige Feinsande. Von Norden nach Süden nimmt die Mächtigkeit der Weichschichten zu. Aus unseren Bohrungen geht hervor, dass die größten Weichschichtenmächtigkeiten im Süden des Planungsgebietes vorkommen. Hier können die Mächtigkeiten von Schluffen, Tonen und Torfen 1,5 m (im Extremfall bis 2,5 m) erreichen. In Einzelfällen können auch in größeren Tiefen Tone und Schluffe anstehen (siehe beispielhaftes Bohrprofil, Lage etwa 30 m nordwestlich der Horner Mühle).

In der Baugrundkarte Bremen ist für das Planungsgebiet im Bereich dieser Weichschichtenlage die Tragfähigkeit mit sehr gering bis gering angegeben. Es können Tiefgründungen erforderlich werden.

Es empfehlen sich vor der Bebauung Baugrunduntersuchungen.

Unter den holozänen Weichschichten folgen die Mittel- und Grobsande der Weichsel- und Saale-Kaltzeit. Diese Wesersande bilden den oberen Grundwasserleiter. Ihre Basis wird in Tiefen ab - 20 m NN (= tiefer als 22 m unter Geländeoberfläche) durch die Lauenburger Schichten gebildet.

Entsprechend der jahreszeitlichen Verhältnisse treten unterschiedliche Grundwasserstandshöhen auf. Stichtagsmessungen (7. April 1976) ergaben Grundwasserstände um 0,25 m NN; Höchststände sind bei 1,50 m NN zu erwarten (Angaben aus der Baugrundkarte Bremen 1980/81, Teile E1 und E2). Das Grundwasser fließt Richtung Westen.

Aufgrund der hydrogeologischen Situation ist eine Versickerung von Niederschlagswasser aus Oberflächen- und Dachentwässerungen in gewissen Bereichen möglich. Liegen Teilbereiche der Geländeoberfläche tiefer als + 2 m NN und ist im oberen Bereich mit schluffigtonigen Komponenten zu rechnen, so ist eine Versickerung von Regenwasser nur sehr eingeschränkt möglich.

Das Grundwasser ist nach DIN 4030 als schwach betonangreifend einzustufen 6 - 7; Gesamteisen: 1 - 10 mg/l; Chloride: 100 - 250 mg/l; Sulfate: 80 - 120 mg/l; Magnesium: 5 - 11 mg/l; Calcium: 50 - 75 mg/l).

Wir weisen darauf hin, dass die hydrogeologischen Möglichkeiten für geothermische Anlagen für die Gebäudebeheizung gegeben sind.

d) Wasser Grundsätze und Ziele

Nach § 2 Bremisches Wassergesetz und § 2 Bremisches Naturschutzgesetz sind Gewässer grundsätzlich zu erhalten, zu vermehren und möglichst naturnah auszubauen.

Sachverhalt und Bewertung

Mit einer wesentlichen Veränderung der Grundwasserverhältnisse ist nicht zu rechnen.

e) Klima Grundsätze und Ziele

Nach § 1 Baugesetzbuch ist das Klima zu berücksichtigen. Gemäß § 2

Bremisches Naturschutzgesetz sind Beeinträchtigungen des Klimas, hier insbesondere des lokalen Kleinklimas, zu berücksichtigen.

Sachverhalt und Bewertung Bauliche Veränderungen haben keine spürbare Auswirkung auf benachbarte Bereiche.

f) Auswirkungen auf Mensch/Erholung Grundsätze und Ziele

Gemäß § 1 Baugesetzbuch sind die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere die Belange von Freizeit und Erholung, zu berücksichtigen.

Sachverhalt und Bewertung

Mit Realisierung der geplanten Grünfläche wird das Angebot an nutzbaren Freiflächen erhöht.

g) Auswirkungen auf den Menschen/Lärmschutz Grundsätze und Ziele

Gemäß § 1 Baugesetzbuch sind bei der Aufstellung der Bauleitpläne insbesondere die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu berücksichtigen. Grundlage ist das die DIN 18005 ­ Schallschutz im Städtebau.

Sachverhalt und Bewertung

Das Plangebiet ist dem Lärm ausgesetzt. Insbesondere von der Autobahn A 27 und von der Leher/Lilienthaler Heerstraße gehen Lärmemissionen aus. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Lärmschutzwand an der Autobahn und der Abschirmung durch Gebäude wurde die Straßenlärmbelastung schalltechnisch untersucht (Bonk­Maire­ Hoppmann, Garbsen, März 2008). In den Wohn- und Mischgebieten sind bauliche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. In der verbindlichen Bauleitplanung werden Lärmpegelbereiche bestimmt und die Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen bei Aufenthaltsräumen festgelegt.

h) Auswirkungen durch sonstige Umweltbelange

Die sonstigen, u. a. in § 1 Abs. 6 Nr. 7 und in § 1 a Abs. 3 und 4 genannten Umweltbelange werden von der Planung nicht betroffen.

i) Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Umweltbelangen Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Umweltbelangen sind über die Darstellungen unter Punkt a) bis g) hinaus nicht bekannt.

3. Anderweitige Planungsmöglichkeiten

Wegen der Lärmbelastung von benachbarten Straßen und wegen der begrenzten Leistungsfähigkeit des Heerstraßenzuges sind die Nutzungsmöglichkeiten begrenzt. Grundsätzliche anderweitige Planungsmöglichkeiten bestehen darum nicht.

4. Verwendete Verfahren bei der Umweltprüfung Grundlage der Umweltprüfung ist die Arbeitshilfe Umweltprüfung in der Bauleitplanung der Freien Hansestadt Bremen nach dem 2007. Es werden keine erheblichen Umweltauswirkungen durch die Planung erwartet. Besondere methodische Schwierigkeiten traten nicht auf.

5. Maßnahmen zur Überwachung (Monitoring)

Gemäß § 4 c haben die Gemeinden erhebliche Umweltauswirkungen, die aufgrund der Durchführung der Bauleitpläne eintreten können, zu überwachen (Monitoring). Ziel ist es, eventuelle unvorhergesehene, nachteilige Auswirkungen zu ermitteln und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Im Rahmen der routinemäßigen Überwachung durch die Fachbehörden gelangen erhebliche, nachteilige und unvorhergesehene Umweltauswirkungen den Fachbehörden zur Kenntnis.

6. Allgemein verständliche Zusammenfassung

Die Beeinträchtigungen durch Lärm werden durch Maßnahmen in der verbindlichen Bauleitplanung (Bebauungsplan 2300) soweit wie möglich gemindert oder kompensiert.

Weitere Umweltbereiche/Wirkungsfelder einschließlich Wechselwirkungen sind nicht betroffen.

E) Finanzielle Auswirkungen/Genderprüfung

1. Finanzielle Auswirkungen Keine.

2. Gender

Durch die 87. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2001 sind grundsätzlich keine geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu erwarten.

Zusammenfassende Erklärung gemäß § 6 Abs. 5 Flächennutzungsplan Bremen in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2001

87. Änderung

­ Horn-Lehe ­ (Horner Mühle) (Bearbeitungsstand: 3. Juli 2007)

a) Berücksichtigung der Umweltbelange

Das ehemalige Ausbildungszentrum der Post ist aufgegeben worden. Das Gelände soll für neue Nutzungen erschlossen werden.

Innerhalb des Änderungsbereichs befindet sich der Bebauungsplan 2300 parallel im Verfahren.

Zu dem Umweltbericht wurden Untersuchungen, Gutachten und Messungen zu den Lärmbelastungen herangezogen und die Umweltreferate des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa beteiligt. Folgende Umweltauswirkungen wurden beschrieben und bewertet: Auswirkungen auf Natur und Landschaft, Boden, Wasser, Klima, Auswirkungen auf Mensch/Erholung sowie Auswirkungen auf den Menschen/Lärmschutz.

Die Beeinträchtigungen durch Lärm werden durch Maßnahmen in der verbindlichen Bauleitplanung (Bebauungsplan 2300) soweit wie möglich gemindert oder kompensiert.

Weitere Umweltbereiche/Wirkungsfelder, einschließlich Wechselwirkungen, sind nicht betroffen.

b) Alternativenprüfung

Wegen der Lärmbelastung von benachbarten Straßen und wegen der begrenzten Leistungsfähigkeit des Heerstraßenzuges sind die Nutzungsmöglichkeiten begrenzt. Grundsätzliche anderweitige Planungsmöglichkeiten bestehen darum nicht.