Spenden

Die Anzahl der nach dem HmbNFG vergebenen Grund- und Abschluss-Stipendien ergibt sich aus der beigefügten Tabelle. Sie umfasst den Zeitraum von 2001­2005.

Für das Jahr 2006 kann eine entsprechende Übersicht erst am Jahresende erstellt werden; es ist aber davon auszugehen, dass die Zahlen sich im Prinzip ähnlich wie in den Vorjahren entwickeln werden. Die Tabelle ist nach Fachbereichen (heute: Departments) untergliedert, da das sog. Fakultätengesetz noch nicht in Kraft war. Aus den Übersichten lässt sich nicht nur die Entwicklung der Anzahl der Stipendien, sondern auch der jährlichen Zuweisungsbeträge entnehmen.

a) als strukturelle Maßnahmen

­ Vorgabe von Zielquoten auf der Hochschulebene: gemäß Frauenförderrichtlinie der Universität müssen Frauen, die eine gleichwertige Qualifikation besitzen, solange bevorzugt eingestellt werden, bis der Anteil der Frauen in der jeweiligen Statusgruppe der jeweiligen Einrichtung mindestens 50 % beträgt;

­ Anreiz- und Sanktionssysteme in den jeweiligen Fächern/Departments für die Einstellung qualifizierter Wissenschaftlerinnen, z. B. kürzere bzw. längere Vakanzzeiten für die Besetzung der Stellen; Finanzierung der Reisekosten von Frauen zu Fachtagungen;

­ Leistungsbezogene Mittel zur Frauenförderung in einzelnen Departments für die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen.

b) als Fördermaßnahmen für die Zielgruppe

­ Qualifizierungsprogramm für außerfachliche Kompetenzen z. B. zu Karriereplanung, Kommunikation und Rhetorik, Berufungstraining, Drittmittelakquise;

­ Sommerworkshop des Womens Career Center „Kick nach oben" für Promovendinnen;

­ Karriereberatung für Studentinnen und Absolventinnen durch das Womens Career Center;

­ Etablierung einer vereinheitlichten und stärker strukturierten Promotionsbetreuung u. a. mit Beteiligung der Promovierenden an der Lehre, Teilnahme an Tagungen, die auch die Zielsetzung verfolgt, qualifizierte Frauen in der wissenschaftlichen Karriere zu fördern.

HAW:

Die HAW Hamburg fördert aus Mitteln des „Hochschul- und Wissenschaftsprogramm von Bund und Ländern" (HWP I- und HWP II-Programm) Promovenden und Förderprofessuren ­ HWP I: 741 400 Euro für Promovenden; HWP II 647 000 Euro für Promovenden.

Zu Förderprofessuren vgl. auch B. 3.

HCU:

Die HCU hat Mittel für ein Stipendium für 2006 zur Verfügung; diese Mittel konnten aufgrund der fehlenden Infrastruktur noch nicht ausgegeben werden.

HCU entwickelt derzeit ein Konzept für eine Research School mit dem Ziel der strukturierten Doktorandenausbildung HfMT:

Der HfMT vergibt jährlich ein Jahresstipendium gem. dem Gesetz zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses vom 7. November 1984. Das Stipendium betrug in 2001 715 Euro monatlich und seit 2002 bis heute 820 Euro monatlich Spezielle Maßnahmen für die Frauenförderung wurden in diesem Zusammenhang nicht durchgeführt.

3. Welche Formen der Nachwuchsförderung gibt es darüber hinaus? Wie hoch sind die finanziellen Ausgaben und mit welchen speziellen Maßnahmen werden Frauen gefördert ­ aufgeschlüsselt nach Hochschulen, Fakultäten und Departments? Wie haben sich Förderung und Ausgaben seit 2001 entwickelt?

Universität:

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird neben der regulären Graduiertenförderung von einem breiten Spektrum von Förderinstitutionen und Fördermaßnahmen getragen. Die für Stipendien oder Promotionsförderstellen (Halbstellen für wissenschaftliche Mitarbeiter) zugewendeten Mittel werden im Haushalt oder im Körperschaftsvermögen der Universität bewirtschaftet. Den Stipendiaten direkt und persönlich zugewendete Stipendien lassen sich auch in der für die Beantwortung einer Großen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht ermitteln. Das gleiche gilt für die im Rahmen von Drittmittelprojekten (z. B. DFG, BMBF, EU, VW-Stiftung, MPG u. ä.) zur Finanzierung von Halbstellen für wissenschaftliche Mitarbeiter zugewendeten Fördermittel.

Anlage B. 3. a: Stipendien in DFG-geförderten Graduiertenkollegs Anzahl und Zuwendungsbeträge der im Rahmen von DFG-geförderten Graduiertenkollegs gewährten Stipendien ergeben sich aus der Tabelle B. 3. a.

Anlage B. 3. b: Promotionsförderstellen in der Grundausstattung (Departments). Anlage B. 3. c: Spenden zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Die Universität/Körperschaftsvermögen erhält von dritter Seite Spenden zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die in den Jahren 2004 bis 2006 für die Finanzierung von Stipendien gewährten Beträge ergeben sich aus der Anlage B. 3. c.

Angaben für die Jahre 2001 bis 2003 lassen sich in der für die Beantwortung der Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht ermitteln.

Aus dem zentralen Frauenförderfonds der Universität werden seit 2005 Maßnahmen zur Nachwuchsförderung von Frauen finanziert. In 2005 waren es Seminare zur Karriereplanung in der Wissenschaft in Höhe von ca. 4000 Euro. Seit 2006 steht für das Qualifizierungsprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen zu außerfachlichen Kompetenzen (siehe B. 1.) ein Etat von 10 000 Euro/p. a. zur Verfügung. Die Fakultät Medizin hat für ein Qualifizierungsprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen zu außerfachlichen Kompetenzen ebenfalls einen Jahresetat von 10 000 Euro/p. a. Zusätzlich werden auch aus den Fakultätsbudgets finanzielle Ressourcen für Nachwuchsfördermaßnahmen für Frauen bereitgestellt, deren Höhe pro Jahr schwankt.

UKE:

Die Medizinische Fakultät hat aus Mitteln ihres Forschungsförderungsfonds Programme zur Graduiertenförderung aufgelegt. Nachwuchswissenschaftler können mit einem innovativen Projekt, welches fakultätsintern begutachtet wird, eine finanzielle Förderung bekommen (bis max. 50 Tsd. Euro), die als Anschubfinanzierung für eine dann externe Weiterförderung dienen soll. Daneben wurden zwei Rotationsstellen geschaffen, die jeweils für ein Jahr an besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler vergeben werden, damit diese von der klinischen Routine oder ihrer Lehrverpflichtung entlastet werden und sich gezielt einem Forschungsvorhaben widmen können. Die Programme sind nicht streng auf Graduierte beschränkt; auch hervorragende Studierende, die im Rahmen ihrer Promotion in Forschungsprojekten mitarbeiten, können sich bewerben.

Die Programme sind ­ ohne die Rotationsstellen ­ mit einer Summe von 500 Tsd. Euro für die Nachwuchsförderung (Projektförderung) und ebenfalls 500 Tsd. Euro für die Frauenförderung (siehe Frage A. 13.) budgetiert.

Die HAW Hamburg hat seit 2004 aus HWP Mitteln acht Förderprofessuren für Wissenschaftlerinnen mit hohen Chancen auf eine spätere Professur aufgelegt (vgl. A. 13.). Insgesamt standen 443 000 Euro für einen Förderzeitraum von sechs Jahren zur Verfügung. Darüber hinaus finanziert die HAW Hamburg, z. T. in Kooperation mit Unternehmen, die Fortführung der über 2006 unter Vertrag stehenden drei Wissenschaftlerinnen aus Haushaltsmitteln bzw. aus Mitteln eines Unternehmens. Eine Förderprofessur wurde an die HCU überführt. Mittlerweile haben drei der ehemaligen Stelleninhaberinnen einen Ruf als Professorin erhalten, zwei sind Professorinnen an der HAW Hamburg.

Mit Mitteln aus den Hochschulsonderprogrammen 1 und 2 (HSP 1 und 2) 1998/2003 konnte die HAW Hamburg an einzelne angehende Wissenschaftlerinnen Stipendien in Form von Werkverträgen, Kontaktstipendien, Wiedereinstiegsstipendien bzw. Promotionsstipendien vergeben. Die Zahl der Stipendiatinnen betrug 19. Eine der damaligen Stipendiatinnen ist mittlerweile Professorin an der HAW Hamburg. Leider stand diese aktuell noch immer angefragte Frauenförderungsmöglichkeit mit dem Nachfolgeprogramm HWP I und II in Hamburg nicht mehr zur Verfügung und konnte deshalb nicht fortgesetzt werden.