Flottenvertrag mit der Handwerkskammer aushandeln

Die rund 5000 Handwerksbetriebe in Bremen haben laut Aussage der Handwerkskammer zusammen etwa 15 000 Fahrzeuge. Zum Teil haben diese Fahrzeuge nur eine geringe Jahreslaufleistung, da sie als mobile Werkstätten dienen, um Handwerksarbeiten vor Ort durchführen zu können. Viele Handwerkerfahrzeuge verfügen bisher nicht über die für die Umweltzone erforderlichen Plaketten, da eine Umrüstung der Fahrzeuge nicht möglich bzw. betriebswirtschaftlich unverhältnismäßig ist.

Die wirtschaftlichen Folgen, die sich durch die Umweltzone für viele mittelständische Unternehmen ergeben, sind teilweise immens. Ein Flottenvertrag mit der Handwerkskammer mit Ausnahmeregelungen für die Umweltzone, ähnlich den Verträgen, die mit großen Unternehmen wie Inbev oder Hachez geschlossen wurden, würde die Situation der Handwerksbetriebe erheblich entspannen. Es könnten ökonomisch und ökologisch sinnvolle Übergangsregelungen für die Fahrzeuge der Handwerksbetriebe entwickelt werden.

Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, für die Umweltzone einen Vertrag mit Ausnahmeregelungen für die Fahrzeugflotte der bremischen Handwerker mit der Handwerkskammer auszuhandeln.