Konsequenzen aus Schulanwahl 2010/2011 ziehen ­ benachteiligte Schulen deutlich stärken und sichtbar fördern

Bei den letzten Schulanwahlen sind wiederum einige Oberschulen gering angewählt worden, die auch in den Vorjahren gering angewählt worden waren. Die Anmeldezahlen in Erst- und Zweitwahl lagen unter der Zahl der verfügbaren Plätze; teilweise werden auch nach Berücksichtigung der Drittwahl die verfügbaren Plätze nicht ausgeschöpft.

Bei den wenig angewählten Schulen handelt es sich weit überwiegend um Schulen mit Sozialindikatoren, die auf soziale Problemlagen im Einzugsbereich verweisen.

Das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens erfordert gerade an diesen Schulen, dass soziale Heterogenität und damit höhere Integrationsleistung mit besserer personeller, finanzieller und räumlicher Ausstattung unterstützt wird.

Die bestehenden Formen der Unterstützung, u. a. kleinere Klassengrößen in sozialen Brennpunkten, sind entweder unzureichend oder werden widerrufen, wenn im Rahmen der Schulanwahl Schülerinnen und Schüler untergebracht werden sollen. Zusätzliche Belastungen ergeben sich, wenn Schülerinnen und Schüler von anderen Schulen und aus anderen Bildungsgängen, insbesondere von Gymnasien, einwechseln.

Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:

Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf, sein Konzept und aktuelle Maßnahmen zur Stärkung und Unterstützung von mehrfach gering angewählten Oberschulen der Bürgerschaft vorzulegen.