Ausbildung auch für „Altbewerber"

In den letzten Jahren ist der Antrag der sogenannten Altbewerber unter den Lehrstellenbewerbern kontinuierlich angestiegen. Diese Gruppe hat es schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Je länger ihre erstmalige Bewerbung zurückliegt, desto schwieriger wird es, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Im Jahr 2006 lag der Anteil der Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit meldeten, erstmalig über 50 Prozent.

Nach Untersuchungen des Bundesinstituts für Berufsbildung ist der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei den Altbewerbern höher, der Anteil der Frauen höher und sie sind älter als der Durchschnitt aller Bewerberinnen und Bewerber.

Viele Altbewerber tauchen in den Statistiken der Ausbildungssuchenden nicht auf.

Wer begonnen hat zu jobben, in einer berufsvorbereitenden Maßnahme ist oder wieder die Schule besucht, wird als Ausbildungsplatznachfrager nicht mitgezählt, unabhängig davon, ob er oder sie sich intensiv beworben hat.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, für Hamburg Transparenz über die Größenordnung der Altbewerber in Hamburg herzustellen und darzulegen, wie viele junge Menschen in Hamburg einen Ausbildungsplatz im Dualen System suchen ­ unabhängig davon, ob sie zurzeit durch berufsvorbereitende Maßnahmen oder Jobs die Suche überbrücken.