Die positive städtebauliche Entwicklung hat bereits jetzt zu erhöhtem Verkehrsaufkommen geführt

Verkehr Altonaer Hafennordrand

Mit der Entlassung des Altonaer Hafennordrandes aus dem Hafengebiet (Drs. 18/2778) ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine abschließende städtebauliche Entwicklung des Stadtgebiets zwischen Neumühlen/Övelgönne bis zum Fischmarkt geschaffen worden. Dies ermöglicht darüber hinaus die wirtschaftliche Weiterentwicklung mit Gewerbe, Gastronomie, Wohnungen und kulturellen Einrichtungen. Des Weiteren soll das Terminal der früheren England-Fähre in absehbarer Zeit wieder für Kreuzfahrer genutzt werden. Insgesamt ist zu erwarten, dass dieses Gebiet für den Tourismus noch attraktiver wird.

Die positive städtebauliche Entwicklung hat bereits jetzt zu erhöhtem Verkehrsaufkommen geführt. Es ist zu erwarten, dass die Verkehrsmengen mit den anstehenden Veränderungen zukünftig noch in erheblichem Maße weiter ansteigen werden. Der Versuch, wie zum Beispiel die modifizierte Nutzung des Schellfischtunnels zwischen Neumühlen und dem Altonaer Bahnhof, ist derzeit nicht darstellbar. Die Forderung nach einer zusätzlichen Buslinie Hafenrandlinie ist bislang noch nicht verwirklicht worden.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

Der Senat beantwortet die Fragen unter anderem auf der Grundlage von Auskünften der Hamburger Verkehrsverbund GmbH wie folgt:

1. Wie hoch ist zum jetzigen Zeitpunkt das gesamte Verkehrsaufkommen in dem genannten Gebiet? Wenn möglich, aufgeschlüsselt nach

a) PKW

b) Lieferverkehr.

Für den nördlichen Hafenrand zwischen Övelgönne und St. Pauli Fischmarkt wurde in 2001 ein Verkehrsgutachten auf Basis von Verkehrsdaten von 1997 sowie eines städtebaulichen Konzepts erstellt. In diesem Zusammenhang wurden detaillierte Verkehrsprognosen für die als Anbindung an das übergeordnete Straßennetz vorhandenen Knotenpunkte Kaistraße/Klopstockstraße im Westen und Große Elbstraße/St.

Pauli Hafenstraße im Osten erstellt. Darin wurden neben den zusätzlichen Verkehren aus neuen Nutzungen auch eine weitere Bebauungsoption sowie Tourismusverkehr berücksichtigt mit dem Ergebnis, dass diese Knotenpunkte für die Zukunft zu ertüchtigen wären. Die letzte Verkehrserhebung hat an diesen Knoten im Mai 2006 folgende Werte ergeben (alle Angaben in Kfz/24 Stunden eines Werktags). Eine Differenzierung des Schwerverkehrs ab 2,8 to hinsichtlich des Lieferverkehrs findet generell nicht statt.

2. Wie hoch wird das Verkehrsaufkommen nach der abschließenden städtebaulichen Entwicklung sein? Dies bitte ebenfalls aufgeschlüsselt nach

a) PKW

b) Lieferverkehr

Siehe Antwort zu 1. a) und b).

c) ÖPNV.

Eine Abschätzung der zukünftigen Nachfrage ist nicht erforderlich, da das Angebot im Bus- und Schiffsverkehr laufend an die Nachfrage angepasst werden kann.

d) Zusätzliche Verkehre bezüglich Kreuzfahrt-Terminal, soweit diese nicht unter a) bis c) einzuordnen sind.

Die hieraus zu erwartende Nachfrage tritt tageszeitlich begrenzt nur an wenigen Tagen des Jahres auf und führt zu keinen erhöhten Anforderungen an das Straßennetz, die nicht im Wesentlichen bereits im gegenwärtigen Zustand erfüllt werden können.

3. Welche zukünftigen Maßnahmen sind für die Abwicklung des fließenden und des ruhenden Verkehrs vorgesehen?

Die in der Antwort zu 1. a) und 1. b), 2. a) und 2. b) genannten Knotenpunkte wurden zwischenzeitlich auf der Grundlage der Prognosen leistungsgerecht ausgebaut. Die am Knoten Kaistraße/Klopstockstraße notwendigerweise eingerichtete Linksabbiegemöglichkeit in Richtung Westen hat sich bewährt und zeigt die prognostizierten Auswirkungen.

Die Große Elbstraße wird in den nächsten Jahren abschnittsweise mit dem Ziel einer geordneten Führung für den fließenden und für den ruhenden Verkehr ausgebaut.

4. Ist ein zusätzlicher Anleger für die HADAG-Linie 62 vorgesehen?

Nein.

5. Wie wird die zukünftige Nutzung des Schellfischtunnels aussehen?

Eine verkehrliche Nutzung des so genannten Schellfischtunnels ist derzeit nicht geplant.