Das aufgewertete Fischereihafenareal samt Kreuzfahrtterminal wird als urbanes Zentrum etabliert

1. Anlass Hamburg entwickelt sich zunehmend zu einer der dynamischsten und attraktivsten Metropolen Europas. Um diese Entwicklung weiter zu stützen, ist es erforderlich, vorhandene Potenziale konsequent zu nutzen. Gegenstand dieser Drucksache ist es, durch die Aufwertung des Fischereihafenareals in Verbindung mit der Schaffung eines weiteren Großliegeplatzes für Kreuzfahrtschiffe bestehende städtebauliche und wirtschaftliche Chancen für Hamburg zu realisieren.

Die Aufwertung des Fischereihafenareals wird einen Beitrag zu Hamburg als lebenswerte Stadt leisten und damit Teil der Weiterentwicklung des Leitbilds „Metropole Hamburg ­ Wachsende Stadt" sein.

Das aufgewertete Fischereihafenareal samt Kreuzfahrtterminal wird als urbanes Zentrum etabliert. Die langfristig vorstellbare Ergänzung der derzeitigen Nutzung um Büround Gewerbeflächen wird attraktive Räume für wirtschaftliches Wachstum generieren und den Arbeitsmarkt stärken.

Mögliche Nutzungsformen, wie etwa Beach Clubs, werden das Areal und die Stadt insbesondere für Kreative attraktiv machen. Die fischgewerbliche Nutzung wird wegen ihrer wirtschafts- und strukturpolitischen Bedeutung wie auch aufgrund ihres arealprägenden Charakters erhalten bleiben.

Auch das Ergebnis der Architekturolympiade zeigt mit seinem prämierten Entwurf für den Fischereihafen Altona das Potenzial des Areals für eine städtebauliche Aufwertung.

Gleichzeitig soll mit der Entwicklung des Fischereihafenareals die Chance genutzt werden, von der dynamischen Entwicklung der Kreuzschifffahrt zu profitieren. Seereisen sind zurzeit der am stärksten wachsende Sektor des internationalen Tourismus. Im Fahrtgebiet Nordeuropa hat die Zahl der Buchungen sogar überproportional zugenommen.

Für das Wachstum einzelner Standorte sind die Attraktivität, das Erscheinungsbild und die Infrastruktur des jeweiligen Terminals von großer Bedeutung.

Der Hamburger Hafen hat sich in kürzester Zeit zu einem touristisch interessanten Ziel für Kreuzfahrten entwickelt.

Seit Ende des letzten und insbesondere in diesem Jahrzehnt ist ein rasanter Anstieg im Kreuzfahrtgeschäft zu verzeichnen. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass der Hafen eine einmalige Innenstadtlage in einer pulsierenden Metropole aufweisen kann und zum anderen mit dem sogenannten Hamburger Cruise Center (HCC) bereits einen der modernsten Kreuzfahrtterminals beherbergt.

Eine Bedarfsanalyse hat jedoch ergeben, dass das Kreuzfahrtterminal am Grasbrook mit seinen zwei Liegeplätzen ab 2009 nicht mehr ausreichen wird, um die künftige Marktnachfrage abzudecken. Die zunehmende Zahl großer Kreuzfahrtschiffe und die Überschneidung von Schiffsanläufen in der Hochsaison führen bereits heute zu Engpässen. Die dort vorhandenen zwei Liegeplätze ­ von denen nur einer als Liegeplatz für Großschiffe genutzt werden kann ­ werden die Schiffsanläufe interessierter Reedereien nicht mehr ausreichend bedienen können.

Durch die Aufwertung und Nutzung der ehemaligen Abfertigungsanlage für die Fährlinie nach England am EdgarEngelhard-Kai kann, dass sich abzeichnende gesamtwirtschaftliche Potential insbesondere in Tourismus, Gastronomie, Einzelhandel und Marketing ausgeschöpft werden.

Insgesamt gilt: Hamburg als Metropole am Wasser wird durch die Aufwertung des Fischereihafenareals als Hafenstadt greifbar und erlebbar. Durch die zahlreichen internationalen Kreuzfahrtgäste wird ein weiterer Hamburger Leuchtturm möglich. Damit sind auch erhebliche Marketingeffekte für Hamburg und die Profilierung der Marke Hamburg verbunden.

2. Nutzung des Fischereihafenareals als Kreuzfahrtterminal

Laut einer Studie aus September 2006 wird die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere weltweit von rund 14,4 Mio. im Jahre 2005 auf 18,8 Mio. im Jahre 2010 und bis zu 25 Mio. in 2015 steigen. Aus Deutschland kamen im Jahr 2005 ca. 600.

Passagiere (4 %). Deutschland lag bei der KreuzfahrtschiffBÜRGERSCHAFT

9.10.0718.Wahlperiode Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft Aufwertung des Fischereihafenareals und Nutzung der Potenziale der Kreuzfahrtschifffahrt für Hamburg nachfrage damit hinter den USA (66 %) und Großbritannien (8 %) an dritter Stelle.

Der Kreuzfahrtschifffahrtstourismus hat in Deutschland lediglich einen Anteil von 2 % am Gesamtreisemarkt, so dass hier weitere Wachstumspotentiale erkennbar sind. So hat sich die Zahl der deutschen Kreuzfahrtschifffahrtspassagiere seit Mitte der 1990iger Jahre mehr als verdoppelt, die durchschnittliche Wachstumsrate lag bei 10 % und damit deutlich höher als im Gesamtmarkt für Tourismusleistungen mit einer Steigerung von nur 4 % im gleichen Zeitraum. Von 2006 auf 2007 ist der Umsatz bei Hochseekreuzfahrten um 11,2 % auf 1,36 Milliarden Euro und die Passagierzahl um 10,3 % gestiegen.

Zudem wächst die Bedeutung des Kreuzfahrtziels Nordeuropa für deutsche Passagiere langsam aber stetig, von 2003 auf 2005 von 25 % auf 27 %. Der Anteil des Fahrgebiets Nordeuropa wird sich Prognosen zufolge auf 35 % im Jahr 2010 steigern. In 2006 sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes e.V. (DRV) rund 705.000 Reisende begrüßt worden. Die Zahl deutscher Kreuzfahrtschifffahrtspassagiere soll sich über alle Fahrtgebiete weiter auf 1,1 Mio. in 2010, 1,5 Mio. in 2015 und 2 Mio. in 2020 erhöhen.

Die langfristig positive Entwicklung der Kreuzschifffahrt lässt sich auch an den Neubauaufträgen ablesen. Die weltweiten Werftkapazitäten sind mit zurzeit 36 im Bau befindlichen Schiffen bis zum Ende des Jahrzehnts ausgelastet.

Die durchschnittliche Größe der Neubauten liegt bei über 2.300 Betten an Bord.

Auch in saisonaler Hinsicht geht der Trend zu einer Geschäftserweiterung. Bisher erstreckt sich die Hauptsaison von Mai bis September. Es werden jedoch auch vermehrt Wellness- und Themenfahrten außerhalb der Sommermonate bis in die Wintermonate angeboten (z. B. „Weihnachtsmärkte in Nordeuropa"). Daneben wird das Schiff durch ständige Erweiterungen der Angebotspalette vermehrt auch zur eigenen Destination (Partyschiffe, Freizeitangebote).

Das starke Wachstum am Gesamtmarkt wird sich nach den Prognosen überproportional in Hamburg widerspiegeln.

Hamburg weist eine für die Kreuzschifffahrt vorteilhafte Lage auf, da es sich im Schnittpunkt verschiedener nordeuropäischer Kreuzfahrtrouten befindet. Zudem ist Hamburg Zielhafen bei den saisonbedingten Überführungsfahrten vom Mittelmeer in die Ostsee. Hamburg wird außerdem verstärkt für die Vorstellung von Schiffen angelaufen.

Anders als bei kleineren Destinationen, kann sich die Branche in Hamburg selbst auf ein beachtliches Potential an Passagieren auch für das mittel- und höherpreisige Segment stützen, so dass sich die Zahl der Ein- und Ausschiffungen besonders erhöhen dürfte. Schließlich ist Hamburg als Destination touristisch insgesamt attraktiv, wie sich an den stetig steigenden Besucher- und Übernachtungszahlen ablesen lässt. So ist allein von 2005 auf 2006 ein Plus von 11,5% auf über 7,1 Mio. Übernachtungen zu verzeichnen gewesen (Deutschland insgesamt nur Zunahme von 2 %).

In der Entwicklung der Passagierzahlen der vergangenen Jahre bildet sich der Trend bereits ab (2006 Schätzwerte):

Nach 72 Anläufen im Jahr 2007 werden im Jahr 2008 voraussichtlich 100 Schiffsanläufe in Hamburger Hafen stattfinden. Für 2009 ist ein weiterer Anstieg auf mehr als 120 Anläufe prognostiziert. Für 2010 wird eine weitere Steigerung auf über 140 vorhergesagt.

Unter der konservativen Annahme einer Auslastung von 85 % wird für die Jahre 2008, 2009 und 2010 mit Passagierzahlen von 199.000, 271.000, und 326.000 gerechnet.

Während der Passagieranteil Hamburgs am Gesamtmarkt noch 2006 bei etwa 5 % lag, wird für 2007 ein Anteil von 8 % erwartet. Der Anteil soll sich nach weiteren Steigerungen in den drei Folgejahren bei 14 % einpendeln.

Die Liegeplatzbelegung wird stark von der zukünftigen Ankunftsverteilung der Schiffe abhängen. Die weiterhin bestehende Saisonalität wird weiterhin zu einer Konzentration der Schiffsanläufe auf die Monate April bis September führen. Im Jahr 2010 wird dies in den Kernmonaten zu folgender Verteilung führen: Im Mai 2010 über 25 und in der Zeit von Juni bis August immerhin ca. 20 Anläufe.

Gleichzeitig werden sich die Abfahrten zum Ende der Woche ­ insbesondere Freitag und Sonnabend ­ weiter häufen. Dahinter steht ein Trend zu einwöchigen Kreuzfahrten sowie zu Kurztrips. So werden in 2010 bereits 35 % der Abfahrten am Sonnabend stattfinden (2007 noch 24 %).

Aufgrund der Effekte der „economies of scale" steigen die durchschnittliche Größe von Neubauten und damit einhergehend die Passagierzahlen stark an. Deswegen wird es vermehrt Anläufe von größeren Schiffen über 260 m Länge mit einer Bettenkapazität von 2.500 bis 3.600 geben. Ihr Anteil wird in Hamburg von 7 % in 2006 auf 32% in 2010 steigen. Das HCC hält jedoch nur zwei Liegeplätze mit einer Gesamtlänge von 460 m vor, an denen ­ mit Überlänge ­ zwei Schiffe mit einer Gesamtlänge von maximal 520m gleichzeitig festmachen können. Daher kann stets nur ein Schiff der großen bzw. der sehr großen Klasse anlegen, und daneben ein kleines oder mittleres Schiff (z.B.: Doppelbelegung durch die „Queen Mary II" mit 345m und die „Deutschland" mit 175 m. Die „Europa" mit 200 m könnte hingegen schon nicht mehr aufgenommen werden.) Bereits 2010 wird mit 17 Überschreitungen der Gesamtlänge und mit acht Dreifachbelegungen gerechnet, bei denen jedenfalls ein Schiff auf einen anderen Liegeplatz ausweichen muss.

Vor dem Hintergrund der anwachsenden Anzahl von Schiffsanläufen und der steigenden Durchschnittsgröße Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen im HCC steigen die Erwartungen der Branche an Hamburg, einen weiteren Großliegeplatz in möglichst attraktiver Lage und mit direkter verkehrlicher Anbindung an das Stadtzentrum zu schaffen. Notwendig ist deshalb ein adäquates Angebot an Terminalkapazität, um den zusätzlichen stadtwirtschaftlichen Nutzen realisieren zu können.

Eine Analyse hat ergeben, dass der Edgar-Engelhard-Kai am Nordufer der Elbe für die geplante Nutzung hervorragend geeignet ist. Die Passagiere können von dort aus das zunehmend attraktive nördliche Elbufer kennenlernen und auf kurzen Wegen die maritime Metropole Hamburg erkunden. Der Fischmarkt und das erhaltungswürdige fischverarbeitende Gewerbe vermitteln ursprüngliche hafentouristisch interessante Impressionen. Der nahe gelegene traditionsreiche Hamburger Hafen ist ebenfalls reich an touristischen Attraktionen.

Eine Kaimauer ist ­ wenn auch ausbaubedürftig ­ bereits vorhanden. Eine Terminalnutzung ist in dem Bestandsgebäude bereits baulich und mietvertraglich angelegt, auch Parkflächen sind teilweise bereits verfügbar. An dem Liegeplatz könnten nach Verlängerung und Ertüchtigung der vorhandenen Kaimauer Schiffe bis 300 m Länge festmachen. Die den Liegeplatz in Anspruch nehmenden Kreuzfahrtschiffe mit bis zu 300 m Länge haben in der Regel bis zu 2.800 Passagiere an Bord. Die größten Schiffe dieser Klasse können mit bis zu 3.600 Gästen und 1.360 Besatzungsmitgliedern besetzt sein (z. B. die „Jewel of the Seas").

Durch eine Erweiterung der Terminalkapazitäten kann Hamburg erhebliche positive, stadtwirtschaftlich nachhaltige Effekte erzielen.

Zunächst zahlt jedes zusätzliche Kreuzfahrtschiff Hafengeld an die Hamburg Port Authority (HPA).

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Schiffe in Hamburg liegt bei 10 bis 12 Stunden. Die Ankunft erfolgt meist frühmorgens, am frühen Abend stechen die Schiffe wieder in See. Innerhalb dieses Zeitfensters geben Passagiere, Bordpersonal und Reedereien Geld in Hamburg aus.

Insbesondere Gastronomie und Einzelhandel würden von zusätzlichen Touristenströmen profitieren, d.h. Hotel- und Gaststättengewerbe, Stadtführer, Museen, Sehenswürdigkeiten, Ausflugsagenturen, Bus- und Taxiunternehmen, Parkhäuser, Hamburger Verkehrsverbund (HVV) und Souvenirverkäufer. Weitere Nutznießer sind Reisebüros, Reiseveranstalter, der Flughafen und Verkehrsgesellschaften.

Kreuzfahrtschiffpassagiere geben im Schnitt bei einem Besuch in einem europäischen Hafen über 100 Euro aus (einschließlich Flugkosten). Für Hamburg liegen die durchschnittlichen Ausgaben in 2006 bei knapp 200 Euro pro Passagier (ohne Flugkosten).

Bei einer erwarteten Passagierzahl von 113.000 im Jahr 2007 wird für Hamburg mit Umsätzen von über 90 Mio. Euro gerechnet. Diese Umsätze setzen sich zusammen aus den Ausgaben von Kreuzfahrtpassagieren und von Tagesausflüglern, die Hamburg besuchen, um die Kreuzfahrtschiffe zu sehen. Außerdem fließen in die Umsätze die Ausgaben der Besatzungsmitglieder ein. Im Einzelnen profitiert Hamburg sowohl von den Ausgaben der so genannten „Turnaround-Passagiere" (22 Mio. Euro) als auch von den Ausgaben so genannter „Landgänger" (2 Mio. Euro). Auch die Ausgaben der Besatzungsmitglieder (1 Mio. Euro) kommen der Hamburger Wirtschaft zu Gute.

Für den überwiegenden Teil des Umsatzes werden nach den vorliegenden Prognosen allerdings etwa 1 Mio. Tagesausflügler verantwortlich sein. So bescherten 2007 insbesondere die im Rahmen der Taufe des Kreuzfahrtschiffes „AIDAdiva" im Mai veranstalteten „AIDAdays Hamburg" zusätzliche Umsätze. Zusammen mit anderen Veranstaltungen gaben Tagesausflügler und Übernachtungsgäste an die 65 Mio. Euro aus.

Schließlich ergibt sich ein zusätzlicher, durch das Event „Kreuzfahrtschiff" bis in den internationalen Raum wirkender Marketingeffekt für Hamburg. Auch dieser Marketingeffekt, der schwer zu beziffern ist, wird sich für Hamburg wertschöpfend auswirken.

Hinzu kommt der Versorgungsbedarf der Hamburg anlaufenden Kreuzfahrtschiffe etwa hinsichtlich Proviantierung und Treibstoff sowie Entsorgungsbedarfen. Auch können Schiffe ihre Reparatur- und Instandhaltungsbedarfe teilweise in Hamburg decken. Technisch bedeutet das Anlaufen eines Kreuzfahrtschiffes Arbeit für folgende Bereiche: Lotsen, Festmacher und Schlepper, Hafenagenten, Abfertigungsfirmen, Werften, Reparaturfirmen, Schiffsausrüster, Bemannungsfirmen, Schiffsklassifizierer, Sicherheitsfirmen sowie Lieferanten von Proviant, Trinkwasser und Bunkeröl.

3. Weitere Aufwertung des Fischereihafenareals

Im Zentrum des Fischereihafenareals soll die fischwirtschaftliche Nutzung erhalten bleiben. Die Fischmarkt Hamburg-Altona GmbH (FMH) ist Garant, dass das Areal weiterhin fischgewerbliche Betriebe beherbergt. Derzeit sind es 65 Betriebe. Etwa 750 Beschäftigte, die einen wohnortnahen Arbeitsplatz haben, erarbeiten einen Umsatz von rund 380 Mio. Euro. Neben der wirtschaftlichen Bedeutung gibt die fischgewerbliche Nutzung dem Areal einen einzigartigen Charakter. Gerade in Verbindung mit einem modernen Kreuzfahrtterminal steht sie symbolhaft für Hamburg als maritime Metropole.

Verbunden mit der Einrichtung des Kreuzfahrtterminals werden die bestehenden Freiflächen neu gestaltet. Die Gestaltung muss dabei verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Sie muss zunächst zwingend so erfolgen, dass die Abfertigung der Kreuzfahrtschiffe problemlos möglich ist.

Dazu muss sie insb. als Park- und Kaifläche unter Einhaltung der internationalen Sicherheitsbestimmungen nutzbar sein. Erfahrungswerte am Kreuzfahrtterminal in der HafenCity zeigen, dass bei einem Passagierwechsel etwa 80 % der Fahrgäste per Bustransfer und 20 % individuell per PKW oder Taxi anreisen. Einen Stop-Over nutzen durchschnittlich 90 % der Passagiere für Ausflüge per Bus.

Um die Ankunft und Abfahrt der erwarteten Passagierzahlen sicherzustellen, sehen die Planungen die Einrichtung von mindestens 200 PKW-Stellplätzen und 27 Busstellplätze vor. Daneben ist der Terminal Zielort zahlreicher LKW und Kleintransporter, die Ausrüstungsmaterial und Proviant anliefern. Deren Zahl steigt zusätzlich in den Fällen, in denen Hamburg für eine komplette Saison als Basishafen eines Kreuzfahrtschiffs vorgesehen ist. Für Reisewechsel ist auch die Verproviantierung mit bis zu 20 LKW erforderlich.

Taxen müssen in einer separaten Spur oder Fläche vorgehalten werden können. Erfahrungen am Kreuzfahrtterminal in der HafenCity zeigen, dass bis zu 100 gleichzeitig vor Ort befindliche Taxen durchaus üblich sind.

Zu den Zeiten, wo die Kaianlage nicht durch Kreuzfahrtschiffe genutzt wird, sollen die Freiflächen auch für weitere Nutzungen zur Verfügung stehen. Denkbar sind beispielsweise Events (wie z. B. Volleyball) oder Beach-Clubs. Das Areal wird zudem in die Elbpromenade einbezogen und somit auch für Fußgänger erlebbar. Denkbar ist zusätzlich die Umsetzung von Vorschlägen aus der Architekturolympiade, die von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführt wurde, insbesondere die direkte Anbindung an den Altonaer Balkon für Fußgänger.