Die Straße Karlshöhe ist Hauptverkehrsstraße mit werktäglich rd

Für die wenigen, rund 4 mal im Jahr geplanten Veranstaltungen (z. B. Apfeltage) mit über 1.000 Besuchern täglich sollen wie auch bisher Ausweichstellplätze an der benachbarten Grundschule Karlshöhe genutzt und ausgeschildert werden.

Die Straße Karlshöhe ist Hauptverkehrsstraße mit werktäglich rund 18.000 Kfz/d bei rund 3 % Schwerverkehrsanteil.

Die aus dem erwarteten Besucherverkehr resultierende Verkehrsmenge führt nur zu einer geringen, auf der Straße Karlshöhe kaum wahrnehmbaren Zunahme der Verkehrsbelastung und erfordert insbesondere unter Berücksichtigung seiner zeitlichen Verteilung keine besonderen baulichen Maßnahmen.

6. Besucherprognose

Die Lage des UmwelterlebnisParks Karlshöhe im bevölkerungsreichsten Bezirk Wandsbek ist von großem strategischen Vorteil. Die Einrichtung ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln für Besucher erreichbar, was jedoch weiter verbessert werden soll (siehe Ziffer 5.). Im Rahmen des Grünflächenverbundes ist der Standort als Ausflugsziel auch für Radfahrer von großem Interesse.

Bisher hatte das Zentrum bis zu 45.000 Besuche inklusive Spaziergängern (2006) pro Jahr, mit Schwerpunkt im Sommerhalbjahr. Auf der Basis einer Machbarkeitsstudie wird mit 140.000 Besuchen inklusive Spaziergängern pro Jahr gerechnet. Hauptursache für diese Zunahme ist das inhaltlich und zeitlich wesentlich verbesserte Angebot durch Veranstaltungen zu Zeiten, in denen bisher wenig Betrieb statt fand (nachmittags, abends, Winter, Schulferien) aber auch durch parallel mögliche Veranstaltungen auf Grund zusätzlicher Räume.

Besucher der Ausstellung Speziell wegen der Ausstellung werden rund 26.000 Freizeit-Besucher den UmwelterlebnisPark Karlshöhe aufsuchen. Hinzu kommen rund 10.000 Kinder aus Kindergarten- und Schulklassenbesuchen.

Besucher von organisierten Umweltbildungsseminaren Rund 19.000 Besucher (Kinder und Erwachsene) kommen gezielt wegen eines organisierten Seminarangebotes, zuzüglich etwa 5.000 bringende/ abholende Eltern, die in ihrer Funktion als Wartende potentielle Besucher der Gastronomie oder der Ausstellung sein werden.

Besucher von Veranstaltungen (Feste, Märkte, Wochenmarkttage) Unterschiedliche, offen zugängliche Veranstaltungen sprechen rund 37.000 Besucher gezielt an wie z. B. der ÖkoMarkttag mit rund 20.000, Kürbis-Fest mit rund 1.000 und mit der Reihe „Kultur im Stall" weiteren rund 1.000 Besuchern.

Besucher des Außengeländes

Den größten Besucheranteil mit etwa 30 % stellen die Besucher des Außengeländes dar. Zu einem überwiegenden Teil handelt es sich hierbei um 10.000 „Naherholer", die das Außengelände „ihres" UmwelterlebnisParks Karlshöhe mehrfach jährlich ­ überwiegend zu Fuß oder per Fahrrad ­ rund 40.000 mal insgesamt aufsuchen. Diese spazieren gehende Besuchergruppe stellt für den Gastronomiebetrieb als auch für den Ausstellungsbetrieb eine wesentliche Zielgruppe dar.

Diese wesentlich größeren Besucherzahlen infolge der Modernisierung sollen nicht auf Kosten des Geländes, der Natur, des Stadtteils oder der Nachbarschaft stattfinden.

Hierfür werden eine Besucherlenkung, ausreichende Parkplätze, verbesserte Anbindung an den ÖPNV und das Radwegenetz sowie organisatorische Maßnahmen sorgen.

7. Betrieb des UmwelterlebnisParks Karlshöhe Betreiberin des UmwelterlebnisParks Karlshöhe soll zunächst die IGS Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH (IGS GmbH) werden. Gesellschafter der IGS GmbH sind die Freie und Hansestadt Hamburg und die Deutsche Bundesgartenschau- Gesellschaft mbH (DBG).

Die DBG wird nach dem Ende der Internationalen Gartenschau aus der Gesellschaft ausscheiden.

Der Gesellschaftszweck der IGS GmbH umfasst das hier konzipierte Vorhaben. Zweck der Gesellschaft ist gemäß § 2 Absatz 2 des Gesellschaftsvertrages neben der Förderung des Umwelt- und Landschaftsschutzes die Förderung von Kultur, Bildung und Erziehung durch die Planung, Schaffung, Gestaltung und Sicherung von zusammenhängenden Parkanlagen in der FHH. Vorgesehen ist die beispielhafte Gestaltung und Pflege von Grünflächen, Gärten und Ortsteilen durch pflanzenbauliche Ausstellungen, Lehrschauen und sonstige Veranstaltungen, in denen über Fragen des Gartenbaus, des Umweltschutzes, der natürlichen Lebensgrundlagen, des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Stadtentwicklung informiert werden soll. Diesen Vorgaben des Gesellschaftsvertrages wird das Konzept des UmwelterlebnisParks Karlshöhe in vollem Umfang gerecht. Weiterhin sieht das Konzept der Internationalen Gartenschau (IGS) vor, dass auch außerhalb des IGS-Geländes in Wilhelmsburg Außenstellen mit Bezug zur IGS eingerichtet und so werblich für die Hauptveranstaltung in Erscheinung treten können.

Innerhalb der IGS GmbH wird der UmwelterlebnisPark Karlshöhe organisatorisch und in der Ergebnisrechnung als eigener Geschäftsbereich so abgegrenzt, dass eine klare Trennung zur IGS erkennbar sein wird. Aus dem Gesellschaftsvertrag der IGS GmbH kann der Gesellschafter DBG bei seinem Ausscheiden keine Rechte geltend machen, die den UmwelterlebnisPark Karlshöhe betreffen.

Insofern entfällt wegen der Übertragung des Projektes an die IGS GmbH eine gesonderte Gründung. Somit entstehen neben einer Zeitersparnis von mehreren Monaten keine zusätzlichen Gründungskosten für eine eigene Gesellschaft und in der Folge keine Belastungen durch die Gremienarbeit, da auch diese bereits im Rahmen der IGS GmbH erfolgt. Der Betrieb durch die IGS GmbH ermöglicht zusätzliche Synergieeffekte, da keine eigene Geschäftsführung und keine eigene kaufmännische Fachkraft erforderlich sein werden und das Marketing eng verzahnt mit dem des sonstigen IGS-Betriebs erfolgen kann.

Auch nach Ende der IGS in 2013 könnte die IGS GmbH den Betrieb weiter führen. Dies ist dann jedoch gesondert zu entscheiden. Im Falle einer Weiterführung ist eine organisatorische Anpassung erforderlich.

Betriebsmittel

Der jährliche Finanzbedarf für den laufenden Betrieb des UmwelterlebnisParks Karlshöhe wird wie folgt geschätzt (in Tsd. Euro):

Dem jährlichen Finanzbedarf stehen bei voll laufendem Betrieb Einnahmen u. a. aus dem Besuch der Ausstellung, von Veranstaltungen und der Vermietung in Höhe von rund 320 Tsd. Euro zur Verfügung. In 2008 werden nur geringe Einnahmen erwartet, da der Betrieb wegen der Baumaßnahmen nur eingeschränkt laufen kann. Danach erhöhen sich die Einnahmen schrittweise und erreichen ab 2012 ihr dauerhaftes Niveau.

Die Deckungslücke soll durch einen Zuschuss aus dem Haushalt gedeckt werden. Ab 2013 muss von einer Belastung des Haushaltes in Höhe von 530 Tsd. Euro ausgegangen werden. Die erforderliche Aufstockung des bereits bei dem Titel 6800.684.40 „Zuschüsse für Betrieb und Unterhaltung des Hamburger Umweltzentrums Karlshöhe" veranschlagten Zuschusses in Höhe von 64 Tsd. Euro kann zu gleichen Teilen durch Umschichtung innerhalb des Einzelplans 6 und aus dem allgemeinen Haushalt gedeckt werden.

Investitionen

Für den Um- und Ausbau des UmwelterlebnisParks Karlshöhe sowie der Installation der Ausstellung wird ein Investitionsbedarf in Höhe von ca. 5.520 Tsd. Euro veranschlagt.

Sie werden aus dem „Sonderinvestitionsprogramm Hamburg 2010" (SIP) finanziert. Die Mittel werden der IGS GmbH als Zuschuss bei dem neuen Titel 6800.891. „Zuschuss zur Modernisierung des Hamburger Umweltzentrums" zur Verfügung gestellt. Durch eine bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) bereits beantragte Förderung in Höhe von maximal 850 Tsd. Euro könnte eine entsprechende Haushaltsentlastung realisiert werden.

Wirtschaftlichkeit

Die Arbeit von Umweltbildungseinrichtungen vergleichbarer Größe und Ausrichtung ist in der Regel zuschussbedürftig. Maßstab für den Erfolg ist daher das KostenNutzen-Verhältnis. Der angestrebte Hauptnutzen, die Emissionen von CO2 zu mindern, muss sich also kostenseitig mit anderen Maßnahmen messen, die das gleiche Ziel haben. Unter der Annahme, dass der Besuch des UmwelterlebnisParks Karlshöhe bei 100.000 Besucherinnen und Besuchern zu 5 % geringeren Emissionen führt, die im Mittel vorher 10 Tonnen CO2 pro Jahr betragen haben, vermeidet die Einrichtung die Emission von 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspricht den CO2-Emissionen von 357 Mio. Pkw-Kilometern (140 g/km) oder eines mittleren Kohlekraftwerks von 500 MW in knapp sechs Tagen (750 g/kWh). Bei Kosten für den Haushalt von 530 Tsd. Euro jährlich im laufenden Betrieb ab 2014 kostet die eingesparte Tonne CO2 10,6 Euro. Dies liegt im unteren Bereich realisierter sonstiger Projekte wie Effizienzsteigerung von Kohlekraftwerken, erneuerbaren Energien oder Wärmedämmung.

Darüber hinaus führt eine Abwägung weiterer Argumente zu der fachlichen Einschätzung, dass die erhöhten Betriebskosten akzeptiert werden können, weil

­ Arbeitsplätze in der Umweltpädagogik, Gastronomie, Grünpflege und Marketing geschaffen werden,

­ Aufträge an Dritte (Werbung, Technik, Grünpflege, Märkte, Events) die regionale Wirtschaftskraft stärken,

­ die Infrastruktur für Bildung und Freizeitgestaltung im Bezirk Wandsbek verbessert wird,

­ eine Investition in die natur- und ingenieurwissenschaftliche Bildung, insbesondere für Kinder, als Zukunftsinvestition für die Ausbildung von späteren Naturwissenschaftlern und Ingenieuren gesehen wird,

­ städtisches Eigentum (Grünfläche und Gebäude) damit inwertgesetzt wird und der Vermögenswert steigt,

­ durch Kooperationen mit Dritten (Zentrum Zukunftsfähiges Bauen, Energieunternehmen, Umweltakademien in Norddeutschland) Kosten für Seminare und Veranstaltungen gespart werden können und

­ die Informations- und Bildungsangebote zu Energieeinsparungen und weiteren Veränderungen im Lebensstil und Alltagshandeln führen und somit zur Reduzierung von Kosten für Klimawandel und Klimafolgen beitragen.

Weiterhin verspricht der UmwelterlebnisPark Karlshöhe zusätzliche Synergieeffekte in der umweltpädagogischen Arbeit.