Der Kampfmittelräumdienst hat von 1987 bis 2007 III Quartal folgende Kampfmittel entdeckt

Die Beseitigung von Bomben aus dem 2. Weltkrieg, den sogenannten Blindgängern auf Grundstücken in Hamburg

Ich frage den Senat:

1. Wie viele Blindgänger sind in den letzten 20 Jahren ­ von 1987 bis 2007 ­ jeweils jährlich durch den Kampfmittelräumdienst entdeckt und beseitigt worden?

Der Kampfmittelräumdienst hat von 1987 bis 2007 (III. Juli 2007 wurde eine Katasterstelle umgewandelt in eine Stelle „Luftbildauswerter". Zusätzlich unterstützen seit September 2007 zwei Mitarbeiter von Hamburg Port Authority die Luftbildauswerter.

Seit 2005 werden jährlich zusätzliche Ingenieurstunden im Umfang von durchschnittlich zwei bis drei vollbeschäftigten Mitarbeitern durch Kräfte von Zeitarbeitsfirmen abgedeckt.

3. Wie viele Anträge beziehungsweise Sachverhalte zur Überprüfung von Grundstücken sind in den Jahren 1997 bis zum 3. Quartal 2007 jeweils jährlich an den Hamburger Kampfmittelräumdienst gerichtet worden?

Die Antragszahlen für die Luftbildauswertung haben sich von 1997 bis 2007 (III. Welche neuen technischen Geräte sind in den Jahren 1997 bis 2007 jeweils jährlich zur Verbesserung der Erfüllung der Aufgaben des Kampfmittelräumdienstes eingeführt worden und welche Verbesserungen waren damit jeweils verbunden?

Für die beiden Aufgabenbereiche des Kampfmittelräumdienstes (Luftbildauswertung und Kampfmittelbeseitigung) wurden folgende technische Neuerungen eingeführt (für die Jahre 1997 ­ 2000 liegen keine Unterlagen vor): Jahr Technische Neuerungen Luftbildauswertung 2001 Beschaffung von zwei mobilen GPS-Empfängern zur Absteckung von Verdachtspunkten und Aufnahme von abgesuchten Flächen.

Technikumbruch in der Geodäsie, Genauigkeitsgewinn und Optimierung beim Personaleinsatz 2004 Einführung der digitalen Luftbildauswertung, Beschaffung der ERDAS-Luftbildauswerte-Software, sowie Digitalisierung des Luftbildbestandes mittels zweier Hochleistungsscanner. Speicherung auf Massenspeicher (20 Terrabyte) mit Grobentzerrung und Einpflege in eine Luftbilddatenbank.

Absicherung des historischen Luftbildbestandes. Zeitoptimierte Zugriffsmöglichkeit auf die Luftbilder. Optimierte Entzerrungs- und Interpretationsmöglichkeiten.

2005 Einführung des Geoinformationssystems Arc-GIS inklusive Erfassung der Altdaten.

Zeitoptimierte Zugriffsmöglichkeiten auf die Archivdaten.

Zugangsmöglichkeit für Baudienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg über Geoinfo-Online.

2006 Freigabe des holländischen Luftbildarchives. Sofortige Beschaffung von 1.000 Luftbildern.

Füllung von Lücken im Bestand. Gute Auswertemöglichkeiten, dadurch weniger Fehlinterpretationen.

2007 Ausstattung der Spezialarbeitsplätze „Photogrammetrie" mit optimierten Spezialbeleuchtungsanlagen.

2007 Außenjalousie mit Steuerung für Lichteinfall und Temperatursteuerung für Luftbildbetrachtung.

Arbeitsschutzmaßnahmen für die Spezialarbeitsplatze „Photogrammetrie". 2007 Freigabe des Jarric Luftbildarchives. Sofortige Beschaffung der ersten 2500 Bilder.

Füllung von Lücken im Bestand. Gute Auswertemöglichkeiten, dadurch weniger Fehlinterpretationen.