Hochschule für bildende Künste HfbK Jahr Outgoings weibl

Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg ­ 18.3 Welche Chancen sieht der Senat im Rahmen des neuen Bildungsrahmenprogramms LLP 2007 ­ 2013 für Hamburger Studierende?

Im Rahmen des Programms LLP werden die Hamburger Hochschulen in die Lage versetzt, stärker als bisher den Wunsch vieler Studierender nach der Förderung von Auslandspraktika zu erfüllen. Ferner wird im LLP die Studierendenmobilität noch stärker als in der Vergangenheit unter den Gesichtspunkt der Qualitätskontrolle gestellt:

Jede geplante Mobilitätsmaßnahme findet auf der Basis eines vorab geschlossenen „learning agreements" statt; dies erhöht die Planungssicherheit für die beteiligten Studierenden und soll weitgehend die in der Vergangenheit häufig defiziente Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen sicherstellen. Eine weitere Verbesserung besteht darin, dass auch strukturierte Doktorandenprogramme im Rahmen von ERASMUS-Mundus förderfähig sein werden.

Gibt es konkrete Zielsetzungen des Senats zur Nutzung des LLP Programms im Zeitraum 2007 ­ 2013? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?

Die UHH strebt an, während der Laufzeit des LLP-Programms die Zahl der outgoings auf circa 800 pro Jahr zu steigern und wird darüber hinaus Maßnahmen zur Stärkung der Reziprozität ergreifen, das heißt die Zahl der incomings, so weit möglich der Zahl der outgoings angleichen.

HAW: Geplant sind Europäische Masterkurse mit Double und Joint Degrees, um Transparenz und Vergleichbarkeit der Lehre zu gewährleisten. 2007 wird die Entwicklung eines Europäischen Masters in Nursing geplant. Eine Teilnahme am Programm ERASMUS-Mundus wird vom Department Flugzeugbau für das Jahr 2008 geplant.

Durch Steigerung der Mobilität und der forcierten Vernetzung und Ausweitung der Kooperationen im europäischen Bereich wird eine Qualitätssteigerung im europäischen Bildungsraum zur Umsetzung des Bolognaprozesses angestrebt.

ERASMUS-Praktika ­ Konsortium unter der Führung der HAW: Die Anzahl der Vermittlungen soll gesteigert und der Anteil der einzelnen Hochschulen an den Vermittlungen der Hochschulgröße entsprechend angepasst werden. Im März 2008 wird die HAW Hamburg voraussichtlich einen neuen ERASMUS-Praktika-Antrag beim DAAD stellen. Die Zahl der zu beantragenden Stipendienplätze soll im Verhältnis zum laufenden Projekt mindestens verdoppelt werden.

Die HfbK richtet ihre Beteiligung am LLP stark nach den aktuellen Interessen der Studierenden und plant in kurzfristigen Zeiträumen.

Die HfMT bemüht sich um eine Steigerung der Dozentenmobilität, um die Festigung der Studierendenmobilitätsquote und um verstärkte Aktivitäten in Bereichen, die besonders ausbaufähig sind (zum Beispiel Theater).

Die TUHH strebt an, im Rahmen des LLP die Zahl der mobilen Studierenden zu erhöhen. In den Masterstudiengängen ist mit dem dritten Semester ein Zeitfenster eröffnet worden, in dem sich Mobilität realisieren lässt.

Die HCU erwartet vom LLP die Ergänzung des Partnerschaftsnetzes um die regionalen Lücken, die Identifizierung von Premium-Partnern zur gemeinsamen CurriculumEntwicklung, die Entwicklung von ERASMUS-Intensivprogrammen, die weitere Steigerung der Studierendenmobilität und eine signifikante Steigerung der Dozentenmobilität.

Der „Monitor Wachsende Stadt" (Bericht 2007/Anhang) weist im Jahr 2006 für Hamburg einen Anteil von 8,9 Prozent sogenannter „Bildungsausländer" aus. In Stuttgart liegt dieser Wert bei 15,8 und in München bei 12,5 Prozent.

Sieht der Senat Möglichkeiten, das Programm Lebenslanges Lernen der EU für eine gezielte Steigerung der Attraktivität Hamburgs als Studienort für junge Menschen aus der EU und benachbarten Drittstaaten zu nutzen?

Wenn ja, welche? Bitte jeweils für die EU-Mitgliedsstaaten und die benachbarten beziehungsweise assoziierten Drittstaaten darstellen.

Ja. Der Anteil der Bildungsausländer war bis 2005 auf 5 Prozent begrenzt. Das Programm LLP kann mit gut organisierten Partnerschaftsverträgen zwischen den Hochschulen und der garantierten Anrechnung der in Hamburg erbrachten Leistungen die Attraktivität Hamburgs als Studienstandort steigern. Das sehr schlanke Verfahren zur Abschließung von Partnerschaftsverträgen sowie die einfache Auswahl der Programmbewerber ermöglicht eine schnelle Durchführung von Mobilitätsmaßnahmen.

Incomings können im LLP sowohl an Hamburger Partnerhochschulen studieren als auch Praktika in Hamburger Unternehmen durchführen. Die Hochschulen schließen derzeit entsprechende Partnerschaftsverträge ab.

Die HfMT ist eine Hochschule mit einem großen Bildungsausländeranteil. Grund dafür ist unter anderem die internationale Ausrichtung des Musikerberufes an sich. Ergänzt wird die Hochschulausbildung oft durch sog. Meisterkurse. Über das LLP können Studierende zwischen 3 bis 12 Monaten mit einem Lehrenden studieren und erhalten damit die Möglichkeit, ergänzende Studien in noch intensiverer Form zu erhalten.

Wenn nein, warum nicht?

Entfällt.

6. Dies ist Bestandteil der Vertragsbeziehungen mit der EU.

Welche Chancen sieht der Senat im Programm Tempus IV für die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern der EU im Hochschulbereich?

Welche Kooperationen Hamburger Hochschulen mit Hochschulen in Nachbarländern der EU werden im Rahmen von Tempus IV initiiert oder fortgeführt werden?

Die TUHH pflegt eine bewährte Zusammenarbeit mit dem ECIU-Partner Universitát Autónoma de Barcelona. Diese wird auch mit TEMPUS IV fortgeführt.