Ausbildung

Im Rahmen des ISAP-Programms des DAAD (internationale Studierenden- und Ausbildungspartnerschaft) gibt es Austausch mit der University of California at Berkeley und der University of Waterloo in Kanada.

Daneben gibt es Austausch aufgrund bilateraler Vereinbarungen vor allem mit den Hochschulen National University of Singapore, Nanyang University Singapore, Queens University/Kingston, Kanada; Universidad Nacional de Río Cuarto, Argentinien; Universidad Tecnica Federico Santa María/Valparaiso, Chile; IIT Madras/Chennai; Indien; Tohoku University/Sendai, Japan; Instituto Tecnológico y de Estudios Superiores de Monterrey (ITESM); Saint-Petersburg State Polytechnic University, RUS und andere.

Die HCU hat ERASMUS-Verträge mit wissenschaftlichen Einrichtungen abgeschlossen in Aalborg; Tours; Aix-Marseille; Venedig; Mailand; Utrecht; Karlskrona; Stockholm; Wien; Ankara; Istanbul; Cluj Babes; Dublin; Paris Malaquais; Paris Val de Seine; Paris La Villette; Nancy; Nantes; Toulouse; Trondheim; Wien (Akademie); Gdasnk; Lisboa; Cluj-Napoca; Stockholm; Valencia; Valladolid; Prag; Graz; Sofia.

Wie ist die Beratung von Studierenden, die an europäischen Programmen teilnehmen wollen, an den Hochschulen jeweils organisiert?

Das ERASMUS-Netzwerk zur Beratung von Studierenden setzt sich an der UHH zusammen aus 97 Programmbeauftragten; 13 Sekretariaten; 6 studentischen ERASMUS-Beraterinnen; 2 Internationalen Fakultätsbüros; 1 Hochschulkoordinatorin und einer Beauftragten für Outgoings (Präsidialverwaltung). Die Programmbeauftragten führen die fachlich-inhaltliche Beratung mit den Studierenden durch. Sie haben aufgrund ihrer fächerspezifischen europäischen Kontakte bilaterale Verträge mit ausgewählten Partneruniversitäten. Bei 121 Studienfächern ist es notwendig, fächergebundene Verträge abzuschließen. Da jeder Vertrag einen reziproken Austausch ermöglicht und auch Incomings direkt in den Studiengängen fachlich betreut werden, richtet sich die Zahl der Outgoings auch nach den Betreuungs-Kapazitäten der zu erwartenden Incomings. Auswahlkriterien sind fachliche Eignung und Sprachkenntnisse des Gastlandes und der Unterrichtssprache. Die Sekretariate unterstützen die Programmbeauftragten, indem sie allgemeine Anfragen beantworten, die zum Ablauf des Programms und zu den zu erfüllenden Formalitäten gestellt werden. Die Fakultätsbüros arbeiten mit den Programmbeauftragten ihrer Fakultät eng zusammen und übernehmen gelegentlich auch die Beratungsfunktion der Programmbeauftragten. Die Beauftragte für Outgoings in der Präsidialverwaltung beantwortet alle Fragen zur finanziellen Abwicklung der ERASMUS-Förderbeträge. Die Hochschulkoordinatorin berät die Programmbeauftragten dahingehend, dass diese eine optimale Beratung in strategischen ERASMUS-Fragen mit den Studierenden durchführen können. Darunter fallen auch Möglichkeiten zur Verlängerung oder zum Abbruch eines Aufenthaltes. Außerdem obliegt der Hochschulkoordinatorin die Beratung aller Studierenden mit Sonderbedürfnissen; dies können beispielsweise verheiratete Studierende, Studierende mit Kindern oder Studierende mit einer Behinderung sein.

Die Beratung der Studierenden wird vom Akademischen Auslandsamt der HAW in Form von Einzelgesprächen und Veranstaltungen in den Fakultäten durchgeführt. Im Internetauftritt des Akademischen Auslandsamtes werden Informationen zum ERASMUS-Programm sowie zu diversen anderen Fördermöglichkeiten gegeben. Ein differenzierter Leitfaden hilft über die administrativen Hürden.

Für die Mobilitätsstipendien für Auslandspraktika von Studierenden aus LEONARDObeziehungsweise ERASMUS-Praktika wurde an der HAW Hamburg das EU-Praktikumsbüro eingerichtet. Interessierten Studierenden der UHH, HAW, HfMT, TUHH und HCU werden Einzelberatungen des EU-Praktikumsbüros angeboten, zusätzlich findet einmal monatlich ein Informationsvortrag über das Programm und das Bewerbungsprozedere statt. Zusätzlich werden Informationsveranstaltungen und Beratungssprechstunden an den Partnerhochschulen durchgeführt. Ein spezifisches Netzwerk der am Projekt teilnehmenden Hamburger Hochschulen stellt sicher, dass die Information der Studierenden an ihrer jeweiligen Hochschule gewährleistet ist. Lehrende aller beteiligten Hochschulen, insbesondere Auslands- und Praktikumsbeauftragte, werden als Multiplikatorinnen/Multiplikatoren angesprochen, um gezielt Studierende zu informieren. Auch Fachschaftsräte, ASTen und weitere studentische Initiativen werden in das Informationsangebot eingebunden.

Studierende der HfbK, der HfMT, der TUHH und der HCU werden sowohl vom International Office als auch von den ERASMUS-Koordinatoren der jeweiligen Studienbereiche beraten. Das jeweilige International Office stellt den Kontakt zur Gasthochschule her und betreut die Studierenden in der Bewerbungsphase. Es werden Einzelberatung nach Anmeldung und Informationsveranstaltungen für Gruppen angeboten.

Daneben gibt es schriftliches Informationsmaterial und Informationen im Internet.

7. Europa in der außerschulischen Jugendbildung

Hat es eine Evaluation der Hamburger Beteiligung am Programm „Jugend" 2000 ­ 2006 gegeben?

Wenn ja, mit welchem Ergebnis?

2003 hat die zuständige Behörde für ihren Bereich eine Zwischenevaluation des Aktionsprogramms vorgenommen und festgestellt, dass die Programmziele weitgehend erreicht wurden. Insbesondere steigt die Nachfrage junger Menschen nach der Teilnahme am europäischen Freiwilligendienst (EFD). Die Ergebnisse der Zwischenevaluation flossen ein in die „Empfehlungen der Bundesrepublik Deutschland zur Gestaltung eines europäischen Jugendprogramms nach 2006".

Die abschließende Gesamtevaluation des EU Programms Jugend 2000 bis 2006 erfolgte durch die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten der EU. Im Übrigen hat sich der Senat hiermit nicht befasst.

Wenn nein, warum nicht?

Entfällt.

Wie bewertet der Senat die Beteiligung Hamburgs an dem Programm Jugend im Zeitraum 2000 ­ 2006?

Siehe Antwort zu 7.1.

Welche Erkenntnisse liegen dem Senat beziehungsweise der zuständigen Behörde über die Nutzung des Programms Jugend 2000 ­ 2006 in Hamburg im Vergleich zu anderen Bundesländern vor?

Der zuständigen Behörde werden seit 2004 von „Jugend für Europa ­ Deutsche Agentur für das EU ­ Programm Jugend" Listen zur Verfügung gestellt, die lediglich eine Übersicht der Bundesländer hinsichtlich der Anzahl bewilligter Anträge nur für den Bereich der europäischen Jugendbegegnungen (Aktion 1) enthalten. Vergleichsdaten liegen auch für die Jahre 2000 bis 2002 vor.

Darin nicht erfasst sind Jugendbegegnungen, die das Europa Jugend Büro (e.p.a.) durchführte, da dieser Träger als europäische Organisation Mittel direkt in Brüssel beantragt und nicht bei Jugend für Europa in Bonn. Daten aus den Bundesländern für die übrigen Aktionen des EU-Programms liegen nicht vor.

Welche Chancen sieht der Senat im neuen Programm „Jugend in Aktion" für Hamburger Jugendliche?

Das Programm „Jugend in Aktion" setzt den rechtlichen und finanziellen Rahmen für die Unterstützung nichtformaler Bildungsaktivitäten junger Menschen. Das Programm bringt junge Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, ethnischen und religiösen Hintergrund zusammen und unterstützt das interkulturelle Lernen der jungen Hamburgerinnen und Hamburger in Bezug auf Europa und europäische Fragen.

Welche konkreten Zielsetzungen verbindet der Senat mit dem neuen Jugendprogramm „Jugend in Aktion" in den Aktionsbereichen 1 bis 3 für Hamburger Jugendliche?

Die Stärkung der europapolitischen Jugendarbeit gehört zu den fachpolitischen Schwerpunkten des Senats (Drs. 18/5978). Die zuständige Behörde stärkt die Mobilität junger Hamburger durch die Unterstützung von Trägern der bi- und multilateralen Jugendbegegnungen in Europa. Sie unterstützt den europäischen Freiwilligendienst mit den Mitgliedsländern der Europäischen Union und den benachbarten Partnerländern. Die zuständige Behörde befürwortet insbesondere die nachhaltige Entwicklung von Partnerschaften und Netzwerken von Jugendorganisationen in Asien, Afrika und Mittel-/Südamerika.

Auf welche Weise tragen der Senat oder die zuständigen Behörden dazu bei, dass junge Hamburgerinnen und Hamburger die Chancen des Programms „Jugend in Aktion" möglichst intensiv nutzen?

Die zuständige Behörde hat das e.p.a. mit der Information und Beratung von Trägern und Jugendlichen über das Programm „Jugend in Aktion" beauftragt. Durch entsprechende Multiplikatorenveranstaltungen wurden die Hamburger Jugendverbände und die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit insbesondere über die Möglichkeiten der Europäischen Jugendbegegnungen und des Europäischen Freiwilligendienstes informiert. Interessierte junger Menschen erhalten über e.p.a Zugang zu Eurodesk, einem umfassenderen Informationspool für allgemeine Informationen zum Jugendbereich in Europa. Im Rahmen des Eurodesk-Netzwerkes werden Informationsdienstleistungen zu den europäischen Möglichkeiten in der Bildung, Ausbildung und im Jugendbereich sowie zur Einbindung junger Menschen in europäische Aktivitäten bereitgestellt. Eurodesk bietet einen Auskunftsservice und Informationen zur Finanzierung, richtet Veranstaltungen aus und publiziert eigene Veröffentlichungen.

Zusätzlich unterstützt e.p.a. die Hamburger Aufnahmeorganisationen des Europäischen Freiwilligendienstes und hat 2006 auf Grund der starken Nachfrage der Jugendlichen seine Öffnungszeiten erweitert und das Beratungsangebot nochmals ausgebaut. Die zuständige Behörde hat die Ausweitung der Beratungskapazitäten durch eine Verstärkung der Personalmittel gefördert.

Welche Möglichkeiten der Ko-Finanzierung für Hamburger Träger, die im Rahmen von „Jugend in Aktion" gefördert werden, sieht der Senat?

Die Förderung durch das Programm „Jugend in Aktion" setzt grundsätzlich eine Kofinanzierung voraus. Die Jugendlichen müssen ihr Engagement für das Projekt nachweisen, indem sie neben dem Zuschuss der Gemeinschaft weitere Finanzquellen erschließen. Dafür kommen andere öffentliche, private und/oder eigene Geld- oder Sachleistungen in Betracht. Die Kofinanzierung wird in der Regel durch einen angemessenen Eigenanteil der Jugendlichen sowie die Einwerbung von Sponsorengeldern oder Zuwendungen von Stiftungen sichergestellt.

Mit welchen Maßnahmen oder Ansätzen versucht der Senat, insbesondere die Beteiligung von sozial benachteiligten Jugendlichen am Programm „Jugend in Aktion" zu fördern?

Das Programm „Jugend in Aktion" richtet sich an alle Jugendlichen. Darüber hinaus hat die zuständige Behörde Jugendgruppen und Jugendorganisationen angesprochen, um geeignete Maßnahmen für die Teilnahme dieser Personenkreise zu ergreifen.

Unternehmen der Senat oder zuständige Behörden der Freien und Hansestadt Anstrengungen, um die Aktion 3 „Jugend in der Welt" des neuen Programms „Jugend in Aktion" insbesondere für eine Vertiefung der Kontakte mit Ländern außerhalb der EU zu nutzen?

Wenn ja, welche und in Bezug auf welche Länder?

Mit Unterstützung der zuständigen Behörde beantragte das e.p.a. 2007 in Brüssel eine Austauschmaßnahme im Programmschwerpunkt Aktion 3 „Jugend in der Welt".