Die zuständige Behörde unterstützt Jugendorganisationen und Jugendverbände bei der Antragstellung

Es konnte die Förderung eines internationalen Fachaustauschs mit jugend- und entwicklungspolitischer Thematik erreicht werden. An dem Fachaustausch sind Partner aus Brasilien, Jamaika, Irland, Portugal, Spanien, Niederlande, Kap Verden, Dominikanische Republik, Ghana, Kolumbien, Großbritannien und Deutschland beteiligt.

Wenn nein, warum nicht?

Entfällt.

Was unternimmt der Senat, damit Hamburger Träger, wie zum Beispiel die Hamburger Jugendfeuerwehr ihre Arbeit im Rahmen von euro-südamerikanischen Jugendbegegnungen fortführen können?

Die zuständige Behörde unterstützt Jugendorganisationen und Jugendverbände bei der Antragstellung. Zum Beispiel pflegt die Hamburger Jugendfeuerwehr euro ­ lateinamerikanische Jugendbegegnungen seit 2000. Beteiligt sind hierbei die Länder Österreich, Honduras und Nicaragua. Ab 2006 werden zusätzlich Jugendbegegnungen mit Tansania durchgeführt.

Die Maßnahmen wurden wiederholt durch die EU-Jugendprogramme gefördert, zuletzt 2006 und 2007.

Wie hat sich die Beteiligung Hamburger Jugendlicher am DeutschRussischen Jugendaustausch seit der Eröffnung des deutschen Koordinierungsbüros für den Deutsch-Russischen Jugendaustausch in Hamburg entwickelt?

Der Austausch insbesondere mit der Nordwestregion Russlands hat sich seit der Eröffnung des deutschen Koordinierungsbüros für den Deutsch-Russischen Jugendaustausch 2006 verdreifacht.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Anzahl der Maßnahmen internationaler Jugendarbeit Hamburger Träger für die Jahre 2006 und 2007. Der Zuwachs der Multiplikatoren- und Fachkräftebegegnungen ist Zeichen einer nachhaltigen Entwicklung des Jugendaustauschs mit Russland, da diese Begegnungen weit überwiegend dem Aufbau neuer Partnerschaften im Jugendbereich dienen.

1 Die Zählung enthält Daten des Bundesverwaltungsamtes über Maßnahmen im Zentralstellenverfahren aus dem Jahre 2006, Daten der Stiftung Deutsch ­ Russischer Jugendaustausch über Maßnahmen im Zentralstellenverfahren 2007 und Daten der zuständigen Behörde.

2 Die Verwendungsnachweise für Maßnahmen einzelner Träger in 2007 liegen der Stiftung Deutsch ­ Russischer Jugendaustausch noch nicht vor. Daher könnte sich die Zahl geringfügig ändern. Die Statistik ist um komplett zurückgezogene Maßnahmen bereinigt.

Die Bürgerschaft hat sich auf Initiative der SPD-Fraktion intensiv mit dem Thema Freiwilligendienste und zwar ins besondere mit dem freiwilligen sozialen und dem freiwilligen ökologischen Jahr befasst.

Wie stark wurde der Europäische Freiwilligendienst in den einzelnen Jahren 2002 ­ 2006 von Hamburger Jugendlichen genutzt?

Hierzu liegen den zuständigen Behörden keine Angaben vor.

Welche Maßnahmen hat der Senat beziehungsweise die zuständige Behörde ergriffen, um die Bekanntheit des Programms „Jugend in Aktion" in Hamburg zu fördern?

Siehe Antwort zu 7.6.

Welchen Stellenwert haben Partizipation und Politische Bildung im neuen Programm „Jugend in Aktion" und wie werden diese Themen in Hamburg angegangen?

Projekte im Rahmen des Programms „Jugend in Aktion" müssen zum Bildungsprozess junger Menschen beitragen und ihr Bewusstsein für die europäische Realität wecken. Die zuständige Behörde unterstützt insbesondere Projekte, die sich auf gemeinsame Fragen der europäischen Gesellschaft, wie zum Beispiel Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Drogenmissbrauch oder auf gemeinsame europäische Werte, wie Chancengleichheit, Menschenrechte und Demokratie sowie Respekt für andere Kulturen beziehen.

Ein weiteres Ziel ist es, die aktive Beteiligung junger Menschen am Leben in Hamburg, Deutschland oder in Europa und ihre Einbindung in partizipatorische Strukturen zu fördern. Die zuständige Behörde unterstützt unter diesen Prämissen insbesondere die Durchführung von bi- oder multilateralen Jungendkonferenzen und Jugendparlamenten.

7.15In wie vielen Fällen hat es bisher Empfehlungsschreiben der Senatskanzlei im Zusammenhang mit internationalen Jugendbegegnungen gegeben? Wie häufig konnte seit Einführung des Empfehlungsschreibens eine Einreise junger Menschen zum Zweck einer internationalen Jugendbegegnung in Hamburg trotz des Schreibens nicht ermöglicht werden? Welche Gründe waren dabei überwiegend ausschlaggebend?

Seit 2006 hat die Senatskanzlei 15 Empfehlungsschreiben für insgesamt 89 Personen im Zusammenhang mit internationalen Jugendbegegnungen ausgestellt. In einem Fall wurde einer Person die Einreise nach Deutschland trotz des Empfehlungsschreibens verweigert. Das Auswärtige Amt hat auf Nachfrage lediglich mitgeteilt, dass die Ablehnungsgründe „in der Person des Antragstellers" lagen.

8. Aktivitäten der EU zugunsten der Vermittlung junger Menschen in Arbeit

Welchen Stellenwert hat die Förderung der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit im Operationellen Programm für den Einsatz des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Hamburg im Zeitraum 2007 ­ 201 3?

Die Förderung der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hat im Operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Hamburg für den Zeitraum 2007 bis 2013 einen hohen Stellenwert.

· In der Prioritätsachse B: Verbesserung des Humankapitals werden in den Aktionen „B1: Förderung am Übergang Schule/Beruf" und „B2: Förderung der Ausbildung von Jugendlichen und in Betrieben" Maßnahmen an der Schwelle vom Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf zur Vermeidung von Schulabbrüchen gefördert. Die Vermeidung von Diskontinuitäten beim Übergang von der Schule in den Beruf verringert auf längere Sicht auch das Risiko von Arbeitslosigkeit. Außerdem sollen, um das Ausbildungsangebot für leistungsschwächere Schulabgängerinnen und -abgänger zu erhöhen, Angebote trägergestützter Ausbildung und ausbildungsbegleitender Maßnahmen gefördert werden. Auch diese Maßnahmen tragen zur Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit bei.

· In der Prioritätsachse C: Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung sowie der sozialen Eingliederung von benachteiligten Personen werden in der „Aktion C4: Förderung von Jugendlichen an der 2. Schwelle beim Übergang von Ausbildung in Beschäftigung" Maßnahmen gefördert, die die Arbeitslosigkeit von Jugendlichen an der 2. Schwelle verringern sollen. Bei der „Aktion C5: Förderung der Teilnahme von Langzeitarbeitlosen am Erwerbsleben" geht es darüber hinaus auch um zielgruppenspezifische Maßnahmen für langzeitarbeitslose Jugendliche. Auch in den anderen Aktionen der Prioritätsachse C können arbeitslose Jugendliche gefördert werden.

Im Übrigen siehe Drs. 18/7144.

Welche Leistungen mit Bezug zur Verbesserung der Ausbildungsund Beschäftigungschancen Jugendlicher sind in der ersten Ausschreibungsrunde ausgeschrieben worden?

Welche ESF-Projekte zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt oder in Ausbildung oder zur Verbesserung der Ausbildungsreife sind zum Beginn des Jahres 2008 gestartet?

Folgende Instrumente wurden als Leistungsbeschreibungen zur Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungschancen Jugendlicher für das Wettbewerbsverfahren ausgeschrieben. Hinter den Aktionen und Instrumenten sind die zu Beginn 2008 gestarteten Projekte aufgeführt: Aktion B1, Instrument 1: Berufsorientierung und Übergang in betriebliche Ausbildung an allgemein bildenden Schulen; bbw Bildungswerk Hamburg, Projekt: TransFer; passage gGmbH, Projekt: Schüler/innen aktiv in den Beruf.

· Aktion B1, Instrument 2: Übergang von berufsvorbereitenden und teilqualifizierenden berufsschulischen Maßnahmen in betriebliche Ausbildung. BI Beruf und Integration gGmbH, Projekt: Selbstverantwortlich in die berufliche Zukunft; Jugendbildung Hamburg gGmbH, Projekt: Übergangsmanagement durch Integrationscoaches an den Berufsschulen; AQtivus, Projekt: Schülercoaching, Starthilfe

· Aktion B1, Instrument 3: Interkulturelle Elternarbeit zur Verbesserung der Berufsorientierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. basis & woge, Projekt: Brückenbau; verikom, Projekt: Eltern ins Boot; Unternehmer ohne Grenzen, Projekt: Eltern aktiv.

· Aktion B1, Instrument 4: Berufliche Orientierung und Integration für langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene. einfal GmbH, Projekt: Job Login; AQtivus, Projekt: Berufschancen Hafen.

· Aktion B1, Instrument 5: Technik-Mentoring für Schülerinnen. HIPE, Projekt: Technik-Mentoring für Schülerinnen.

· Aktion B2, Instrument 1: Ausbildungsagenturen. ATU, Projekt: Ausbildungsagentur Handel und Dienstleistungen; PlusPunkt Personaldienstleistungen GmbH, Ausbildungsagentur GOAL - Wir vermitteln in Ausbildung.

· Aktion B2, Instrument 2: Koordinierungsstelle zur Organisation von Ausbildungsverbünden. Jugendbildung Hamburg gGmbH, Projekt: Verbundausbildungsplätze.

· Aktion B2, Instrument 3: Beratungsstelle zur Verbesserung der Ausbildungschancen von jungen Migrantinnen und Migranten. KWB, Projekt: BQM Beratungs- und Koordinierungsstelle zur beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten.

· Aktion B2, Instrument 4: Entwicklung und Umsetzung von Qualifizierungsbausteinen in trägergestützten Berufsausbildungen.

· Aktion B2, Instrument 5: Ausbildungsangebote für unversorgte Bewerber in ausgewählten, trägergestützten Berufsausbildungen.