Das „Ensemble Resonanz" an Hamburg binden

Seit rund fünf Jahren ist das „Ensemble Resonanz" in Hamburg beheimatet als „ensemble in residence" der Musikhalle. Das Ensemble hat sich einen Namen gemacht vor allem mit der Interpretation Neuer, aber auch Alter Musik. Offenbar sind die Finanzen dieses jungen Hamburger Orchesters denkbar knapp, sodass auf die Förderung durch die öffentliche Hand und private Geldgeber zurückgegriffen werden muss. Presseberichten war zu entnehmen, dass das Ensemble pro Spielzeit 25.000 Euro an städtischen Zuschüssen erhält. Der Haushaltsplan der Kulturbehörde weist keine Zuweisung öffentlicher Mittel an das „Ensemble Resonanz" aus.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. In welcher Höhe und aus welchem Etattitel erhält das „Ensemble Resonanz" öffentliche Mittel?

2. Bis zu welchem Zeitpunkt wurden dem „Ensemble Resonanz" öffentliche Mittel in welcher Höhe zugesagt?

Das „Ensemble Resonanz" wird aus dem Titel 3920.686.22 Förderung von Chören, Orchestern, Ensembles, musikalischen Gesellschaften und Komponistenstipendien mit 50.000 Euro jährlich gefördert unter der Voraussetzung, dass jährlich ein „Kaispeicher Entern-Konzert" stattfindet. Diese Zusage gilt bis einschließlich 2008.

3. Welchen Empfängern und in welcher Höhe wurden in den Jahren 2002 bis 2007 Förderung aus dem Titel 3930.686.22 des Etats der Kulturbehörde gewährt?

Der Titel wurde zum Haushalt 2005 eingerichtet. Im Übrigen siehe Anlage.

4. Trifft es zu, dass die Zeit-Stiftung dem „Ensemble Resonanz" eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, gewährt?

Wann läuft diese Förderung voraussichtlich aus?

Ja. Die Förderung läuft zum Ende des Jahres 2008 aus.

5. Welche Institutionen fördern das „Ensemble Resonanz" darüber hinaus und in welcher Höhe?

6. Wie hoch ist der Anteil des Finanzbedarfs, der nicht über Eigeneinnahmen des Orchesters gedeckt werden kann?

Der Senat gibt über geschützte betriebliche Interner selbständiger juristischer Personen grundsätzlich keine Auskunft.

7. Ist dem Senat bekannt, ob die Kammerorchester anderer Städte mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, zum Beispiel das Münchner Kammerorchester oder das Folkwang Kammerorchester? Falls ja: bitte die Höhe der jeweiligen Förderung angeben.

Die erfragten Verhältnisse anderer Länder liegen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Senats und der parlamentarischen Kontrolle der Bürgerschaft und werden daher auch vom parlamentarischen Fragerecht nicht erfasst.

Im Übrigen wird die Höhe der Förderungen von beiden Orchestern als Geschäftsgeheimnis betrachtet.

8. Welche Maßnahmen will der Senat ergreifen, um dem Ensemble „Ensemble Resonanz" eine Perspektive in Hamburg zu bieten?

Nach Auffassung der zuständigen Behörde gehört das „Ensemble Resonanz" zweifellos zu den kreativen Kräften im Musikleben Hamburgs und spielt eine wichtige Rolle im Rahmen des Ausbaus Hamburgs zur Musikmetropole.