Wenn ja welche und warum sind diese letztendlich nicht erfolgreich

Rückbau genehmigt, von wem wurde der Abriss beziehungsweise Rückbau beantragt und verantwortet?

d. Wurden bei den Abrissen beziehungsweise Rückbauten Maßnahmen zur Erhaltung oder teilweisen Erhaltung der Bauten geprüft oder durchgeführt?

i. Wenn ja, welche und warum sind diese letztendlich nicht erfolgreich gewesen?

ii. Wenn nein, warum nicht?

e. Sind in Bezug auf die Abrisse et cetera. die Fraktionen der Bezirksversammlungen unterrichtet und/oder einbezogen worden?

i. Wann ja, wann und in welcher Form?

ii. Wenn nein, warum nicht?

f. Sind in Bezug auf die Abrisse et cetera. das Helms-Museum und/oder das Hafenmuseum oder andere Museen unterrichtet beziehungsweise einbezogen worden?

i. Wenn ja, wann und in welcher Form?

ii. Wenn nein, warum nicht?

Der Getreidesilo war als erkanntes Denkmal eingestuft, jedoch nicht in die Denkmalliste eingetragen. Trotz intensiver Gespräche mit den Eigentümern, konnte keine Erhaltensperspektive für das Gebäude gefunden werden.

Im Übrigen siehe Vorbemerkung.

5. Auch der HOBUM-Schornstein an der Seehafenstrasse wurde im letzten Jahr abgetragen. Der Senat hat in seinen Antworten auf diesbezügliche Anfragen des Anfragenstellers (Bürgerschaftsdrucksachen 18/6314 und 6380) Auskunft gegeben, dass er betreffend der Erhaltung des Schornsteins beziehungsweise von Teilen des Schornsteins mit dem HelmsMuseum Kontakt gehabt habe.

a. Wann und in welcher Form hat dieser Kontakt stattgefunden?

b. Welche Ergebnisse hatte dieser Kontakt?

Der Wasserspeicher des HOBUM-Schornsteins hatte einen Durchmesser von 13 ­ 20 m und wäre daher allein von der Größe her in der Stadtgeschichtlichen Abteilung des Helms-Museums in der ehemaligen Feuerwache, die eine Fläche von rund 500 qm hat, nicht zu präsentieren gewesen. Außerdem passte das Objekt konzeptionell nicht in die Ausstellung. Es gibt aber durch alle Epochen hindurch eine gute FotoDokumentation.

6. Welche schützenswerten oder in einem förmlichen Verfahren nach dem Hamburgischen Denkmalschutzgesetz geschützten Bauten und Gegenstände in diesem Gebiet sind noch vorhanden (bitte einzeln auflisten)?

Siehe Anlage.

a. Liegen für einzelne dieser Gebäude Abrissgenehmigungen vor?

i. Wenn ja, warum und für welche?

ii. Wenn ja, von wann sind diese Genehmigungen erteilt worden (bitte jeweils auflisten)?

b. Liegen für einzelne dieser Bauten und Gegenstände Anträge auf Abriss vor?

i. Wenn ja, für welche?

c. Gibt es für einzelne dieser Bauten und Gegenstände Pläne zur Erhaltung, Instandsetzung oder weiteren beziehungsweise neuer Nutzung?

i. Wenn ja, für welche (bitte im Detail darstellen)?

d. Wie bewertet der Senat den Zustand dieser Bauten und Gegenstände im Einzelnen?

e. In wessen Eigentum, Besitz beziehungsweise Nutzung befinden sich diese Bauten oder Gegenstände (bitte einzeln auflisten)?

Siehe Vorbemerkung.

7. Liegen für weitere Bauten und Gegenstände im Harburger Binnenhafen Abrissgenehmigungen oder Anträge auf Abriss vor?

Nein.

a. Wenn ja, für welche?

Entfällt.

8. Beabsichtigt der Senat weitere Bauten und Gegenstände im genannten Areal einem förmlichen Verfahren der Unterschutzstellung zu unterziehen?

a. Wenn ja, welche?

b. Welche Bauten und Gegenstände hält der Senat hierfür für grundsätzlich geeignet?

Aktuell werden Unterschutzstellungsverfahren für die Ensembles Karnapp und Harburger Binnenhafen mittels denkmalrechtlicher Festsetzungen in den Bebauungsplänen Harburg 61 und 67 betrieben.

9. Welche weiteren Planungen und Bemühungen gibt es seitens des Senats zum Erhalt der historischen Bausubstanz im Harburger Binnenhafen?

a. Welchen Finanzbedarf sähe der Senat für einen angemessenen Erhalt, Schutz und gegebenenfalls eine Instandsetzung von historischer Bausubstanz im Harburger Binnenhafen?

Die in der Aufstellung befindlichen Bebauungspläne Harburger Schlossstraße und Harburger Schlossinsel sollen die denkmalschützenden Eingriffsmöglichkeiten über die bestehenden Regelungen hinaus erweitern, indem

- die Ensembles Harburger Schlossstr.2/Karnapp1 ­ 17, Teile der Harburger Schlossinsel, Wasserfläche und Uferkanten des Harburger Binnenhafens und die Gebäudegruppe Hafenbezirk gemäß § 5 des Bauleitplanfeststellungsgesetzes als Huckepackfestsetzungen dem Denkmalschutz unterstellt werden

- ein zusätzliches Grabungsschutzgebiet an der Harburger Schlossstraße/Kanalplatz festgesetzt wird und

- archäologische Vorbehaltsflächen auf der Schlossinsel gekennzeichnet werden.

Zum Finanzbedarf einzelner Erhaltungsmaßnahmen liegen der zuständigen Behörde keine Angaben vor.

b. In welcher Form wird der Erhalt historischer Bausubstanz bei den Planungen für die Gestaltung der Harburger Schlossinsel berücksichtigt?

c. In welcher Form werden diese bei weiteren Bauvorhaben im Areal berücksichtigt (bitte einzeln auflisten)?

Das städtebauliche Wettbewerbsergebnis für die Schlossinsel sowie die vorliegenden städtebaulichen Konzepte beiderseits der Harburger Schlossstraße berücksichtigen die denkmalpflegerischen Belange. Einzelvorhaben besitzen noch keine ausreichende Darstellungsreife.

d. Sieht der Senat gewisse Prioritäten beim Erhalt von Bauten und oder Gegenständen im Harburger Binnenhafen, beispielsweise besonders schützenswerte Bauten?

i. Wenn ja, welche?

ii. Wenn ja, welche Planungen existieren für diese?

iii. Wenn nein, warum nicht?

Bei den Erhaltungsbemühungen für den schützenswerten Baubestand im Harburger Binnenhafen werden grundsätzlich keine Unterschiede gemacht.