Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ­ Integrative Förderzentren und Integrative Regelklassen

Die Große Anfrage der CDU-Fraktion 18/6969 wurde auf Antrag der CDU-Fraktion vom 7. November 2007 an den Schulausschuss überwiesen. In seiner Sitzung am 18. Dezember 2007 beriet der Schulausschuss abschließend über die Drucksache.

II. Beratungsinhalt:

Die CDU-Abgeordneten fragten nach, ob es bereits Rückmeldungen und erste Erfahrungen aus den Pilotregionen und Integrativen Förderzentren (IF) gebe.

Die Senatsvertreterinnen und -vertreter bezogen sich auf den kurzen Erfahrungszeitraum seit Sommer 2007, bisher habe es keine Kritik an den Förderungen in den Pilotregionen durch das IF gegeben, die Sonderpädagogen seien an den Grundschulen sehr gut aufgenommen worden. Aufgrund der Rückmeldungen aus KESS 4- bis Kess 6-Schulen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und der Bestätigung dieses Bedarfs sei zu schließen, dass alle zukünftigen Fördermodelle in jedem Fall eine flächendeckende Berücksichtigung dieser Schulen beinhalten sollten.

Die SPD-Abgeordneten bemängelten den sehr späten Zeitpunkt des Pilotprojekts mit den Integrativen Förderzentren, vielmehr hätte aus ihrer Sicht längst eine Ausweitung der bereits existierenden Integrativen Regelklassen stattfinden müssen, um allen Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf die Chance einer Förderung zu geben. Sie seien weiterhin für einen Ausbau der Integrativen Regelklassen und keine Befürworten einer sogenannten „Köfferchenpädagogik" in Form Integrativer Förderzentren.

Die CDU-Abgeordneten wandten ein, dass sie die Integrativen Förderzentren im Vergleich zu den Integrativen Regelklassen für eine gute Alternative hielten und stimmten der Vorgehensweise eines momentan stattfindenden Pilotprojekts zu, um den Versuch zunächst zu testen und wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Die SPD-Abgeordneten hinterfragten den insbesondere für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf geforderten möglich individualisiert organisierten Unterricht, aus ihrer Sicht sei von den Grundschullehrerinnen und -lehrern ein solcher Unterricht bei den bestehenden hohen Klassenfrequenzen nicht zu leisten. Man würde gern erläutert wissen, ob an dem Pilotprojekt teilnehmende Schulen ihren Unterricht dahingehend umstellten und diesen individualisierter gestalteten.

Die Senatsvertreterinnen und -vertreter führten aus, dass individuelles Fördern bereits an vielen Grundschulen stattfinde, die Arbeit mit Kompetenzrastern sei ein weiterer wichtiger Baustein auf diesem Weg.

III. Ausschussempfehlung:

Der Schulausschuss bittet die Bürgerschaft, von seinen Beratungen Kenntnis zu nehmen.