Wohnen

Nach dem erfolgreichen Ausbau des Containerterminals Burchardkai der HHLA ist auch eine Erweiterung des Eurogate Terminals erforderlich und geplant (Westerweiterung), Ziel ist, den Containerumschlag an diesem Terminal um weitere 1,5 Millionen TEU (Standardcontainer) zu steigern.

Die Kapazitätserweiterung für den Hamburger Hafen ist angesichts der bestehenden europäischen Konkurrenzsituation sowie des rasant anwachsenden Containerumschlags unumgänglich. Mit der Kapazitätserweiterung ist neben der Sicherstellung vorhandener hafenbezogener Arbeitsplätze auch die Schaffung zahlreicher neuer Arbeitsplätze in der Metropolregion Hamburg verbunden.

Es wird ausdrücklich begrüßt, dass hinsichtlich der Westerweiterung die ursprüngliche Planung in Hinblick auf den Lärmschutz für Finkenwerder bereits dahingehend optimiert wurde, dass lärmintensive Tätigkeiten des Terminalbetriebs teilweise von der direkt Finkenwerder zugewandten Seite in abgewandte Bereiche verlegt wurden.

Im Rahmen der Planungen für den Ausbau des HHLA Terminals am Burchardkai ist es beabsichtigt, durch Maßnahmen des aktiven Lärmschutzes im Rahmen der vorgesehenen Terminalabläufe und wenn erforderlich durch ergänzende Maßnahmen des passiven Schallschutzes die Betroffenheiten der Wohnbevölkerung auf ein Minimum zu reduzieren. Eine entsprechende Schutzkonzeption sollte auch im Rahmen des derzeit laufenden Planungsprozesses für das anstehende Genehmigungsverfahren Berücksichtigung finden, um die Betroffenheiten der Wohnbevölkerung in Finkenwerder zu minimieren. Im Rahmen der Planung sollte auch weiter versucht werden, die notwendigen Terminalabläufe dahingehend zu optimieren, dass die benachbarte Wohnbebauung durch die Verlegung lärmintensiver Abläufe verschont bleibt.

Soweit dennoch für vorhandene Wohngebäude Verschlechterungen der bisherigen Situation nicht vermieden werden können, sollten ergänzende Maßnahmen des passiven Lärmschutzes bereits in den Planunterlagen Berücksichtigung finden.

Neben der Betroffenheit Finkenwerders durch Lärmimmissionen wirken bereits heute auch Lichtimmissionen auf die Wohnbebauung ein. Hier sollte dafür Sorge getragen werden, dass diese ­ soweit möglich ­ reduziert werden. Wie bei den Planungen anderer moderner Kaianlagen (etwa Burchardkai), sollte auch hier für eine möglichst blendfreie Ausgestaltung der Beleuchtung Sorge getragen werden. Außerdem sollten die Scheinwerfer der Containerbrücken mit einer automatischen Abschaltung der Arbeitsscheinwerfer bei einem Hochklappen des Brückenauslegers ausgestattet sein, um Blendwirkungen auszuschließen.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht;

1. gemeinsam mit der HPA und Eurogate darauf hinzuwirken, bereits in der Planung mögliche organisatorische und technische Maßnahmen des Terminalbetriebs zur Reduzierung hafenbedingter Immissionen sowie ergänzende Maßnahmen des passiven Lärmschutzes an besonders betroffenen Wohngebäuden vorzusehen, um eine ungestörte Nachtruhe anzustreben,

2. gemeinsam mit der HPA und Eurogate darauf hinzuwirken, bereits in der Planung Vorkehrungen für eine möglichst blendfreie Ausgestaltung der Beleuchtung der Terminalanlagen vorzusehen.