Erhebung von Unterrichtsausfall

Die neue Richtlinie zur Vermeidung von Unterrichtsausfall verpflichtet die einzelne Schule, Unterrichtsausfälle und Vertretungsunterricht „für jede Klasse und Schulstufe zu dokumentieren und der Schulkonferenz, dem Elternrat, dem Schülerrat regelmäßig und der Schulaufsicht auf deren Verlangen vorzulegen". Eine zentrale Erfassung des Unterrichtsausfalls ist nicht vorgesehen.

Mit dieser Regelung werden die Ursachen des Unterrichtsausfalls nicht erfaßt. Ebensowenig wird diese Form der Dokumentation Aufschluß darüber geben, in welchem Umfang von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, den Vertretungsunterricht von Personen mit „pädagogischer Mindestqualifikation" erteilen zu lassen. Denn die Richtlinie zu diesem Passus sieht vor, dass als Vertretungskräfte

­ nicht im Schuldienst beschäftigte Lehrkräfte mit abgeschlossener Ausbildung,

­ pensionierte Lehrkräfte,

­ Personen mit erstem Staatsexamen eingesetzt werden können.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, ab dem 1. April 1999 monatlich statistische Erhebungen über das gesamte Ausmaß, die Ursachen und die Kompensationsformen von Unterrichtsausfall durchzuführen und der Öffentlichkeit regelmäßig bekanntzugeben.