Grundschule Fünfhausen-Warwisch

Nach einem Bericht in der „Bergedorfer Zeitung" vom 5. Dezember 1997 ist im Zusammenhang mit dem B-Plan Fünfhausen ein zur Zeit verpachtetes Grundstück auf dem anvisierten Schulerweiterungsgelände der Grundschule umstritten.

Nach der Auswertung der Herbststatistik 1997 sind in der Grundschule Fünfhausen-Warwisch zwei 1. Klassen mit 43 Schülern eingerichtet worden. Insgesamt besuchen zur Zeit 157

Schüler in sieben Klassen die Schule.

Die Schulstandortplanung 1995 bis 2004 der BSJB gibt für die Jahre 1995/96 als Ist-Stand bzw. für 1999 als Strukturziel eine einzügige Grundschule mit einer Vorschulklasse, d.h. also insgesamt fünf Klassen, an.

Ein Ausbau der Schule ist nach der Schulstandortplanung erst ab 2002 durch den Zubau eines Pavillons vorgesehen.

Dies vorausgeschickt, frage ich den Senat.

Die „Standortplanung für die staatlichen Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen in Hamburg 1995 bis 2004" von 1995 wird auf der Grundlage aktueller Daten insbesondere über Schulformentscheidungen der Eltern und Wohnungsbauplanungen regelmäßig überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben. So wurde aufgrund neuerer Erkenntnisse zur Schülerzahlenentwicklung im Einzugsbereich der Grundschule Fünfhausen-Warwisch der ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehene Pavillon bereits im Sommer 1997 errichtet.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt.

1. Mit welchen Einschulungen muss nach den Prognosedaten der BSJB für 1998 bis 2002 gerechnet werden?

2. Aus welchen Gründen ergibt sich für die Schulstandortplanung der angenommene Ausbaubedarf der Grundschule erst ab 2002?

Die letzte zur Zeit verfügbare Auszählung der Einwohnerdatei vom Dezember 1996 weist für das Einzugsgebiet der Grundschule Fünfhausen-Warwisch aus dem vorhandenen Wohnraumbestand folgende Daten aus.

Erfolgt in den kommenden Jahren der Wohnungsbau im geplanten Umfang, wird sich voraussichtlich ab 2000 die Zahl der zu erwartenden Einschulungen um bis zu 25 erhöhen.

3. Welche Maßnahmen wurden zum Ausbau der Schule seit 1995 umgesetzt?

Zum Schuljahresbeginn 1997/98 wurde ein Pavillon mit zwei Klassenräumen in Betrieb genommen.

Zur Zeit wird durch den TSV Kirchwerder unter finanzieller Beteiligung der Freien und Hansestadt Hamburg eine Sporthalle mit drei Spielfeldern errichtet. Die Sporthalle wird nach Fertigstellung auch für schulische Zwecke zur Verfügung stehen.

Schriftliche Kleine Anfrage des Abgeordneten Wolfgang Drews (CDU) vom 08.01. und Antwort des Senats

Betreff: Grundschule Fünfhausen-Warwisch

4. Ist von der Schulstandortplanung der B-Plan Fünfhausen mit 270 Wohnungen nunmehr berücksichtigt worden? Wenn ja: Auf welche Weise konkret? Wenn nein: Warum nicht?

Siehe Antwort zu 1. und 2.

5. Ist zukünftig, unter Berücksichtigung der Realisierung des B-Plans Fünfhausen, mit einer zeitweiligen Zweizügigkeit der Grundschule zu rechnen? Wenn ja:

a) Welche Maßnahmen werden zum Ausbau der Grundschule erforderlich sein?

b) Wann soll die zeitliche Realisierung der genannten Maßnahmen erfolgen?

Die zuständige Behörde geht nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand bei ihren weiteren Planungen von einem längerfristigen Bedarf für zwei Grundschulzüge aus. Die Ausbauplanungen sollen den vorhandenen Raumbestand im Festbau nach Maßgabe des entsprechenden Musterraumprogramms für Grundschulen komplettieren. Der Ausbau erfolgt zeitlich abhängig vom Fortschritt des Wohnungsbaus.

6. Wie viele Klassen-, Gruppen- und andere Räume stehen dieser Grundschule derzeit zur Verfügung, und welches Raumangebot wäre nach dem Musterraumprogramm erforderlich?

Die Schule hat acht Klassenräume, zwei Fachräume und elf andere Räume; eine Sporthalle ist im Bau.

Gemessen an den Planungsvorgaben des Musterraumprogramms fehlen der Schule zur Zeit eine Schulbibliothek, Gemeinschaftsflächen, Gruppenräume, Sammlungs-/Nebenräume, Verwaltungs- und Wirtschaftsräume.

7. Gibt es derzeit im Senat Überlegungen, das o.a. für den Schulausbau geplante verpachtete Grundstück nicht zu diesem Zweck zu verwenden, sondern anderweitig (z.B. für Wohnungsneubau)? Wenn ja:

a) Wie sehen diese Überlegungen konkret aus?

b) Wo und wie soll in diesem Fall dann die geplante Schulerweiterung wann realisiert werden?

Nein.