Einführung der Profilquote für Spitzensportler

Am 9. Februar dieses Jahres hat die Bürgerschaft einem Antrag der CDU-Fraktion zur Einführung einer Profilquote für Spitzensportler beim Hochschulzugang zugestimmt (vergleiche Drs. 19/8527) und damit die Voraussetzung für eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport geschaffen. Es wurde eine Änderung des Hochschulzugangsgesetzes beschlossen, die die Einführung einer Profilquote für Athletinnen und Athleten der nationalen olympischen Fachverbände ermöglicht. Die Hochschulen sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, ihre jeweiligen Zulassungsordnungen dahingehend zu ändern, dass Spitzensportler in Hamburg künftig einen erleichterten Zugang zu Studienplätzen erhalten. Dies ist in anderen Bundesländern, so beispielsweise in Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen, bereits umgesetzt.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

Nach Auffassung des Senats ist es wichtig, Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern in Hamburg ein günstiges Umfeld zu bieten und ihnen gute Chancen für ihre Ausbildung zu eröffnen. Insofern steht der Senat auch der Einführung besonderer Regelungen für die Hochschulzulassung positiv gegenüber und hat die Einführung einer entsprechenden Profilquote in sein Arbeitsprogramm aufgenommen. Die hierfür zur Verfügung stehenden Optionen werden derzeit unter rechtlichen Gesichtspunkten geprüft und sollen im Dialog mit den Hochschulen erörtert werden.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

1. Welche erforderlichen Schritte wurden zur Einführung einer Profilquote für Spitzensportler bereits eingeleitet?

Siehe Vorbemerkung.

2. Wann ist mit der entsprechenden Änderung im Hochschulzugangsgesetz zu rechnen?

Hiermit hat sich der Senat noch nicht befasst.

3. Ist es zutreffend, dass bereits zum Sommersemester 2011 Leistungssportlern ein erleichterter Zugang zu Studienplätzen ermöglicht wurde?

4. Wenn ja, auf welcher Grundlage wurde der erleichterte Zugang zu den Studienplätzen bewilligt?

Im Jahr 2002 sind die Hochschulen der Freien und Hansestadt Hamburg der Kooperationsvereinbarung „Partnerhochschule des Spitzensports" beigetreten. Sie bemühen sich auf dieser Grundlage in enger Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein darum, bei der Hochschulzulassung und der Gestaltung des Studiums den besonderen Bedürfnissen von Spitzensportlerinnen und Spitzen sportlern Rechnung zu tragen. Hierdurch konnte die überwiegende Zahl der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler vermittelt werden. 2)

Ohne Bewerberinnen und Bewerber, die keinen Sonderantrag gestellt haben.

Im aktuellen Zulassungsverfahren für das Wintersemester 2011/2012 wurden 13 von 14 Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern zugelassen (Quelle: UHH). Diese Erfolge konnten auf der Grundlage der derzeit geltenden Regelungen erzielt werden. Besondere Regelungen für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bestehen derzeit nicht.

Unter anderem werden Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen über die Härtequote nach § 3 Absatz 1 Nummer 2 des Hochschulzulassungsgesetzes zugelassen. Besondere Regelungen für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bestehen derzeit nicht.

5. Wenn nein, für welches Semester ist der erleichterte Zugang für Leistungssportler geplant?

Siehe Antwort zu 2.

6. Gibt es bereits konkrete Zusagen an Leistungssportler, ihnen durch die Einführung der Profilquote den Zugang zu bestimmten Studienfächern zu ermöglichen?

Wenn ja, um welche Art von Leistungssportlern handelt es sich und für welche Studiengänge soll ein Zugang ermöglicht werden?

Nein.