Daten

Überarbeitung des Erschießungskonzepts Erschließung der Elbphilharmonie

Abbildung 20:Wendeanlagen bei Einrichtung temporärer Sackgassen

Die Fahrbeziehungen der bei Variante 3 berücksichtigten Konzeptbausteine zeigt Anhang V. Im Umfeld der Elbphilharmonie ergeben sich unter Berücksichtigung der prognostizierten Verkehrsmengen (Anhang II) die in Abbildung 21 aufgeführten maximalen Querschnittsbelastungen durch Kfz-Verkehre. Angenommen wird, dass lediglich 20 % der Bringverkehre über die Sandtorhafenklappbrücke erfolgen und 80 % über die Straße Am Kaiserkai anfahren. Die Taxenverkehre fahren stets über die Sandtorhafenklappbrücke zu und ab.

Aufgrund der Fahrbahnbreite von lediglich 7,0 m auf der Sandtorhafenklappbrücke, ist bei einem Zweirichtungsverkehr mit Verkehrskonflikten zwischen Pkw-Verkehren und den Shuttlebussen auf der Brücke und im Anbindungsbereich des Parkhauses zu rechnen, so dass die Realisierung der Erschließungsvariante unter Berücksichtigung der festgelegten Rahmenbedingungen nicht zu empfehlen ist. Ein weitgehender Schutz des Kaiserkais durch eine Sackgassenregelung ist erst bei einer baulichen Optimierung des Brückenquerschnitts möglich.

Beide Wendeanlagen sind für Pkw-Verkehr ausgelegt Vorfahrtmöglichkeit für Shuttlebusse und ggf. weitere Nutzer.

Zugelassene Fahrzeuge können die Sandtorhafenklappbrücke bei Sperrung ausnahmsweise passieren und per Funksignal die Poller versenken.

Poller, um temporäres Halten außerhalb der Fahrbahn zu ermöglichen.

Überarbeitung des Erschießungskonzepts Erschließung der Elbphilharmonie

Abbildung 21: Verkehrsaufkommen in den letzten 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn bei Regelbetrieb (links) bzw. in den ersten 30 Minuten nach Vorstellungsende bei Martineebetrieb (rechts)

Bewertung des Fußgängeraufkommens

Die Bewertung des Fußgängeraufkommens erfolgt in Anlehnung an das Handbuch zur Bewertung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) [3]. Das Bewertungsverfahren stellt eine mathematische Beschreibung des Verkehrsablaufs dar und erläutert die Qualität der Abwicklung anhand der Buchstaben A bis F. Die Qualitätsstufen zur Bewertung des Fußgängeraufkommens werden in Anhang VII erläutert. Zur Gewährleistung einer guten Abwickelbarkeit ist die Qualitätsstufe B anzustreben.

In Abbildung 22 ist die HBS-Bewertung des Fußgängeraufkommens auf der Sandtorhafenklappbrücke bei Regelbetrieb (links) und Martineebetrieb (rechts) dargestellt. Bezogen auf die Gehwegbreite, zeigen die beiden ersten Säulen die ermittelten Qualitätsstufen für die Fußgängerverkehre vor Veranstaltungsbeginn auf dem westlichen bzw. östlichen Gehweg. Analog hierzu entsprechen die Säulen drei und vier den Qualitätsstufen auf dem jeweiligen Gehweg nach Veranstaltungsende.

Die dargestellten Gehwegbreiten entsprechen der Gesamtbreite des zur Verfügung stehenden Gehwegs. Da Fußgänger in der Regel jedoch einen seitlichen Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand halten, ist die tatsächlich genutzte Gehwegbreite um ca. 0,35 m geringer ([3], S. 11-6).

Abbildung 22: HBS-Bewertung des Fußgängeraufkommens auf der Sandtorhafenklappbrücke bei Regelbetrieb (links) und Martineebetrieb (rechts)

Unter Berücksichtigung des ermittelten Fußgängeraufkommens (Anhang II, Anhang VI) errechnet sich für die Varianten 1 und 3 bei einer Gehwegbreite von 3,2 m auf der westlichen Seite der Sandtorhafenklappbrücke für sämtliche Betriebszustände mindestens die Qualitätsstufe C. Die freie Geschwindigkeitswahl ist folglich eingeschränkt und die Verkehrsdichte erreicht ein spürbares Maß. Bei Martineebetrieb wird nach Veranstaltungsende in den Varianten 1 und 3 sogar die Qualitätsstufe D erreicht, was einer hohen Verkehrsdichte mit starker Behinderung der freien Bewegung entspricht.

Bei Erschließungsvariante 2 stehen den Fußgängern durch die Sperrung der Sandtorhafenklappbrücke zusätzlich 2,5 m Fußgängerfläche auf der Fahrbahn zur Verfügung. Dabei ist zu beachten, dass auf der Klappbrücke durch den notwendigen Anprallschutz für Kfz ein Höhenunterschied von bis zu 0,25 m zwischen Fahrbahn und Gehweg besteht. Die Fußgänger werden daher in der Regel einen seitlichen Sicherheitsabstand von ca. 0,35 m zum Fahrbahnrand halten ([3], S. 11-6), der bei der Ermittlung der Qualitätsstufen jedoch nicht berücksichtigt wurde./15] 1 m 5 m 3,2 m vorhandene Gehwegbreite bei Variante 1 und 3 5,7 m Fußgängerfläche bei Variante 2