Schuleingangsuntersuchungen

Der nachfolgenden Tabelle sind die Prozentangaben zu den jeweils nicht durchgeführten ersten schulärztlichen Untersuchungen nach § 34 Absatz 4 des Hamburgischen Schulgesetzes aufgeschlüsselt nach Bezirken zu entnehmen. Die Angaben beziehen sich jeweils auf ein Schuljahr. Eine statistische Erfassung des Geschlechtes der Kinder findet in diesem Zusammenhang nicht statt.

Der nachfolgenden Tabelle sind die Prozentangaben zu den jeweils nicht durchgeführten Schuleingangsuntersuchungen nach § 34 Absatz 5 des Hamburgischen Schulgesetzes, aufgeschlüsselt nach Bezirken, zu entnehmen. Die Angaben beziehen sich jeweils auf ein Schuljahr. Eine statistische Erfassung des Geschlechtes der Kinder findet in diesem Zusammenhang nicht statt. Bitte jährlich aufschlüsseln nach Bezirk und Geschlecht.

Daten, die einen Bezug zwischen personellen Engpässen und der Quote an durchgeführten Untersuchungen belegen, werden nicht erhoben. Die jahrgangsweise und zwischen den einzelnen Bezirksämtern divergierende Zahl der nicht untersuchten Kinder ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Dies sind vor allem vorübergehende Stellenvakanzen und die fehlende Bereitschaft der Erziehungsberechtigten, ihre Kinder an den Untersuchungen teilnehmen zu lassen, obgleich die Untersuchung verpflichtend ist. Außerdem haben besondere infektiologische Ereignisse, wie beispielsweise die Influenzapandemie 2009/2010 oder die Masernepidemie 2009, erhebliche Personalressourcen gerade auch aus dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst gebunden. Soweit nur eingeschränkte personelle Ressourcen zur Verfügung stehen, wird die Untersuchungsnotwendigkeit auf die Kinder konzentriert, die keine Vorsorgeuntersuchungen aufzuweisen haben oder bei denen Auffälligkeiten festgestellt wurden.

4. Wie viele Kinder wurden in den in Tabelle 2 in Drs. 20/986 gelisteten Stadtteilen jeweils untersucht?

In den in Tabelle 2 der Drs. 20/986 gelisteten Stadtteilen wurde jeweils die nachfolgend aufgeführte Anzahl von Kindern untersucht.

Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden zur individuellen Förderung der Kinder den Eltern gegenüber unter anderem folgende Empfehlungen ausgesprochen:

- Förderung im häuslichem Umfeld (Nachhilfe),

- medizinische und psychologische Therapieempfehlungen,

- Schullaufbahnberatungen,

- Vermittlung von Kuren des Hamburger Schulvereines,

- frühe entwicklungsfördernde Maßnahme,

- Empfehlung der Kontaktaufnahme mit bestimmten Einrichtungen, wie zum Beispiel Jugendpsychiatrischer Dienst, Beratungszentrum „sehen I hören I bewegen I sprechen", Ernährungsberatung, Sportverein, Erziehungsberatung, Jugendamt.

Außerdem erhalten die Schulen für jedes Kind eine schriftliche Befundmitteilung über schulrelevante Auffälligkeiten und Hinweise zu entsprechenden Fördermöglichkeiten.

Die für das Kind zuständigen Lehrkräfte verständigen sich mit den Eltern über geeignete Maßnahmen sowohl im familiären als auch im schulischen Rahmen. Dazu gehören beispielsweise individuelle Ernährungsberatung durch Diätassistenten beziehungsweise Diätassistentinnen, professionelle Ergotherapie beziehungsweise Sprachförderung oder -therapie.

6. Welche Maßnahmen der Förderung an Schulen oder in Stadtteilen (im Sinne eines Setting-Ansatzes) werden bisher aus den Ergebnissen der schulärztlichen Untersuchungen abgeleitet?

Im Rahmen des Paktes für Prävention werden bezüglich der Lebensphase „Gesund aufwachsen in Hamburg!" unter anderem für die Lebenswelten Schule und Stadtteil gemeinsam mit verschiedenen Akteuren Ziele und geeignete Maßnahmen entwickelt, die das Thema Kindergesundheit insgesamt und insbesondere die Handlungsfelder Ernährung und Bewegung aufgreifen. Ein entsprechendes Rahmenprogramm wurde bereits verabschiedet. Die Bewegungsförderung bei Kindern jeden Alters steht beispielsweise im Setting Stadtteil im Mittelpunkt. Die Umsetzung weiterer geeigneter Maßnahmen wird zurzeit mit den entsprechenden Akteuren weiterentwickelt.

Die Ergebnisse der Kinder- und Jugendgesundheitsberichterstattung sind die Grundlage für die Ausgestaltung von Unterstützungsangeboten zur schulischen Gesundheitsförderung, zu denen das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung berät. Eine Übersicht zu diesen Angeboten findet sich auf folgender Internetseite: www.li-hamburg.de/gesundheit. So können Schulen die Expertise der Vernetzungsstelle Schulverpflegung nutzen, um eine gute und ausgewogene Verpflegung zu gewährleisten. Die Verknüpfung mit Ernährungsbildung und die Verbreitung der Qualitätsstandards zur Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sind dabei die Grundlage der Umsetzungsschritte.