Wie sind die fünften und sechsten Klassen in Gymnasien und Stadtteilschulen mit Lehrerstellen beziehungsweise WAZ

Schulversuch in Hamburg zum längeren gemeinsamen Lernen (II)

Zum Themenkomplex des Schulversuches zum längeren gemeinsamen Lernen der Schulen Vizelinstraße, Rellinger Straße, Grumbrechtsstraße und An der Burgweide stellen sich weitergehende Fragen, da davon auszugehen ist, dass diese Schulen in den Klassen 5 und 6 denselben Bildungs- und Erziehungsauftrag haben wie die Stadtteilschule und das Gymnasium. Daher ist ebenfalls davon auszugehen, dass die Klassen 5 und 6 der Schulversuchsschulen so ausgestattet werden wie die Klassen 5 und 6 an einer Stadtteilschule beziehungsweise an einem Gymnasium.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

1. Wie sind die fünften und sechsten Klassen in Gymnasien und Stadtteilschulen mit Lehrerstellen beziehungsweise WAZ ausgestattet?

Für Gymnasien werden im Schuljahr 2011/2012 in der Klassenstufe 5 rund 2,23 Wochenarbeitszeitstunden (WAZ) und in der Klassenstufe 6 rund 2,3 WAZ pro Schüler angesetzt.

Für die Stadtteilschulen werden im Schuljahr 2011/2012 in der Klassenstufe 5 rund 2,76 WAZ und in der Klassenstufe 6 rund 2,41 WAZ pro Schüler angesetzt.

2. Welche zusätzlichen Angebote werden in den fünften und sechsten Klassen von Stadtteilschulen und Gymnasien finanziert (zum Beispiel Hausaufgabenhilfe)? Bitte aufschlüsseln nach Summe pro Schülerin/Schüler.

Im Rahmen des Sonderbedarfs erhalten die Gymnasien, Stadtteilschulen und Schulversuchsschulen für alle Schülerinnen und Schüler (so auch für die der Klassenstufen 5 und 6) unter anderem für „Fördern statt Wiederholen" 9 Euro pro Schüler als Geldmittel und 0,0203 WAZ als Lehrerstellenbedarfe zugewiesen.

Ressourcen für „Sprachförderung" erhalten die Gymnasien für Schülerinnen und Schüler nur auf Antrag, die Stadtteilschulen je nach „KESS-Faktor der Schule schülerbezogen als Lehrerstellenbedarf/WAZ zugewiesen.

· Klassenstufe 5 (Schulen mit KESS-Faktor 1 und 2): rund 3,21 WAZ pro Schüler;

· Klassenstufe 5 (Schulen mit KESS-Faktor 3 ­ 6): rund 2,52 WAZ pro Schüler;

· Klassenstufe 6 (Schulen mit KESS-Faktor 1 und 2): rund 3,32 WAZ pro Schüler;

· Klassenstufe 6 (Schulen mit KESS-Faktor 3 ­ 6): rund 2,6 WAZ pro Schüler.

4. Welche zusätzlichen Angebote werden in den fünften und sechsten Klassen der Schulversuchsschulen finanziert (zum Beispiel Hausaufgabenhilfe)? Bitte aufschlüsseln nach Summe pro Schülerin/Schüler.

Siehe Antwort zu 2.

5. Wie viele Kinder werden insgesamt in den vier Versuchsschulen unterrichtet? Wie hat sich seit dem Schuljahr 2005/2006 die Anzahl der Schülerinnen und Schüler entwickelt? Bitte nach Schuljahr aufschlüsseln. Welche Baumaßnahmen wurden seit dem Schuljahr 2005/2006 an welcher der Versuchsschulen vorgenommen? Bitte aufschlüsseln nach Zubau und Sanierung.

· Schule „An der Burgweide" Sanierung:

Als Sanierungsmaßnahme wurde am 20. Juni 2006 die Dacherneuerung und Rinnenerneuerung am Fachraumgebäude durchgeführt. Seit Beginn des Vertrages für das Modell Hamburg Süd (01. Juli 2007) wurden folgende Gebäude vollständig saniert:

· Verwaltungsgebäude;

· Pausenhalle;

· Turnhalle;

· Klassentrakte 1 bis 4;

· Fachraumtrakt;

· Hausmeisterwohnung;

· Außenanlagen und Siele.

Zubau:

Als Zubau wurden die Herstellung einer Schulküche mit Cafeteria zur Deckung des Ganztagesbedarfes sowie die Aufstockung der Klassentrakte 1 und 2 realisiert. Außerdem wurde die Schule mit einem Verwaltungsdatennetz und einem pädagogischen Datennetz ausgestattet.

· Schule „Grumbrechtstraße" Sanierung:

Die Grundsanierung der Schule Grumbrechtstraße wurde im Jahr 2002 begonnen und Ende 2005 im Wesentlichen abgeschlossen. Die Übergabe erfolgte am 13. Juni 2006.

· Schule „Rellinger Straße" Sanierung:

· Fenster- und Fassadensanierung in 2006/2007;

· Schimmelpilzsanierung EG bis 2. OG in 2010;

· Ausbau und Erneuerung Fußboden im Kellergeschoss in 2011;

· Kelleraußenwandsanierung in 2011.

Im Übrigen siehe Drs. 20/1160.

7. An welchen der vier Versuchsschulen ergibt sich aufgrund der Schülerzahl ein Zubaubedarf? Wenn sich ein Zubaubedarf ergibt: Für welchen Zeitraum plant der Senat den Zubau jeweils?

An den Schulen Vizelinstraße, Rellinger Straße und Grumbrechtstraße wird der zusätzliche Klassenbedarf durch mobile Klassenräume erfüllt. Für die Schule An der Burgweide ist die Nutzung von Klassenräumen in der benachbarten Förderschule vorgesehen.

8. Wie viele und welche Fachräume werden für die Klassen 5 und 6 nach dem Musterflächenprogramm benötigt?

a. Wie viele und welche Fachräume sind tatsächlich an den Versuchsschulen vorhanden?

b. Plant die Behörde den Bau beziehungsweise die Einrichtung weiterer Fachräume?

c. Wenn ja, welche an welchen Schulen innerhalb von welchem Zeitraum?

d. Wenn nein, warum nicht?

Die fünften und sechsten Klassen benötigen gegenüber den Klassenstufen 1 bis 4 keine zusätzlichen Fachräume, wenn die Grundschule bereits über eine Ausstattung für den naturwissenschaftlichen und technischen Fachunterricht, zum Beispiel einen Naturwissenschaft- und Technikraum oder eine Forscherwerkstatt verfügt. Die fünften und sechsten Klassen nutzen diese Räume stundenweise im Wechsel mit den übrigen Jahrgängen, sodass sich der Fachraumbedarf aus der Gesamtklassenzahl der Schule ergibt.

Die Schule Vizelinstraße verfügt im Neubau über einen Naturwissenschaft- und Technikraum und einen Kunstraum, nach Fertigstellung eines weiteren Neubaus über einen Arbeitslehre-/Sachkunderaum und einen Musikraum. Die Schule Rellinger Straße verfügt über einen Unterrichtsraum Sachkunde/Naturwissenschaften, eine Mehrzweckwerkstatt, eine Arbeitslehreküche sowie über zwei mobile Klassenräume für Kunst und Musik.

Die Schule Grumbrechtstraße verfügt über eine Mehrzweckwerkstatt (Holz), eine Bastelwerkstatt (Kunst), eine Küche mit Theorie- und Speiseraum und einen Musikraum.

Die Schule An der Burgweide verfügt über eine Mehrzweckwerkstatt (Holz), eine Bastelwerkstatt (Kunst), einen Kunstraum, zwei Unterrichtsräume für Darstellendes Spiel und zwei Unterrichtsräume für Sachkunde.

Die Zahl der eventuell zusätzlichen Fachräume hängt ab von der Festlegung über die Schulgröße im Schulentwicklungsplan; lediglich an der Schule Grumbrechtstraße ist der Einbau von zwei Naturwissenschaft- und Technikräumen im Bestand bereits beauftragt.

9. Sind Schulleiterdienstbesprechungen der weiterführenden Schulen vonseiten der Behörde für Schule und Berufsbildung in Planung?

a. Wenn ja, werden die Schulleitungen der vier Starterschulen eingeladen?

Ja, die Schulleiterdienstbesprechungen der Stadtteilschulen und der Gymnasien sind terminlich festgelegt. Die Schulleitungen der vier Schulversuchsschulen werden eingeladen.

b. Wenn die Schulleitungen der vier Starterschulen nicht eingeladen werden, warum werden sie nicht eingeladen?

Entfällt.

10. Sind Verteilerkonferenzen für den Übergang von Klasse 4 in die Klasse 5 geplant?

11. Wenn nein, warum nicht?

12. Wenn ja, werden die Schulleitungen der vier Starterschulen eingeladen?

Für den Übergang von Klasse 4 in Klasse 5 sind regelhaft keine Verteilerkonferenzen vorgesehen. Diesbezügliche Absprachen werden auf den jeweiligen Bezirkskonferenzen zwischen den Schulleitungen der weiterführenden Schulen und den zuständigen Schulaufsichten getroffen. Zur Anwendung kommt das Aufnahmeverfahren in die Jahrgangsstufe 5 der Stadtteilschulen und der Gymnasien.

13. Wenn die Schulleitungen der vier Starterschulen nicht eingeladen werden, warum werden sie nicht eingeladen?

Entfällt.

14. Die Frage nach der Evaluation des genannten Schulversuchs wird in Drs. 20/1267 nicht beantwortet. Es wird lediglich auf Drs. 20/1160 verwiesen. Dort wird aber folgende Frage nicht beantwortet: „Aus welchen Gründen hat die Evaluation des genannten Schulversuchs nicht begonnen?" Sollten die Überlegungen des Senats nach wie vor nicht abgeschlossen sein: Aus welchen Gründen sind die diesbezüglichen Überlegungen nicht abgeschlossen?

Siehe Drs. 20/1267. Einen neuen Sachstand gibt es zurzeit nicht.