Werbeflächen an Bussen Nach mir zugegangenen Informationen will die HHA an ca

Werbeflächen an Bussen

Nach mir zugegangenen Informationen will die HHA an ca. 60 Bussen einseitig „Vollwerbung", also Werbung, für die auch die Fensterflächen genutzt werden, anbringen lassen.

Ich frage dazu den Senat.

Auf der Grundlage einer Stellungnahme der Hamburger Hochbahn beantwortet der Senat die Anfrage wie folgt.

Auf Bussen der Hamburger Hochbahn gibt es zur Zeit zwei Varianten von Großflächenwerbung, die die Fensterflächen mit einbeziehen. 25 Busse sind mit Folien-Vollflächen-Werbung versehen, deren Anzahl derzeit nicht weiter erhöht werden soll, und drei Busse mit Großflächenwerbung, die nur einen Teil der Fensterfläche bedeckt. Durch diese neuartigen Werbeformen auf ihren Bussen realisiert die Hamburger Hochbahn zusätzliche Einnahmen.

Dies vorausgeschickt, werden die Fragen wie folgt beantwortet.

1. Gibt es Untersuchungen oder Umfragen über die Akzeptanz von „Vollwerbung" durch die Busnutzer/innen, nachdem die HHA an ca. 20 Bussen beidseitig Vollwerbung anbringen lassen hat?

Nein.

2. Wie beurteilt der Senat die Aussage, dass die Busnutzer/innen sich auf die von Werbung freie Fensterseite setzen können, wenn sie sich durch die Werbung gestört fühlen und aus dem Fenster gucken wollen, und wie stellt der Senat sich die Realisierung dieser Forderung z. B. in den Verkehrsspitzenzeiten vor?

Außer bei der Folien-Vollflächen-Werbung bedeckt die Werbung bei den Großflächen pro Bus jeweils nur eine Fläche von 2,60 x 3,60 m. Die überwiegende Zahl der Sitzplätze ist somit von der Fensterwerbung nicht betroffen.

3. Als Begründung für die Nutzung von Fensterflächen für Werbung wird angeführt, dass bei den neuen Bussen die Fensterflächen immer größer werden. Kann der Senat meine Einschätzung nachvollziehen und teilen, dass größere Fenster in Bussen als Service für die Busnutzer/innen und nicht als zusätzliche Werbefläche gedacht sind?

Eine Fortführung der Folien-Vollflächen-Werbung ist nach Auslaufen bestehender Verträge nicht beabsichtigt. Bei der Teilflächenwerbung handelt es sich zunächst um einen Versuch.

4. Wie steht der Senat zu der Idee, Busse nur noch für Werbezwecke und nicht für Fahrgäste fahren zu lassen?

Diese „Idee" wird nicht verfolgt.

5. Wie beurteilt der Senat die Entscheidung der VHH, ihre neuen Busse zur Verbesserung des Images von VHH und der FHH ohne kommerzielle Werbung, sondern nur mit dem Logo der VHH fahren zu lassen?

Auch bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein sind Busse mit kommerzieller Außenwerbung im Einsatz. Lediglich bei den neu beschafften Schnellbussen ist derzeit keine Außenwerbung vorhanden.