Umweltmanagement-Systeme im Hamburger Hafen

Antrag der Abg. Axel Bühler, Antje Möller, Dr. Martin Schmidt, Christa Goetsch, Anja Hajduk (GAL) und Fraktion.

Betreff: Umweltmanagement-Systeme im Hamburger Hafen

Im November 1997 wurde von der Hafenbehörde von Valencia vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Wirtschaftens mit Unterstützung der Europäischen Kommission das „ECOPORT Project" gestartet.

Unter dem Leitbild des nachhaltigen Wirtschaftens wurde ein Umweltmanagement-System, ähnlich den Inhalten der ISO 14001 oder dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS), entwickelt und implementiert. Neben der Hafenverwaltung sind auch sieben private Firmen beteiligt. Das Projekt wird partnerschaftlich von öffentlicher Verwaltung und privaten Unternehmen vorangetrieben und betrachtet sowohl die Umweltbilanz des Hafens allgemein sowie die einzelner Unternehmen.

Langjährige Erfahrungen haben gezeigt, dass die Einführung eines Umweltmanagement-Systems durch Prozeßoptimierung und Stoffstrommanagement in der Regel auch ökonomische Vorteile für Unternehmen bietet. Analog dem Airport Hamburg, der sich als Unternehmen sowohl nach der ISO-Norm als auch nach EMAS hat zertifizieren lassen und damit weltweit eine Spitzenposition hält, besteht auch für Hafenunternehmen grundsätzlich die Möglichkeit der Zertifizierung.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. die Entwicklung eines Umweltmanagement-Systems für den Hamburger Hafen und die Möglichkeit der Einbeziehung der Hafenunternehmen (z.B. die Firma DUPEG, Eurokai und HHLA) zu prüfen,

2. mit der stadteigenen HHLA Gespräche aufzunehmen mit dem Ziel, eine Zertifizierung gemäß ISO 14001 oder EMAS einzuleiten, und der Bürgerschaft bis Januar 2001 hierüber zu berichten.