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Bibliotheksmittel für feministische Studien und Forschung

Die Frauenförderrichtlinie der Universität Hamburg sieht unter Punkt V.5 vor, dass nach Möglichkeit mindestens 5 Prozent des jeweiligen Bibliotheksetats für die Beschaffung von für feministische Forschung relevanter Literatur zur Verfügung gestellt wird.

Ich frage den Senat:

1. Existieren an den anderen Hamburger Hochschulen ähnliche Bestimmungen? Wenn ja, wie lauten diese im einzelnen (bitte nach Hochschulen gesondert ausführen)? Wenn nein, sollen vergleichbare Regelungen getroffen werden? Wann soll dies geschehen?

Die Technische Universität Hamburg-Harburg hat keine ähnliche Bestimmung und plant derzeit auch keine Einführung einer derartigen Bestimmung. Die Praxis der vergangenen Jahre hat gezeigt, daß durch die Bibliothek der TUHH gerade die Beschaffungswünsche im Bereich der feministischen Forschung weitgehend berücksichtigt wurden.

An der Fachhochschule Hamburg besteht keine ähnliche Bestimmung. Eine Quotierung der Bibliotheksmittel für die Beschaffung von für feministische Forschung relevanter Literatur ist an der Fachhochschule nicht vorgesehen, weil bisher alle einschlägigen Anforderungen soweit erkennbar erfüllt werden konnten.

An der HWPgibt es keine ähnlichen Bestimmungen und keine Beschlüsse, diesbezüglich Regularien erarbeiten zu wollen.

Die HfbK hat ebenfalls keine analogen Bestimmungen, ist aber bestrebt, bei Fortschreibung eine vergleichbare Regelung in ihre Frauenförderrichtlinie aufzunehmen.

Die HfMteilt mit, dass es in dieser Sache kein formalisiertes Verfahren und diesbezüglich auch keine konkretisierten Planungen gibt. Im übrigen weist die Hochschule darauf hin, dass die Bibliotheksleitung der HfM die Frauenbeauftragte des Hochschulsenats bei der Beschaffung von Literatur unterstützt.

2. In meiner Kleinen Anfrage Drucksache 16/2879 berichtete der Senat, dass der Bibliotheksausschuß des Akademischen Senats der Universität Hamburg die Fachbereiche und die senatsunmittelbaren Einrichtungen aufgefordert hat, bis zum Februar 2000 zu berichten, welche Kriterien für die Beschaffung von für feministische Forschung relevanter Literatur entwickelt und welche Titel tatsächlich gekauft worden sind. Wie lauten die Berichte im einzelnen?

Die Fachbereiche und senatsunmittelbaren Einrichtungen der Universität sind der Aufforderung zu berichten bislang nicht nachgekommen. Der Bibliotheksausschuß des Akademischen Senats wird zu beraten haben, wie er die Erfüllung seines Berichtswunsches sicherstellt.

3. In der genannten Drucksache wird darüber hinaus berichtet, die Universitätsleitung gehe davon aus, dass die oben genannte Bestimmung der Frauenförderrichtlinie auch bei Geldspenden für Bibliothekszwecke, die keiner weiteren Zweckbindung unterliegen, beachtet wird. Wie viele Bücher für feministisch relevante Forschung wurden durch die Gelder der Buchspende-Aktion „Ex-Libris" für welche Bibliotheken beschafft, und welchen Anteil am Gesamtspendenvolumen machen diese Anschaffungen jeweils aus?

Die Beschaffung der Bücher aus der Aktion „Ex Libris" ist ein fortlaufender Prozeß. Die Beschaffungen erfolgen dezentral. Bei der Vielzahl der betroffenen Instituts- und Fachbereichsbibliotheken sind die erbetenen Angaben mit vertretbarem Aufwand in der für die Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu erstellen.