Streichung der Zivilfahndung in Bergedorf

Betreff: Streichung der Zivilfahndung in Bergedorf

Laut Presseberichten vom 12. April 2000 wurde die Zivilfahndung der Bergedorfer Polizei abgeschafft.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat.

Zivilfahndungsmaßnahmen sind Teil der örtlichen Polizeiarbeit. Die Wahrnehmung erfolgt im Einzelfall durch Angehörige der Wachdienstgruppen der Polizeireviere und Polizeikommissariate oder durch Zivilfahnder, die in den Polizeidirektionen bzw. an den Polizeirevieren/Polizeikommissariaten zentral zusammengefaßt sind.

Die Zivilfahnder am Polizeikommissariat (PK) 43, Bergedorf, sind seit dem 1. Juni 1997 mit der Neuorganisation zum Polizeikommissariat in die Abteilung Kriminalpolizeilicher Ermittlungsdienst eingegliedert.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt.

1. Ist es zutreffend, dass die Zivilfahndung in Bergedorf abgeschafft wurde? Wenn ja: Aus welchen Gründen?

2. Wie viele Beamte sind davon betroffen, und wo werden sie statt dessen eingesetzt?

3. Ist dies eine vorübergehende Maßnahme? Wenn ja: Wann wird die Zivilfahndung in Bergedorf wieder eingesetzt? Wenn nein: Welche Ersatzmaßnahmen sind geplant, um die entstandene Lücke bei der Zivilfahndung in Bergedorf zu schließen, bzw. soll auf die Zivilfahndung dauerhaft verzichtet werden?

Nein.

Am Polizeikommissariat 43 sind sechs Zivilfahnder der Abteilung „Kriminalpolizeilicher Ermittlungsdienst" zugeordnet.

Um die für die Bewältigung der Aufgaben des täglichen Dienstes erforderliche Flexibilität des Personaleinsatzes zu gewährleisten, werden diese Polizeibeamten bei entsprechenden Bedarfen temporär auch zur Unterstützung der Wachdienstgruppen eingesetzt. Zur Zeit sind jeweils drei von sechs Beamten in den Wachdienstgruppen ­B­ und ­D­ eingesetzt.

4. Ist geplant, dass die Polizeidirektion Süd die Aufgaben in Bergedorf übernimmt? Wenn ja:

Welche Fahndungsgruppe soll diese Aufgaben übernehmen?

Nein.