Förderung

Lesbisch-Schwule Filmtage

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Die Lesbisch-Schwulen Filmtage erhalten eine um 11000 E aufgestockte Förderung in Höhe von 29000 E. Deckung erfolgt aus Antrag Drucksache 17/562 (Haushaltsverbesserung).

Begründung: Hamburg versteht sich als Medienstadt. Dazu gehört in der Sparte Film ein breit gefächertes Angebot von Produktionen, das von den Großkinos nicht gezeigt wird.

Die Lesbisch-Schwulen Filmtage haben sich zu einem wichtigen Event mit zuletzt 9000 Zuschauern in diesem Bereich entwickelt. Sie präsentieren in einem hochwertigen Programm eine Auswahl der stetig zunehmenden Produktionen aus den Bereichen Spielfilm, Kurzfilm und Dokumentation mit Themenbezug zu lesbischem und schwulem Leben.

Neben dem kulturellen Wert der Veranstaltung hat sie auch eine sozial bedeutende Dimension. Sie führt Menschen aus verschiedenen Gruppen der Bevölkerung zusammen und bietet die Möglichkeit, sich über eine gesellschaftliche Minderheit zu informieren bzw. sich mit ihr auseinanderzusetzen. Dies reduziert Vorurteile.

Die bisher rein ehrenamtlich organisierten Filmtage stoßen jedoch mit ihrer niedrigen finanziellen Ausstattung schon lange an ihre Grenzen. Sponsoren sind, trotz der unbestreitbaren positiven gesellschaftlichen Entwicklungen, für eine lesbisch-schwule Zielgruppe immer noch schwer zu finden. Im Jahr 2001 wurden den Lesbisch-Schwulen Filmtagen daher schon zusätzlich zum bisher gewährten Zuschuss (35000 DM) 20000 DM extra zugewiesen, um die strukturellen Finanzprobleme zu überbrücken.

Stärkster Mitbewerber ist das Land Berlin, welches mit seinem vielbeachteten Panorama-Programm im Rahmen der Berlinale und dem Teddy-Award zeigt, welche Bedeutung die Förderung einer lesbisch-schwulen Filmreihe haben kann.