Statistische Anfrage zur Begehung von Verbrechen mit der Waffe

Betreff: Statistische Anfrage zur Begehung von Verbrechen mit der Waffe. Anlässlich der schrecklichen Ereignisse von Erfurt ist eine neue Debatte um die Waffengesetze entfacht. Ins Visier der Überlegungen sind dabei auch die Schützenvereine gekommen.

Es soll geklärt werden, inwieweit eine konkrete Gefahr von den Schützen und deren Waffen für die Öffentlichkeit besteht.

Dies vorausgeschickt, frage ich den Senat:

1. a) Wie viele Verbrechen wurden in den letzten zehn Jahren mit legalen (bei Führen von Waffenbesitzkarten), wie viele mit illegalen Waffen verübt? Bitte nach Jahren getrennt aufführen.

b) Wie hoch ist der Anteil von Jugendlichen und Erwachsenen hierbei? Bitte die Verteilung differenziert nach Altersklassen darlegen.

Eine Statistik, die eine Beantwortung im Sinne der Fragestellung zulässt, wird bei der Polizei Hamburg nicht geführt. Zur Erhebung der erforderlichen Daten müssten alle betreffenden kriminalpolizeilichen Handakten des erfragten Zeitraums manuell ausgewertet werden. Dies ist mit vertretbarem Verwaltungsaufwand in der zur Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit nicht leistbar.

In der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wird registriert, ob bei der Tatausführung eine Schusswaffe eingesetzt wurde, und nach den Merkmalen gedroht oder geschossen unterschieden. Es erfolgt keine Auswertung nach Verbrechen und Vergehen, nach legalem bzw. illegalem Waffenbesitz, hinsichtlich der Frage, ob es sich um eine echte Schusswaffe, die Projektile verschießt, handelt oder beispielsweise um eine Gaswaffe, ebenso wenig eine Darstellung von Tatverdächtigen nach Alter, die bei der Tatbegehung eine Waffe verwendet haben.

2. Falls möglich, bitte ich auch um Aufführung nach Bundesländern.

Übersichten zum Schusswaffengebrauch aus anderen Bundesländern liegen in Hamburg nicht vor.