Evaluierung der praktischen Ausbildung

Eine Evaluierung der praktischen Ausbildung erfolgt im Wege der regelmäßigen Rückkopplung der Praxisanleiter mit den Praxisdienststellen und den Praktikanten, insbesondere auch anlässlich intensiver Abschlussgespräche. Darüber hinaus führt der für die Koordinierung und Lenkung der Berufspraktika zuständige Ausbildungsleiter der Polizei in regelmäßiger Folge Auswertungs- und Abstimmungsgespräche mit den Praxisanleitern durch, deren Ergebnisse von ihm zentral für die Polizei umgesetzt werden. Soweit es um Belastungen im Rahmen von sozialen Konflikten geht, werden diese in einer Blockveranstaltung Konflikt-/Rhetorikseminar thematisiert und deren Bewältigung in Rollenspielen eingeübt.

Das Thema Stressbewältigung nimmt im 3. Semester im Fach Psychologie einen breiten Raum ein.

Neben Grundlagen der Stresstheorie werden berufliche Belastungssituationen im Polizeivollzug bis hin zu Extremstress und dessen Folgen thematisiert. Diese Kenntnisse sollen die Studierenden in die Lage versetzen, in aktuellen Stresssituationen Handlungssicherheit zu erlangen.

63. Wird eine regelmäßige Evaluation der Lehre und eine dementsprechende Überarbeitung von zu vermittelnden Studieninhalten sichergestellt? Wenn ja, wie und mit welchen Mitteln? Wenn nein, weshalb nicht?

Eine Evaluierung findet auf freiwilliger Basis durch die Lehrenden statt.

64. Welche Rolle spielt die Ausbildung an Informations- und Kommunikationssystemen und welche Inhalte werden vermittelt?

Die Ausbildung an hat hohe Bedeutung. Die Ausbildung vermittelt neben den allgemeinen Kenntnissen über Schreib- und Kommunikationsprogramme die polizeilichen Anwendungen COMVOR und POLAS.

Insgesamt werden hierfür innerhalb der Regelstudienzeit 134 Unterrichtsstunden aufgewendet.

65. Ist der Erwerb von Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz im Studium verankert?

a) Wenn ja, inwiefern?

Soziale Kompetenz wird insbesondere in den Fächern Psychologie, Soziologie und im Fach Führungslehre/Public Management vermittelt.

65. b) Wenn nicht, weshalb nicht?

Entfällt.

65. c) Sieht der Senat diese weiterhin als Schlüsselkompetenzen an? Wenn nicht, weshalb nicht?

Soziale Kompetenz ist eine von mehreren Schlüsselkompetenzen.

66. Welchen Stellenwert nehmen Methoden der Deeskalation in Konfliktsituationen während des Studiums am Fachbereich Polizei der FHÖV ein?

Methoden der Deeskalation in Konfliktsituationen sind im Studienplan verankert und werden interdisziplinär insbesondere in den Fächern Psychologie, Soziologie, Einsatzlehre und Ethik vermittelt.

67. Werden den Studierenden auch Kompetenzen im Umgang mit Menschen anderer Kulturen vermittelt? Wenn ja, welche, wie und in welchem Umfang? Wenn nein, warum nicht?

Den Studierenden werden im Verlauf des Studiums auch fächerübergreifend Kenntnisse über den Umgang mit Menschen anderer Kulturen vermittelt. Ziel ist die Ausprägung von Kompetenzen einer interkulturellen Bürgernähe in der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung. Intoleranz, Diskriminierung und Rassismus werden entsprechend thematisiert.

68. Welchen Stellenwert nimmt der Themenkomplex Auftreten in der Öffentlichkeit im Studium ein?

Der Themenkomplex Auftreten in der Öffentlichkeit wird entsprechend seiner Bedeutung insbesondere in den Fächern Einsatzlehre sowie Dienst- und Einsatzausbildung behandelt. Darüber hinaus wird er in unterschiedlichen Studienfächern fächerübergreifend erörtert.

69. Wie viele Auszubildende haben in den Jahren 2000, 2001 und 2002 (bis 15. April) das Studium am Fachbereich Polizei nicht erfolgreich abgeschlossen (bitte nach Semestern aufschlüsseln)?

a) Wie viele Auszubildende haben das Studium wann abgebrochen?

aa) Welche Gründe gab es für den Abbruch der Ausbildung?

bb) In welchen Ausbildungsabschnitten haben wie viele Studierende ihre Ausbildung abgebrochen?

cc) Wie viele Studierende ausländischer Herkunft haben die Ausbildung in welchen Ausbildungsabschnitten mit welchen Gründen abgebrochen?

In dem genannten Zeitraum haben 17 Studierende aus persönlichen Gründen, aufgrund von Leistungsdefiziten oder des Berufswechsels das Studium abgebrochen. Davon elf im 1. Studienabschnitt, vier im 2. Studienabschnitt und zwei im 3. Studienabschnitt. Darunter befand sich ein Studierender ausländischer Herkunft, der das Studium aus Leistungsgründen im 1. Studienabschnitt abbrach.

69. b) Wie viele Studierende haben die das Studium abschließenden Prüfungen nicht bestanden?

aa) Welche Gründe gab es für das Nichtbestehen der Prüfungen?

bb) Wie viele Studierende ausländischer Herkunft haben die Abschlussprüfung nicht erfolgreich abgeschlossen?

cc) Gibt es die Möglichkeit, diese Prüfung erneut abzulegen? Wie viele haben die Prüfung dann bestanden, wie viele sind erneut durchgefallen?

Die Abschlussprüfung (Laufbahnprüfung II) zum Ende des 6. Semesters haben nicht bestanden:

­ Wintersemester 1999/2000 4 von 56 Studenten

­ Sommersemester 2000 9 von 190 Studenten

­ Wintersemester 2000/2001 2 von 73 Studenten

­ Sommersemester 2001 15 von 191 Studenten

­ Wintersemester 2001/2002 8 von 38 Studenten

Das Nichtbestehen der Prüfung war nahezu ausschließlich durch Leistungsdefizite in der schriftlichen Abschlussprüfung begründet. In einem Fall lag der Grund an mangelnden Leistungen in der mündlichen Prüfung.

Im Zeitraum 2000 bis 2002 haben zwei Studierende ausländischer Herkunft die Abschlussprüfung im September 2001 nicht erfolgreich abgeschlossen.

Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Prüfung darf nach dem Prüfungsrecht frühestens zum Ende eines Studienhalbjahres wiederholt werden. In begründeten Ausnahmefällen kann die oberste Dienstbehörde eine zweite Wiederholung zulassen.

Von den 38 Studierenden, die die Abschlussprüfung zunächst nicht erfolgreich abschließen konnten, haben im Wiederholungsfall 37 bestanden, während ein Studierender erneut scheiterte.

69. d) Welche Konsequenzen werden aus der Entwicklung der nicht erfolgreichen Ausbildung seitens des Fachbereichs Polizei der FHÖV gezogen?

Der Erfolg der Ausbildung wird regelmäßig evaluiert.

N. Struktur des Lehrkörpers am Fachbereich Polizei der FHÖV

In den §§4 bis 6 des Gesetzes über die Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung (FHÖVG) ist festgelegt, wie die Personalstruktur der Hochschule sein muss, damit die Anforderungen an ein Fachhochschulstudium sichergestellt werden können.

a) Anfang 1998 standen dem Fachbereich Polizei der FHÖV zehn Professorinnen und Professoren (§ 4) zur Verfügung, im Sommer 2000 13. Wie viele sind heute (15. April 2002) am Fachbereich Polizei beschäftigt?

13.

70. b) Wie viele wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (§ 5, WMA) sind heute (15. April 2002) am Fachbereich Polizei der FHÖV beschäftigt? Wie viele wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren seit 1998 wann am Fachbereich beschäftigt?

Angehörige der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter werden im Fachbereich Polizei der FHÖV seit dem 23. April 2001 beschäftigt. Derzeit sind es neun. Vor dem 23. April 2001 war dieser Mitarbeiterkreis den Gruppen der Lehrkräfte für besondere Aufgaben bzw. sonstigen Mitarbeitern zugeordnet.

70. c) Anfang 1998 standen dem Fachbereich der FHÖV Polizei vier Lehrkräfte für besondere Aufgaben (§6) zur Verfügung, im Sommer 2000 acht. Wie viele Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben sind heute (15. April 2002) am Fachbereich Polizei der FHÖV beschäftigt?

Vier.

70. d) 1998/1999 waren am Fachbereich Polizei der FHÖV 30 Lehrbeauftragte tätig, im Wintersemester 1999/2000 71 und im Sommer 2000 29. Wie viele sind es heute (15. April 2002)?