Kredit

Wettbew erb zur kosteneffizienten CO2-Reduktion durch Industrie und Gewerbe

Höhe des Gewinntopfes

Derzeit stehen ca. 175.000 für den Ankauf von CO2-Minderungen (= Siegprämie) zur Verfügung. Diese Summe kann sich ggf. durch neu hinzukommende Sponsoren erhöhen.

Dies führt jedoch nicht dazu, dass sich die Siegprämien für den/die Gewinner erhöhen, sondern würde ermöglichen, dass CO2-Minderungen weiterer Angebote, ggf. auch in weiteren Kategorien durch die Veranstalter angekauft werden können.

Organisatorischer Rahmen

Im folgenden werden die Rollen und Aufgaben der am Wettbewerb Beteiligten definiert:

Veranstalter

Die Veranstalter setzen sich zusammen aus:

· Wettbewerbsinitiatoren: Umweltbehörde Hamburg und Hamburgische Electricitäts-Werke, HEW AG

Die beiden Projektpartner sind die eigentlichen Initiatoren des Wettbewerbs. Sie leiten den Wettbewerb und sind für dessen ordnungsgemäße Durchführung verantwortlich.

· Sponsoren: Deutsche BP AG, Kreditanstalt für Wiederaufbau Sponsoren unterstützen den Wettbewerb finanziell und erhalten in der Jury Stimmrecht.

Derzeit fungiert lediglich die Deutsche BP AG als Sponsor. Es können jedoch noch weitere Sponsoren zur Unterstützung des Wettbewerbs hinzukommen.

· Wissenschaftliche Begleitung: Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv, HWWA, Schwerpunkt Internationale Klimapolitik

Der Wettbewerb wird durch das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv, HWWA, wissenschaftlich begleitet. Hierdurch soll einerseits sichergestellt werden, dass der Wettbewerb möglichst weitgehend den internationalen Standards, die derzeit im Rahmen des erarbeitet werden, entspricht. Andererseits steht das HWWA auch den Bietern bei der Erstellung der Angebote hilfreich zur Seite.

· Validierung: Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv, HWWA

Um die Minderungen von CO2-Emissionen quantitativ bestimmen zu können, müssen die Emissionen mit der Situation verglichen werden, die ohne die Durchführung der Projekte vorliegen würde. Der Referenzfall wird auch als Baseline bezeichnet (nähere Angaben hierzu siehe Handbuch zur Angebotserstellung). Die Überprüfung bzw. Beurteilung der Baseline wird als Validierung bezeichnet. Die Überprüfung der Erfüllung der Teilnahmevoraussetzungen sowie die Validierung der Baselines werden durch das HWWA vorgenommen. Die Kosten tragen die Veranstalter.

· Monitoring:

Das Monitoring wird vom projektdurchführenden Unternehmen eigenständig gemäß dem Monitoring-Plan (siehe auch Handbuch zur Angebotserstellung) durchgeführt.

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· Verifizierung und Zertifizierung: Unabhängiger Gutachter: (wird derzeit ausgeschrieben)

Dem unabhängigen Gutachter obliegt einerseits die technische Bewertung der Projektvorschläge und die Verifizierung der verwirklichten Projekte. Andererseits wird er während der gesamten Laufzeit des Wettbewerbs ­ also bis voraussichtlich Ende 2004 (siehe Zeitplan im Anhang) ­ das Monitoring der prämierten Projekte überprüfen und abschließend die CO2 Minderungen zertifizieren. Die Kosten tragen die Veranstalter.

· Jury: Zur Bewertung der eingereichten Projekte und der Bestimmung der Gewinner des Wettbewerbs wird eine unabhängige Jury gebildet. Die Jury setzt sich zusammen aus jeweils einem Vertreter bzw. einer Vertreterin von:

- Umweltbehörde Hamburg: Hr. Hans-Joachim Klier

- HEW AG Dr. Helmuth-M. Groscurth

- HWWA Dr. Axel Michaelowa

- Deutsche BP AG Dr. Lutz von Meyerinck

- Öko-Institut e.V. Hr. Felix Mathes

- ggf. weitere Sponsoren

· Weitere Funktionen/Institutionen: Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt ZEBAU Die ZEBAU fungiert als Annahmestelle für die einzureichenden Angebote. Sie nimmt die Projektvorschläge entgegen und verwahrt sie bis zur offiziellen Angebotsöffnung. Die Unterlagen müssen verschlossen und eindeutig als Angebotsunterlagen gekennzeichnet dort eingereicht werden. Bitte verwenden Sie hierzu den beigefügten Adressaufkleber.

Bieter/Gewinner

Als Bieter werden diejenigen Firmen/Institutionen/Personen bezeichnet, die sich am Wettbewerb durch die Abgabe eines oder mehrerer Angebote für ein CO2-Minderungsprojekt beteiligen. Aus ihrem Kreis wird durch die Bewertung der Angebote ein oder mehrere Gewinner ermittelt.

Teilnahmeberechtigte

Lediglich die Firmen, die als Veranstalter des Wettbewerbs auftreten, sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Ansonsten sind sämtliche Firmen/Institutionen/Personen zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt.

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Zeitplan

Ein detaillierter Zeitplan ist dem Anhang dieser Wettbewerbsbedingungen zu entnehmen. Als wichtige Eckpunkte ergeben sich nach gegenwärtigem Planungsstand folgende Termine:

- Einsendeschluss für Projekte: 31.03.

- Jury-Sitzung avisiert: 20. KW 2002

- Bekanntgabe der Gewinner: avisiert: 20. KW 2002

- Anrechenbar Minderungsperiode: maximal bis 31.12.

2 CO2-Minderungsprojekte

Im folgenden werden die Rahmenbedingungen, die die angebotenen Minderungsprojekte erfüllen müssen, aufgelistet. Hinweise zu den einzureichenden Unterlagen werden unter Punkt 2.2 gegeben. Die Beurteilungskriterien, die von der Jury zur Bewertung der Angebote herangezogen werden stehen unter Punkt 2.4.

Rahmenbedingungen Ø Zulassungskriterien für Projekte:

· Das Projekt muss im Wesentlichen in Hamburg durchgeführt werden.

· Das Projekt darf noch nicht begonnen worden sein.

Die Definition von noch nicht begonnen ist in Anlehnung an die Verwaltungsvorschrift Nr. 2.1 zu § 23 LHO bzgl. Zuwendungen zur Projektförderung (VV Nr. 2.1 zu § 23 LHO) zu verstehen: ... Ein Vorhaben ist grundsätzlich begonnen, sobald dafür entsprechende Lieferungs- oder Leistungsverträge abgeschlossen sind.

Das Ausschreibungsverfahren ist nicht als Beginn des Vorhabens zu werten....die Erteilung eines Auftrages zur Planung... gilt nicht als Beginn des Vorhabens, ...

· Die Maßnahme muss zusätzlich sein; d.h. sie darf nicht durch behördliche bzw. gesetzliche Vorschriften veranlasst sein.

· Die Maßnahme muss bis zum 31.12.2004 zu CO2-Minderungen von mindestens 500 t führen.

· Bei der Preisvergabe können aufgrund des beschränkten Budgets maximal CO2 Minderungen in Höhe von 10.000 t je prämiertem Projekt aufgekauft werden. Die Größe der Maßnahme (erreichte Minderung des CO2-Ausstoßes) ist jedoch nach oben hin nicht begrenzt.