Gegenüber den Vorjahren wurden die bearbeiteten Themen wiederum in enger Abstimmung mit den Behörden und Ämtern erweitert

Personalbericht 2002

C.5 Fehlzeiten 72

C.5.1 Vorbemerkungen zur Methodik der Fehlzeitenanalyse 72

C.5.2 Ergebnisse des Berichtszeitraumes 1.1.2001 bis 31.12.2001 74

C.5.3 Unbezahlte Fehlzeiten und Langzeiterkrankungen 81

C.5.4 Bewertung der Höhe des Krankenstandes 82

Personalbericht 2002

A. Einleitung Hiermit wird der Hamburger Personalbericht 2002 vorgelegt. Er enthält wie in den Vorjahren Auswertungen zu einer Reihe von Strukturdaten des Personals der hamburgischen Verwaltung. Zum Berichtskreis gehören alle Einzelpläne, die Wirtschaftspläne nach § 15 der Landeshaushaltsordnung (LHO) sowie die Landesbetriebe nach § 26 der Landeshaushaltsordnung. Juristisch selbständige Einheiten wie Anstalten, Körperschaften oder Stiftungen öffentlichen Rechts sowie Kapitalgesellschaften werden nicht mit erfasst. Alle Auswertungen beziehen sich auf den Stichtag 31.12.2001 bzw. das Berichtsjahr 2001.

Gegenüber den Vorjahren wurden die bearbeiteten Themen wiederum in enger Abstimmung mit den Behörden und Ämtern erweitert. Neu hinzugekommen sind folgende Berichtsthemen:

· Wichtige Kennzahlen im Vorjahresvergleich

· Ein Bericht zum Beschäftigtenaggregat der Auszubildenden

· Ein Bericht zum Beschäftigtenaggregat der beurlaubten Beschäftigten ohne Bezahlung

· Schwerbehinderte

· Nebentätigkeiten

· Weitergehende Analysen zum Thema Dienstunfähigkeit und verminderter Erwerbsfähigkeit

· Erweiterung der Fehlzeitenanalyse

· Ein Ausblick auf den Themenkomplex Altersstruktur und Personalplanung.

Parallel dazu wurde das Kennzahlenbuch (Leitfaden personalwirtschaftlicher Kennzahlen und Methoden - Kennzahlenbuch) weiterentwickelt. In diesem Kennzahlenbuch sind die hamburgweit vereinheitlichten Standards für die Datenabgrenzung und -aufbereitung festgelegt worden

.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird beginnend mit diesem Bericht der Tabellenanhang nur noch als Arbeitsmaterial den Behörden und Ämtern zur Verfügung gestellt. Alle für die Analyse wesentlichen Informationen werden direkt in den Analyseteil eingearbeitet.

Der Personalbericht richtet sich an verschiedene Zielgruppen: Neben der politischen Führung und dem Management der Behörden und Ämter wird auch das dezentrale durch den Personalbericht und die parallel zur Verfügung gestellte dezentrale Berichtsdatenbank bei der Formulierung personalwirtschaftlicher Ziele und dem Controlling unterstützt. Darüber hinaus sind die Daten Grundlage für ein überregionales Benchmarking. Derzeit beteiligt sich das Personalamt an einem Vergleichsring Personal der Großstädte über 500.000 Einwohner. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen.

Eine hohe Aufmerksamkeit hat bereits im Vorfeld der Veröffentlichung dieses Personalberichtes das Thema Fehlzeitenanalyse erfahren. Die Fehlzeitenanalyse konnte in diesem Personalbericht erstmalig auf einer vollständigen Datengrundlage durchgeführt werden. Die Analyseergebnisse werden mit in das derzeit in der Diskussion befindliche Konzept zur Gesundheitsförderung in der hamburgischen Verwaltung einfliessen.

Nach der Änderung des Nebentätigkeitsrechts im hamburgischen Beamtengesetz im Jahr 2001 wurde erstmals ein Abschnitt über Nebentätigkeiten in den Personalbericht aufgenommen. Aufgrund der Gesetzesänderung sind alle Nebentätigkeitsgenehmigungen, die vor dem 6. Februar 2001 erteilt worden sind, zum 31.12.2001 erloschen. Ausgeübte Nebentätigkeiten mußten neu beantragt bzw. angezeigt werden. Aufgrund der genannten Fristen ist davon auszugehen, dass die Daten noch unvollständig sind. Der Abschnitt über die Nebentätigkeiten stellt daher einen ersten Einstieg in das Thema dar.

Seit dem 15.09.2001 ist das Universitäts-Krankenhaus Eppendorf eine selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit nicht mehr Teil der Gebietskörperschaft Freie und Hansestadt Hamburg. Im vorliegenden Personalbericht ist dieser Bereich jedoch noch als Teil der Wirtschaftspläne nach § 15 LHO einbezogen, um Entwicklungen im Verhältnis zum ersten und zweiten Personalbericht darstellen zu können. Sich daraus ergebende Konsequenzen für die Interpretation der Daten sind in den einzelnen Abschnitten der personalstatistischen Auswertungen erläutert.

Es ist im Intranet des Personalamts der Freien und Hansestadt Hamburg ­ unter Publikationen - sowie im FHH-INFONET im öffentlichen Ordner \_FHH\Personalinformationen\Kennzahlenbuch_FHH zugänglich.

Personalbericht 2002

B. Methodische Anmerkungen Vorbemerkung:

Zum 1.1.2002 ist eine Neuordnung der Behördenstruktur in Hamburg erfolgt. Dadurch sind einige Bereiche anderen Behörden zugeordnet worden. In allen Personalberichten ist der Stichtag für die nicht zeitraumbezogenen Auswertungen der 31.12. des Berichtsjahres. Der Personalbericht 2002 bildet die Personalstrukturen 2001 der Freien und Hansestadt Hamburg zum 31.12.2001 ab. Die vorgenommene Neuordnung wurde daher noch nicht berücksichtigt - auch um eine Vergleichbarkeit zu den Ergebnissen der Personalberichte 2000 und 2001 zu gewährleisten. Um dem Informationsbedarf des Managements Rechnung zu tragen, sind einige ausgewählte Berichte, die einen Überblick über die Gesamtstruktur geben, den Behörden und Ämtern zusätzlich auf Basis der neuen Behördenstruktur zur Verfügung gestellt worden.

Ein mit der Aufbereitung des vorliegenden Personalberichts verfolgtes Ziel ist möglichst hohe Transparenz hinsichtlich der Methodik der Datenerhebung und -verarbeitung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind alle den statistischen Darstellungen zu Grunde liegenden Verfahren und Methoden gesondert in einem Leitfaden personalwirtschaftlicher Kennzahlen und Methoden - Kennzahlenbuch dokumentiert. Diese Form der Darstellung ermöglicht eine detaillierte und nachvollziehbare Dokumentation der jeweils gewählten Methodik und eine Vereinheitlichung von personalwirtschaftlichen Verfahren in der hamburgischen Verwaltung.

Besondere Bedeutung kommt der Basiskennzahl des Personalbestands zu. Für die Interpretation der Daten und Statistiken ist das zu Grunde liegende Beschäftigtenaggregat, d.h. die Abgrenzung der in der hamburgischen Verwaltung Beschäftigten, als Ausgangsgröße statistischer Auswertungen von zentraler Bedeutung. Um ein hohes Maß an methodischer Transparenz zu erreichen, wurde zunächst eine Klassifizierung der bestehenden Beschäftigungsverhältnisse vorgenommen, die anschließend zu hierarchisch aufeinander aufbauenden Beschäftigtenaggregaten zusammengefasst wurden (vgl. Kennzahlenbuch A-01). Im einzelnen werden folgende Aggregate unterschieden

:

Der statistische Personalbestand (P stat) setzt sich aus allen unbefristeten und befristeten Beschäftigungsverhältnissen mit Bezahlung zusammen. Dieses Aggregat bildet die zentrale Grundlage fast aller im Personalbericht aufgeführten Berichtsfelder (vgl. Kennzahlenbuch A-02).

Der budgetrelevante Personalbestand (P bud) enthält neben dem statistischen Personalbestand zusätzlich noch folgende Gruppen von Beschäftigungsverhältnissen: geringfügig Beschäftigte sowie die Gruppe der Auszubildenden, Anwärterinnen und Anwärter, Referendarinnen und Referendare und die Praktikantinnen und Praktikanten mit Ausbildungsvergütung. Außerdem sind in diesem Aggregat die sonstigen budgetrelevanten Beschäftigten enthalten. Der budgetrelevante Personalbestand umfasst

Verlagert wurden aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über Verwaltungsbehörden und anderer Gesetze vom 4.12.2001:

· Die Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit aus der bisherigen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur Justizbehörde,

· die Bewährungshilfe und die Jugendbewährungshilfe aus der bisherigen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales bzw. aus der bisherigen Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung zur Justizbehörde,

· die Landeszentrale für politische Bildung aus der Senatskanzlei zur neuen Behörde für Bildung und Sport,

· das Sportamt aus der Behörde für Inneres zur neuen Behörde für Bildung und Sport,

· die Familienförderung und angrenzende Gebiete des Amtes für Jugend aus der bisherigen Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung zur neuen Behörde für Soziales und Familie,

· die Stadtentwicklungsbehörde in die Baubehörde,

· die Aufgaben des Bereichs Arbeit aus der bisherigen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales zur neuen Behörde für Wirtschaft und Arbeit,

· das Fachamt für Ökologische Forst- und Landwirtschaft des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege und die Betreuung der ökologischen Pachthöfe aus der bisherigen Umweltbehörde zur neuen Behörde für Wirtschaft und Arbeit sowie

· das Amt für Gesundheit aus der bisherigen Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales und der Bereich Verbraucherschutz aus der bisherigen Wirtschaftsbehörde zur neuen Behörde für Umwelt und Gesundheit.

Um Missverständnisse auszuschließen, sei darauf hingewiesen, dass unter Personalbestand sowie in allen Beschäftigtenaggregaten Beschäftigungsverhältnisse gezählt werden. Eine Person wird demnach mehrfach erfasst, wenn sie mehrere Beschäftigungsverhältnisse eingegangen ist.