Steuer

Personalbericht 2002

Von Interesse ist auch die Frage, welche berufsspezifischen Ausprägungen vorliegen. Die prozentuale Verteilung der Ausscheidensfälle infolge von Dienstunfähigkeit/verminderter Erwerbsfähigkeit über die einzelnen Berufskategorien in der folgenden Abbildung zeigt Häufungen in nur wenigen Berufen. In der Reihenfolge der Höhe ihrer Anteile an den gesamten Fällen sind die großen Personalkörper, d.h. vor allem Lehrkräfte an Grund-, Haupt- und Realschulen, Bürofachkräfte, Lehrkräfte an beruflichen Schulen, Lehrkräfte an Gymnasien, Polizeivollzugsbedienstete, Steuerfachpersonal und Vollstreckungs- und Vollzugskräfte in der Justiz besonders markant. Auf diese Bereiche entfallen 73,4 % der Fälle und darunter auf die Lehrkräfte an staatlichen Schulen 43,4 %. Die jeweiligen Anteile am statistischen Personalbestand betragen demgegenüber 60,0 % bzw. 25,1 %. Abb. C.4.1-7: Ausscheiden wegen Dienstunfähigkeit und verminderter Erwerbsfähigkeit nach Berufskategorien und Geschlecht

Eine Studie zur Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung bei Lehrern kommt zu dem Schluss, dass Lehrerinnen und Lehrer als Berufsgruppe insbesondere aufgrund von psychosozialen Belastungen einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind, was bei älteren Arbeitnehmern zu Frühberentungen beiträgt. Nach dieser Studie waren 1999 im Bundesdurchschnitt 62% aller Berentungsfälle bei beamteten Lehrern durch Frühpensionierungen aufgrund von Dienstunfähigkeit verursacht.

Für die beamteten Lehrer an staatlichen Schulen Hamburgs ergibt sich aus den Auswertungen im Rahmen des Personalberichtswesens für 1999 eine mit 45,0 % deutlich darunter liegende Quote (Anteil der Lehrkräfte mit einem Ausscheiden aufgrund von Dienstunfähigkeit an den Ausscheidensfällen von Lehrkräften aufgrund von Pensionierung insgesamt). Im Jahr 2001 ist diese Quote auf 42,4 % gesunken.

Eine Aufbereitung der Invaliditätsraten je Berufskategorie ist zukünftig vorgesehen.

D. Ahrens, A. Leppin, B. Schmidt: Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung bei Lehrern, in: B. Badura u.a. (Hrsg. Hohe Quoten weisen insbesondere die Berufskategorien der Lehrkräfte auf. Deutlich geringer im Vergleich zu den Berufskategorien insgesamt der Einzelpläne sind die Quoten bei Polizei, Feuerwehr.

Mit dem Personalbericht 2002 und der darin vorgenommenen Auswertung des Stichtags 31.12.2001 liegen vergleichbare Daten ab dem 31.12.1999 (im Personalbericht 2000) als Zeitreihe vor. Die bisherige Betrachtung von Veränderungen des Personalvolumens - in Vollkräften gerechnet - im jeweiligen Jahresverlauf (1.1. bis 31.12. eines Berichtsjahres) kann nunmehr ersetzt werden durch eine Darstellung über die Veränderung zweier voller Jahre, die somit auch die Veränderungen zwischen dem 31.12. des Vorjahres und dem nachfolgenden 1.1. einschließt.

Die unten gezeigte Grafik über die Veränderung der Vollkräftebestände des budgetrelevanten Personalbestandes weist eine rückläufige Tendenz von Jahr zu Jahr auf. Im Vorjahresvergleich ist der Personalbestand zum Stichtag 31.12.2001 aber deutlich weniger gesunken als zuvor zum Stichtag 31.12.2000. Für die Einzelpläne hat sich der Personalabbau beim budgetrelevanten Personalbestand von -1,7 % auf -0,2 % verlangsamt.

Bei den Einrichtungen war die Verlangsamung von -2,4 auf -0,1 % noch stärker ausgeprägt. Hierzu muss allerdings angemerkt werden, dass das Universitäts-Krankenhaus Eppendorf mit einem Vollkräftebestand von 5.051 am 31.12.2001 noch in den Daten enthalten ist. Bei den Landesbetrieben kam es im vergangenen Jahr nach einem Rückgang von -0,9 % zu einem Anstieg von +1,7 %. Für die hamburgische Verwaltung insgesamt ist im vergangenen Jahr das Vollkräftevolumen um -0,5 % (352 Vollkräfte) verringert worden, nach -1,4 % (1.017 Vollkräfte) im Jahr 2000.